Glossar

Ziffern

200-Tage-LinieGleitender Durchschnitt. Die aus den Kursen der jeweils letzten 200 Börsentage gebildete Zweihundert-Tage-Linie wird im Rahmen der technischen Wertpapieranalyse genutzt.

A

Abschreibungen

Methode, den Betrag der Wertminderung zu ermitteln, die durch Nutzung eines Vermögensgegenstands im Laufe eines bestimmten Zeitraums eingetreten ist. Man unterscheidet die lineare Abschreibung (die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden gleichmäßig auf die voraussichtlichen Nutzungsjahre verteilt) und die degressive Abschreibung (die entsprechenden Beträge werden in fallende Raten aufgeteilt).

Ad-hoc-Berichterstattung

Börsennotierte Unternehmen sind zur unverzüglichen Veröffentlichung von Tatsachen verpflichtet, die den Aktienkurs erheblich beeinflussen können (Ad-hoc-Mitteilung). Eine so genannte Ad-hoc-Mitteilung muss zunächst den Börsen sowie der BaFin (s. u.) übermittelt und im Anschluss dem Markt über weit verbreitete Nachrichtensysteme veröffentlicht werden. Damit soll ein Missbrauch von Insiderkenntnissen verhindert und die Markttransparenz erhöht werden. Ein Verstoß dagegen kann mit Geldbuße geahndet werden.

ADR

Abkürzung für American Depositary Receipt.
Amerikanische Hinterlegungsurkunde, die anstelle einer ausländischen Aktie an einer US-amerikanischen Börse gehandelt wird. Ein wesentlicher Vorteil für US-Anleger liegt in der Notierung der ADRs in US$. Auch Dividenden werden in US$ gezahlt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche US-Investoren, die Aktien ausländischer Unternehmen nur dann kaufen dürfen, wenn diese an einer amerikanischen Börse gelistet sind.

ADS

Abkürzung für American Depository Share.
Ein ADS ist ein auf Dollar ausgestellter Eigenkapitalanteil an einem Nicht-US-Unternehmen. Ein ADS repräsentiert die Aktie des jeweiligen Unternehmens und trägt die Rechte an ihr. Hingegen ist ein ADR die tatsächliche Urkunde, die das Eigentum an einem oder mehreren ADSs dokumentiert. Die Begriffe ADS und ADR werden oft synonym verwendet.

Akquisition

(lat. für: erwerben, anschaffen)
Kauf eines Unternehmens bzw. dessen Teilerwerb, um in den Besitz seiner Leistungselemente zu kommen und/oder um dessen Geschäft bestimmen und kontrollieren zu können.

Aktie

Aktien werden von Aktiengesellschaften (AG) oder Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaA) begeben. Der Inhaber bzw. Eigentümer einer Aktie (Aktionär) ist am Grundkapital des Unternehmens beteiligt — prozentual oder in Höhe des auf der Aktie ausgewiesenen Nennwerts. Zu den Grundrechten des Aktionärs gehören u. a. das Teilnahme- und Stimmrecht bei der Hauptversammlung, das Recht auf Anteil am Unternehmensgewinn ( Dividende ) und das Bezugsrecht bei der Ausgabe junger Aktien.

Aktienanalyse

Untersuchung von Aktien für Zwecke der kurz- oder langfristigen Geldanlage. Nach bestimmten Kriterien versucht der Analyst, aus Daten der Vergangenheit und der Gegenwart Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu ziehen. Während sich die Fundamentalanalyse auf die Untersuchung der Unternehmensdaten sowie Daten des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes konzentriert, steht bei der technischen Aktienanalyse die Beobachtung von Kurs- und Umsatzverläufen im Vordergrund. Als Stufen der Aktienanalyse werden üblicherweise angesehen:
1. die eigentliche Analyse der relevanten Daten
2. die Prognose über zukünftige Ertragsentwicklung
3. die Bewertung der Aktie
Aktienarten

Aktien werden in der Regel nach folgenden Kriterien klassifiziert:
(1) Nach Art der Zerlegung des Grundkapitals:
a) Nennwertaktien lauten auf einen festen Geldbetrag.
b) Nennwertlose Aktien (Stückaktien) lauten auf einen bestimmten Anteil, z. B. 1/1.000 am Grundkapital.
(2) Nach Art der Eigentumsübertragung:
a) Inhaberaktien können durch einfache Einigung und Übergabe übertragen werden. Bei
b) Namensaktien erfordert die Eigentumsübertragung einen Übertragungsvermerk im Aktienbuch der Gesellschaft.
Für die Übertragung von so genannten
c) vinkulierten Namensaktien ist die
Zustimmung des Vorstands erforderlich.
(3) Nach Umfang der verbrieften Rechte:
a) Stammaktien (Stämme) verbriefen den Inhabern sämtliche Rechte gemäß dem Aktiengesetz. Bei b) Vorzugsaktien (Vorzüge) ist das Stimmrecht meist ausgeschlossen, dafür stehen dem Vorzugsaktionär eine höhere Dividende oder andere Vorrechte zu.
Das Grundkapital der Bayer AG ist ausschließlich in Stammaktien aufgeteilt. Dabei handelt es sich um nennwertlose Namensaktien.

Aktiengesellschaft (AG)

Unternehmen, dessen Grundkapital in einzelne Aktien aufgeteilt ist. Oft ist eine Vielzahl von Aktionären auch mit kleinen Beträgen an einer AG beteiligt. Man spricht dann von einer Publikumsgesellschaft. Die Haftung des Aktionärs beschränkt sich jeweils auf die Höhe seines Aktienanteils. Bei börsennotierten Aktiengesellschaften kann der Aktionär seine Aktie jederzeit über ein Kreditinstitut an der Börse verkaufen. Die Organe der Aktiengesellschaft sind: Vorstand , Aufsichtsrat und Hauptversammlung (HV) . Um die Interessen der Aktionäre zu schützen, unterliegen Aktiengesellschaften besonderen Publizitätspflichten. Sie müssen zum Beispiel den Jahresabschluß veröffentlichen und Geschäftsvorfälle bekannt geben, die den Aktienkurs erheblich beeinflussen könnten.

Aktienindex

Aktienindizes fassen die Kurs- oder Wertentwicklung mehrerer Aktien zusammen. Dabei werden die einbezogenen Aktien nach bestimmten Kriterien je Index gewichtet.
Kursindizes (zum Beispiel FAZ-Aktienindex) berücksichtigen nur die Kursentwicklung der Aktie. Performance-Indizes (zum Beispiel DAX) berücksichtigen zusätzlich auch Dividenden und Bezugsrechte bei Kapitalerhöhungen. Performance-Indizes erfassen somit die gesamte Wertentwicklung der im Index enthaltenen Aktien.
Für Performance-Vergleiche wird häufig die Performance der einzelnen Aktie der des Indexes gegenübergestellt.

AktienkursDer an der Börse notierte Preis einer Aktie, der sich durch Angebot und Nachfrage bildet.
Aktionärsbrief

Vierteljährliche Publikation, in der Bayer einen Zwischenbericht über die Geschäftsentwicklung des Konzerns im ersten, zweiten und dritten Quartal eines Geschäftsjahres abgibt. Nach Abschluss des vierten Quartals legt das Unternehmen den Geschäftsbericht über das abgelaufene Gesamtjahr vor.

Anleihe(engl.: Bond)
Schuldverschreibung, die das Recht auf Rückzahlung des Nennwerts zuzüglich einer Verzinsung verbrieft. Anleihen werden von der öffentlichen Hand, von Kreditinstituten oder Unternehmen „begeben“ und über Banken verkauft. Sie dienen dem Emittenten zur langfristigen Finanzierung durch Fremdkapital. Der Gesamtbetrag einer Anleihe teilt sich in kleinere Teilbeträge auf. Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale einer Anleihe sind: Laufzeit, Zinszahlung und Art der Verzinsung.

Asset Backed Securities (ABS)

ABS sind Wertpapiere (Schuldverschreibungen), die durch einen Bestand an Forderungen abgesichert sind.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat (AR) ist neben Vorstand und Hauptversammlung eines der drei gesetzlich vorgeschriebenen Organe der AG, dem unter anderem die Überwachung der Geschäftsführung obliegt. AR-Mitglieder dürfen nicht gleichzeitig dem Vorstand angehören; sie müssen nicht Aktionäre der betreffenden AG sein. Die Größe des AR ist gesetzlich festgelegt und hängt von der Mitarbeiterzahl ab. Bei Bayer werden die 20 AR-Mitglieder jeweils zur Hälfte von der Kapital- bzw. von der Arbeitnehmerseite bestimmt. Die Vertreter der Kapitalseite werden von der Hauptversammlung gewählt, die Arbeitnehmer bestimmen ihre Vertreter in einem indirekten Verfahren über Wahlmänner.

B

BaFin

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit Sitz in Bonn und Frankfurt ist aus der Fusion der ehemaligen Aufsichtsbehörden für das Kredit-, das Wertpapier- und das Versicherungswesen entstanden. Ihre Aufgabe ist es, die Funktionsfähigkeit, Stabilität und Integrität des gesamten deutschen Finanzsystems zu sichern. Daneben soll sie Kunden und Anleger schützen und Verhaltensstandards durchsetzen, die das Vertrauen der Anleger in die Finanzmärkte wahren (Marktaufsicht).

Baisse

Allgemeiner, meist länger anhaltender kräftiger Rückgang der Aktienkurse. Gegensatz zu Hausse.

Bardividende

Den Teil der Dividende, der — nach Abzug der Körperschaftsteuer — tatsächlich an den Aktionär ausgezahlt wird, bezeichnet man als Bardividende.

Belegschaftsaktien

Aktien, die in der Regel zu Vorzugskonditionen an die eigenen Mitarbeiter ausgegeben werden. Ziel ist, die Beschäftigten individuell und unmittelbar am wirtschaftlichen Erfolg, aber auch am unternehmerischen Risiko der Gesellschaft zu beteiligen.

Benchmark

(engl. für: Prüfstein, Maßstab)
Eine Benchmark dient als Basis für eine Erfolgsbeurteilung. Benchmarking nennt man die Methode und den Vorsatz, sich an den Besten zu orientieren und von ihnen zu lernen.

Bereinigtes Ergebnis je Aktie (Core Earnings per Share – Core EPS)

Das bereinigte Ergebnis je Aktie entspricht dem bereinigten Konzernergebnis dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Stammaktien. Das bereinigte Konzernergebnis berechnet sich aus dem EBIT zuzüglich der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte zuzüglich der außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen zuzüglich der Sondereinflüsse (ohne Abschreibungen) abzüglich des Finanzergebnisses abzüglich der Ertragsteuern abzüglich der Steuereffekte bezogen auf Abschreibungen und Sondereinflüsse abzüglich des Ergebnisses nach Steuern auf andere Gesellschafter entfallend. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stellt eine Kennzahl dar, die nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert ist. Das Unternehmen geht davon aus, dem Leser mit dieser Kennzahl ein Bild der Ertragslage zu vermitteln, das im Zeitablauf vergleichbarer und zutreffender informiert.

Bezugsrecht

Recht der Aktionäre, bei einer Kapitalerhöhung entsprechend ihrem Anteil am bisherigen Grundkapital „junge“ Aktien zu erhalten, damit ihr relativer Anteil am Grundkapital bestehen bleibt.

Bilanz

Die Bilanz ist eine vollständige Vermögensaufstellung zu einem bestimmten Stichtag, an der man die Leistungskraft eines Unternehmens misst. Sie stellt Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) der Gesellschaft gegenüber. Die Bilanz ist neben anderen Bestandteilen wie der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Finanzierungsrechnung Teil des Jahresabschlusses.

Blue Chip

Amerikanischer Börsenausdruck für die Aktie eines großen, besonders substanz- und ertragsstarken Unternehmens. Der Ausdruck stammt aus der Spielkasinobranche: Dort sind die Jetons mit dem höchsten Wert blau.

Bonität

Fachausdruck für Kreditwürdigkeit.

Börse

Markt für Wertpapiere, Devisen, Waren und Derivate. Die weltweit größte Wertpapierbörse ist die New York Stock Exchange an der Wall Street. In Deutschland findet der Handel vor allem in Frankfurt statt, daneben bestehen Regionalbörsen in Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Hannover, Berlin und Bremen. Dabei verliert der klassische Parketthandel seit Jahren an Bedeutung gegenüber elektronischen Handelssystemen wie dem XETRA-System der Frankfurter Börse.

Börseneinführung

Auch Listing.
Erstmalige Notierung der Wertpapiere eines Unternehmens an einer Börse. Für den Börsengang muß das Unternehmen bestimmte Anforderungen an Rechnungslegung, Kapitalausstattung und Publizität erfüllen. Neben den Publizitätspflichten nicht börsennotierter Aktiengesellschaften müssen börsennotierte Aktiengesellschaften kursbeeinflussende Informationen veröffentlichen. Die Zulassungstelle der Börse entscheidet auf Antrag einer Bank und auf der Grundlage eines Börsenzulassungsprospekts über die Zulassung zum Börsenhandel.

Börsenkapitalisierung

Auch Marktkapitalisierung. Marktwert eines börsennotierten Unternehmens. Die Börsenkapitalisierung berechnet sich aus der Anzahl der Aktien eines Unternehmens multipliziert mit dem aktuellen Aktienkurs.

Break-Even-Point

(engl. für: Rentabilitätsschwelle)
Der Punkt, an dem Kosten und Erträge gleich groß sind. Er markiert die Schwelle, ab der sich ein Geschäft oder eine Transaktion rentiert.

Brutto-Cashflow (BCF)

Der Brutto-Cashflow errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern zuzüglich Ertragsteueraufwand zuzüglich Finanzergebnis abzüglich gezahlter bzw. geschuldeter Ertragsteuern zuzüglich Abschreibungen zuzüglich bzw. abzüglich Veränderungen der Pensionsrückstellungen abzüglich Gewinne bzw. zuzüglich Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten abzüglich Gewinne aus der Neubewertung bisheriger Vermögenswerte bei stufenweisem Unternehmenserwerb. Die Position Veränderung der Pensionsrückstellungen umfasst sowohl die Korrektur nicht-zahlungswirksamer Effekte im operativen Ergebnis als auch Auszahlungen aufgrund unserer Pensionsverpflichtungen.

Brutto-Cashflow-Hurdle

Die BCF-Hurdle ist der Betrag, der aus dem Mittelzufluss erwirtschaftet werden muss, damit die Reproduktions- und Verzinsungsansprüche der Kapitalgeber erfüllt werden können.

C

CAC-40-Index

Index der Pariser Wertpapierbörse, der die 40 umsatzstärksten Werte umfaßt.

Cash Flow Return on Investment (CFRoI)

Der Cashflow Return on Investment bildet das Verhältnis der in der Periode erwirtschafteten Zahlungsmittelüberschüsse (Brutto-Cashflow) abzüglich der Reproduktionsansprüche der Kapitalgeber dividiert durch das eingesetzte Kapital (Investitionswert) ab und stellt somit die Kapitalrentabilität der Periode dar.

Cash Value Added (CVA)

Diese Kennzahl ergibt sich aus der Differenz von Brutto-Cashflow und der Brutto-Cashflow-Hurdle und ist somit der Teil des Brutto-Cashflows, der über die Verzinsungs- und Reproduktionsansprüche hinausgeht. Ist der Cash Value Added positiv, so konnten die Reproduktions- und Verzinsungsansprüche der Kapitalgeber erfüllt werden.

Cashflow

(engl. für: Kapitalfluss)
Kennzahl zur Beurteilung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens. Sie zeigt an, in welcher Höhe Mittelzuflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit zur Finanzierung von Investitionen sowie zur Schuldentilgung und Gewinnausschüttung (Dividendenzahlung) zur Verfügung stehen. Der Brutto-Cashflow errechnet sich bei Bayer aus dem operativen Ergebnis (EBIT ) zuzüglich Abschreibungen sowie abzüglich Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen und Ertragsteuern. Darüber hinaus werden Veränderungen der Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Der Netto-Cashflow entspricht dem Brutto-Cashflow, bereinigt um Veränderungen der Vorräte sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Veränderung des übrigen Umlaufvermögens.

CDAX

Seit 1993 veröffentlicht die Deutsche Börse AG den Composite-Dax (CDAX). Der CDAX wird als Kurs- und als Performance-Index ermittelt. Der CDAX existiert für 16 verschiedene Branchen.

Chartanalyse

Technik zur Analyse und Prognose von Kurs- und Zinsverläufen auf den Finanzmärkten auf der Basis der historischen Kursentwicklung.

Commercial-Paper-Programm (CP)

Commercial Paper (CP) sind unbesicherte, kurzfristige Schuldverschreibungen, die in der Regel auf abgezinster Basis ausgegeben und zum Nennwert zurückbezahlt werden. Sie dienen der flexiblen und kurzfristigen Finanzierung am Kapitalmarkt. Das Bayer-Commercial-Paper-Programm ermöglicht eine Emission sowohl am US-amerikanischen als auch am europäischen Commercial-Paper-Markt.

Computerhandel

Vermittlung von Wertpapier-Kauf- und Verkaufsaufträgen durch ein zentrales Computernetz. Während an der Präsenzbörse der Kursmakler dafür zuständig ist, Angebot und Nachfrage abzustimmen, übernimmt diese Aufgabe im Computerhandel ein Zentralrechner.

Consensus

Der Konsensus wird oft mit der „Markterwartung“ gleichgesetzt. Berechnet wird er als Durchschnitt von Analysten-Schätzungen zu bestimmten Kennzahlen eines Unternehmens, wie z. B. dem operativen Ergebnis oder dem Gewinn je Aktie.

Continuing Operations

(engl. für: fortzuführendes Geschäft)
Im Gegensatz zu den Discontinuing Operations oder dem nicht fortzuführenden Geschäft werden bei der Umsatz- und Gewinnausweisung der Continuing Operations nur diejenigen Geschäftstätigkeiten einbezogen, die auch künftig zu den operativen Geschäften gezählt werden können.

Corporate Compliance

Corporate Compliance umfasst gesetzliche und unternehmensspezifische Regelungen zum verantwortungsbewussten und gesetzmäßigen Handeln des Unternehmens, der Mitarbeiter sowie der Aufsichts- und Leitungsorgane.

Corporate Governance

(engl. für: verantwortungsvolle Unternehmensführung und -kontrolle)
Corporate Governance bezeichnet die langfristig ausgerichtete, verantwortungsvolle und transparente Leitung und Kontrolle eines Unternehmens. In Deutsch­land enthält der Deutsche Corporate Governance Kodex die wesentlichen Grund­sätze zur Leitung und Über­wachung börsennotierter Gesellschaften.

Corporate Identity

Abkürzung: c.i.. Kann als ein strategisches Konzept zur Positionierung der Identität oder eines klar strukturierten, einheitlichen Selbstverständnisses eines Unternehmens sowohl im eigenen Unternehmen als auch in der Unternehmensumwelt gesehen werden.

Credit Default Swaps (CDS)

CDS erlauben den Handel mit Kreditrisiken. Sie ähneln Versicherungen gegen Ausfälle von Unternehmensanleihen oder ähnlichen Kreditpapieren.

CUSIP-Nr.

Wertpapierkennnummer (WKN) in den USA.

CVA

Diese Kennzahl ergibt sich aus der Differenz von Brutto-Cashflow und der Brutto-Cashflow-Hurdle und ist somit der Teil des Brutto-Cashflows, der über die Verzinsungs- und Reproduktionsansprüche hinausgeht. Ist der Cash Value Added positiv, so konnten die Reproduktions- und Verzinsungsansprüche der Kapitalgeber erfüllt und Wert für das Unternehmen geschaffen werden.

D

DAX®-Index

Der 1988 entwickelte Index enthält die 30 größten und umsatzstärksten deutschen Aktien und ist damit der Leitindex der Deutschen Börse. Gewichtet werden die Aktien-Werte mit dem börsenzugelassenen Aktienkapital. Neben dem DAX®, in dem auch die Bayer AG vertreten ist, gibt es eine Reihe von weiteren deutschen Indizes, z. B. den MDAX® mit Unternehmen, die den im DAX® notierten Firmen hinsichtlich Orderbuchumsatz und Marktkapitalisierung folgen, und den TecDAX® für Technologieunternehmen.

Delta Cash Value Added (Delta CVA)

Diese Kennzahl gibt die Veränderung des Cash Value Added von einer Periode zur nächsten wieder. Ein positiver Delta CVA bedeutet, dass die Geschäftseinheit im Vergleich zur Vorperiode Wert geschaffen bzw. weniger Wert vernichtet hat.

Depot

Einrichtung der Kreditinstitute zur Verwaltung von Wertpapieren für ihre Kunden. Wertpapiere können bei einer Wertpapiersammelbank (Girosammeldepot) oder für jeden Kunden gesondert in einem Streifband (Streifbanddepot) verwahrt werden; ersteres ist die übliche und deutlich kostengünstigere Form.

Desinvestition

(auch: Divestment) Veräußerung. Gegenteil von Investition bzw. Akquisition.

Devisen

Ansprüche auf Zahlungen in fremder Währung an ausländischen Plätzen, meist in Form von Guthaben an ausländischen Banken oder im Ausland zahlbare Wechsel bzw. Schecks. Auf fremde Währung lautende Banknoten und Münzen sind keine Devisen, sondern Sorten.

Directors' Dealings

Zum 1. Juli 2002 trat das Vierte Finanzmarktförderungsgesetz in Kraft. Unter dem Stichwort "Directors' Dealings" sehen die neuen Mitteilungs- und Veröffentlichungspflichten (§ 15a Wertpapierhandelsgesetz) vor, dass Geschäfte in Wertpapieren der eigenen Gesellschaft, die eine Höhe von 25.000 Euro überschreiten, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern börsennotierter Gesellschaften und ihren Ehepartnern, eingetragenen Lebenspartnern und Verwandten ersten Grades unverzüglich zu veröffentlichen sind.

Discontinuing Operations

Nicht-fortzuführendes Geschäft, Gegenteil von Continuing Operations.

Diversifikation

Expansion des Leistungsprogramms eines Unternehmens auf neue Leistungsbereiche, die meist im Zusammenhang mit der bisherigen Leistungspalette stehen.

Dividende

Die Dividende ist der Gewinn, der anteilig für eine Aktie von der Aktiengesellschaft ausgeschüttet wird. Über die Dividendenhöhe und ihre Auszahlung entscheidet die Hauptversammlung.

Dow Jones Index

Der Dow Jones Industrial Index (DJII) ist der bekannteste Index der New York Stock Exchange und spiegelt — analog zum DAX — die Kursentwicklung der 30 bedeutendsten US-Aktien wider. Er wird seit 1897 von der Börsenzeitung des Verlags Dow Jones & Comp. berechnet.

DVFA

Die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) ist der Berufsverband der Investment Professionals mit über 1.000 persönlichen Mitgliedern. Sie sind als Fach- und Führungskräfte bei über 400 Investmenthäusern, Banken sowie Fondsgesellschaften oder als unabhängige Kapitalmarktdienstleister tätig.

E

Earnings before Interest and Taxes (EBIT)

Das EBIT bezeichnet das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation & Amortization (EBITDA)

EBIT zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Das EBITDA, das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA sowie die bereinigte EBITDA-Marge stellen Kennzahlen dar, die nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert sind. Das Unternehmen geht davon aus, dass das EBITDA vor Sondereinflüssen eine geeignetere Kennzahl für die Beurteilung der operativen Geschäftstätigkeit darstellt, da es weder durch Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen noch durch Sondereinflüsse belastet ist. Das Unternehmen möchte mit dieser Kennzahl ein Bild der Ertragslage vermitteln, das im Zeitablauf vergleichbarer und zutreffender informiert.

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen

Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen berechnet sich aus der Division vom EBITDA vor Sondereinflüssen durch die Umsatzerlöse.

Eigenkapital

Im Gegensatz zum Fremdkapital jene Mittel, die von den Eigentümern eines Unternehmens zu dessen Finanzierung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn im Unternehmen belassen wurden.

Eigenkapital-Rendite

Return on Equity.
Verhältnis von Ergebnis (Jahresüberschuß ohne Anteile Konzernfremder) zu eingesetztem bilanziellem Eigenkapital. Die Eigenkapitalrendite gibt Auskunft zur Ertragslage des Unternehmens, vergleichbar den Zinsen einer Geldanlage.

Emerging Markets

Sammelbezeichnung für die Wertpapiermärkte der jungen, aufstrebenden Volkswirtschaften Lateinamerikas, Asiens und Afrikas.

Emission

(lat. emittere = hinausschicken)
Ausgabe neuer Wertpapiere, insbesondere von Aktien und Anleihen. Den Ausgabepreis nennt man Emissionskurs.

Emissionskurs

Der Preis, zu dem eine Aktie von der Aktiengesellschaft bei einer Kapitalerhöhung oder einem Börsengang ausgegeben wird.

EMTN und Multi-Currency-EMTN-Programm

Beim Euro-Medium-Term-Notes (EMTN)-Programm handelt es sich um eine Dokumentationsplattform, die es Bayer ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit Wertpapiere auf dem europäischen Kapitalmarkt zur Beschaffung von Fremdkapital zu begeben. Diese können in Luxemburg gelistet oder ungelistet sein. Auch Laufzeit, Währung und Ausstattung können erheblich variieren.

Ergebnis je Aktie (Earnings per Share – EPS)

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien. Die Berechnung erfolgt nach IAS 33.

Euro-Stoxx 50

Um eine Orientierungsgröße für den europäischen Markt zu erhalten, hat die deutsche Börse zusammen mit der Schweizer Börse, der Bourse de Paris und dem amerikanischen Dow Jones die europäischen Aktienindizes der "Stoxx-Familie" entwickelt. Sie bestehen aus den zwei Gesamtindizes Dow Jones Stoxx, der mit 600 Gesellschaften aus 16 Ländern Europa als Ganzes abdeckt und dem Dow Jones Euro Stoxx, der Aktien von 307 Gesellschaften aus Ländern der Europäischen Währungsunion beinhaltet, sowie aus den beiden entsprechenden "Blue-Chip-Indizes" Dow Jones Stoxx 50 mit Aktien von 50 Unternehmen aus Gesamteuropa und Dow Jones Euro Stoxx 50 mit den Aktien von 50 Unternehmen aus Ländern der Europäischen Währungsunion. Die Bayer Aktie ist in beiden "Blue-Chip-Indizes" vertreten.

F

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich aus den Zinserträgen und -aufwendungen, dem Beteiligungsergebnis und dem Ergebnis aller übrigen Finanzanlagen zusammen. Es wird in der GuV unterhalb des operativen Ergebnisses ausgewiesen.

Finanzierungsrechnung

Die Finanzierungsrechnung (auch: Kapitalflussrechnung) stellt Ausgaben und Einnahmen sowie den Ausgaben- bzw. Einnahmenüberschuss innerhalb eines Geschäftsjahres dar (vgl. Cashflow).

Form 20-F

Nach US-Recht müssen in den USA gelistete ausländische Unternehmen regelmäßig einen Jahresbericht, bekannt als „Form 20-F“, veröffentlichen. Er enthält eine genaue Beschreibung der Geschäfts- und Ertragslage des Unternehmens. Der Form 20-F ist bei der SEC einzureichen.

Fortzuführendes Geschäft

Häufig bezeichnet als Continuing Operations.

Free Float

(engl. für: Streubesitz)
Prozentualer Anteil der von einer AG ausgegebenen Aktien, der nicht im Besitz von Großaktionären ist.

Fremdkapital

Summe aller Verbindlichkeiten eines Unternehmens. Man unterscheidet zwischen kurzfristigem Fremdkapital (z. B. Bankkredite) und langfristigem Fremdkapital (z. B. Anleihen).

FTSE-100-Index

Meistbeachteter Aktienindex der Londoner Börse. Nach der Marktkapitalisierung gewichtet, umfaßt der FTSE-100-Index 100 der wichtigsten Finanz- und Industrieaktien Großbritanniens, die an der London Stock Exchange gelistet sind.

G

Geschäftsjahr

Zeitraum, für den der Jahresabschluss eines Unternehmens aufgestellt werden muss. Die Dauer eines Geschäftsjahres darf zwölf Monate nicht überschreiten.

Gewinn je/pro Aktie

Der Gewinn je Aktie gibt das Nettoergebnis eines Unternehmens dividiert durch die Zahl der ausgegebenen Aktien an. Die Kennzahl dient der Börsenbewertung von Aktien. Sie erlaubt eine Aussage über die Ertragskraft eines Unternehmens.

Gewinn vor/nach Steuern

Bekanntgabe des Gewinns ohne Berücksichtigung/mit Berücksichtigung der steuerlichen Belastungen. Der Gewinn vor Steuern ermöglicht einen besseren Vergleich sowohl zu den Ergebnissen anderer Geschäftsjahre als auch zu den Ergebnissen anderer Unternehmen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist die Gegenüberstellung der Aufwendungen und Erträge, die in einem bestimmten Zeitraum — in der Regel ein Quartal oder ein Geschäftsjahr — angefallen sind. Übersteigt die Summe aller Erträge die Summe der Aufwendungen, hat das Unternehmen einen Gewinn erzielt. Im umgekehrten Fall ergibt sich ein Verlust.

Gewinnmarge

Gewinn, z. B. Jahresgewinn eines Unternehmens, ausgedrückt in Prozent des Umsatzes. Unterschieden wird zwischen Brutto- und Nettogewinnmarge, d. h. ob der Gewinn vor oder nach Steuern betrachtet wird.

Globalurkunde

Bei der Globalurkunde werden zur technischen Vereinfachung eine Vielzahl von Aktien, die in Einzelurkunden verbrieft sind, in einer Sammelurkunde zusammengefaßt und die Auslieferung von Einzelstücken ausgeschlossen.

Grundkapital

Aktienkapital einer AG, das zahlenmäßig dem Nennwert aller ausgegebenen Aktien entspricht. In der Bilanz wird es als „Gezeichnetes Kapital“ auf der Passivseite ausgewiesen. Das Grundkapital der Bayer AG in Höhe von 2.116.986.388,48 Euro ist eingeteilt in 826.947.808 auf den Namen lautende Stückaktien.

H

Hauptversammlung (HV)

Höchstes Organ der Aktiengesellschaft, das durch den Vorstand einberufen wird. Mindestens einmal jährlich versammeln sich die Aktionäre zur Hauptversammlung. Die HV fasst Beschlüsse über die Verwendung des Bilanzgewinns, über Kapitalmaßnahmen, über Satzungsänderungen und andere grundsätzliche Fragen. Die HV wählt den Abschlussprüfer und die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat. Nur die HV kann Vorstand und Aufsichtsrat entlasten. Die Vorschläge zur Tagesordnung werden in der Einberufung zur Hauptversammlung veröffentlicht.

Hausse

Stärkerer, meist länger anhaltender kräftiger Anstieg der Aktienkurse.
Gegensatz: Baisse.

Holding

Eine Holding verwaltet als Dachgesellschaft mehrere Unternehmen, an denen sie Anteile besitzt. Die geleiteten Unternehmen bleiben dabei rechtlich selbstständig, die Holding hat jedoch in der Regel bestimmenden Einfluss in allen strategischen Fragen und ist unter anderem zuständig für die effiziente Führung des gesamten Konzerns. Die Holding selbst bietet keine Güter oder Dienstleistungen an. Der Bayer-Konzern ist in eine Holding, drei operative Teilkonzerne und drei Servicegesellschaften gegliedert.

Hybridanleihe

Eine Hybridanleihe ist eine Unternehmensanleihe mit eigenkapitalähnlichen Eigenschaften und mit meist keiner oder sehr langer Laufzeit, die durch ihre Nachrangigkeit im Insolvenzfall des Emittenten eine niedrigere Rückzahlungswahrscheinlichkeit als eine gewöhnliche Anleihe hat.

I

IAS

(International Accounting Standards)
Internationale Rechnungslegungsvorschriften, festgelegt durch das International
Accounting Standards Board (IASB), ein 1973 in London gegründetes, unabhängiges und privat finanziertes Komitee. Die Bayer AG stellt ihren Konzernabschluss seit 1994 nach IAS auf. Die IAS bestehen innerhalb der seit 2005 in Europa verbindlichen IFRS weiter.

IFRS

(International Financial Reporting Standards)
Internationale Rechnungslegungsvorschriften, die seit 2005 Grundlage für die Aufstellung der Konzernabschlüsse sämtlicher europäischer Gesellschaften sind, die an einer Börse notiert sind. Ziel der zugrunde liegenden EU-Verordnung ist eine verstärkte Übereinstimmung internationaler Rechnungslegungsstandards.

Inhaberaktie

Bei Inhaberaktien wird der Eigentümer in der Urkunde nicht namentlich genannt. Die Aktiengesellschaft verspricht die Leistung allein dem Aktieninhaber, nicht einer bestimmten Person. Inhaberaktien sind die in Deutschland vorherrschende Aktienform.
Gegensatz: Namensaktie

Insider

(engl. für: Eingeweihter)
Bezeichnung für Personen, die zum Beispiel aufgrund ihrer beruflichen Stellung einen Informationsvorsprung haben. Dessen Ausnutzung zum eigenen Vorteil bei Wertpapiergeschäften ist strafbar.

Intraday-Handel

Aufbau und Auflösung einer Position (Devisen, Wertpapiere, etc. ) innerhalb eines Tages. Ein Intraday-Handel wird insbesondere von professionellen Anlegern betrieben, die damit auf sich innerhalb eines Tages vollziehende Wertänderungen von Handelsgegenständen reagieren können.

Investition

Langfristige betriebliche Kapitalanlage zur Erhaltung, Erweiterung und Verbesserung des wirtschaftlichen Produktionsapparates. Als Nettoinvestition wird der Zuwachs der Bestände bezeichnet. Re- oder Ersatzinvestitionen sind die Ersatzbeschaffung der durch den Produktionsprozess verbrauchten Güter. Bruttoinvestitionen sind die Summe aus Netto- und Reinvestitionen.

Investitionswert

Der Investitionswert umfasst das Vermögen, das vom Unternehmen im Betriebsprozess durch die Erwirtschaftung entsprechender Mittelzuflüsse zu verzinsen sowie teilweise auch zu reproduzieren ist.

Investor Relations

Investor Relations (IR) ist die zielgerichte und strategische Gestaltung der Beziehungen zwischen einer Unternehmung und den einzelnen Mitgliedern der Financial Communitiy und umfasst die Summe aller zielgerichteten Maßnahmen und Entscheidungen zur Beziehungspflege mit bestehenden Aktionären und zur Akquisition neuer, potenzieller Eigenkapitalgeber. Dabei steht ein umfassender, konsistenter und zeitnaher Informationsaustausch zwischen Unternehmen und Finanzmarkt im Mittelpunkt. Mögliche Instrumente im Rahmen von IR sind Investorenkonferenzen, Unternehmenspräsentationen vor Ort ("Roadshows"), Fach- und Forschungskonferenzen, Unternehmensbesuche, Einzel- (One-on-One-) gespräche mit Investoren und die IR-Webseite.

IPO

Abkürzung für Initial Public Offering. Am US-amerikanischen Markt werden so Neuemissionen von Aktien bislang nicht börsennotierter Unternehmen genannt.

ISIN

Abkürzung für: "International Securities Identification Number". An deutschen Börsen gehandelte Wertpapiere wie Aktien, Anleihen, Schuldverschreibungen und Optionen sind eindeutig identifizierbar an der 6-stelligen International Securities Identification Number (ISIN). Die ISIN der Bayer-Aktie lautet DE000BAY0017.

J

Jahresabschluß

Durch den Jahresabschluss wird der finanzielle Erfolg eines Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr festgestellt. Neben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung umfasst der Jahresabschluss bei börsennotierten Konzernen unter anderem auch die Finanzierungsrechnung, die Segmentberichterstattung und den Eigenkapitalspiegel. Der Jahresabschluss wird vom Vorstand aufgestellt und durch einen staatlich vereidigten Wirtschaftsprüfer auf seine Ordnungsmäßigkeit geprüft.

Joint-Venture

(engl für: Gemeinschaftsunternehmen)
Zusammenschluss von Unternehmen zum Zweck der gemeinsamen Ausführung von Projekten — in der Regel mit kapitalmäßiger Beteiligung der Mitglieder des Vorhabens.

K

Kapitalanlage

Langfristige Anlage von Kapital zum Zweck der Werterhaltung einerseits und der Erzielung einer möglichst hohen Rendite andererseits. Auch Geldanlage.

Kapitalertragsteuer

Abkürzung KESt. Die Kapitalertragsteuer wird von Dividenden und Zinsen einbehalten. Es kommen inländische und in einigen Fällen ausländische Kapitalerträge in Betracht. Schuldner der KESt ist in der Regel der Empfänger der Kapitalerträge. Die Steuer wird jedoch vom Schuldner der Kapitalerträge oder von einer inländischen Bank für seine Rechnung einbehalten und an das Finanzamt abgeführt.

Kapitalkostensatz/Weighted Average Cost of Capital (WACC)

Der Kapitalkostensatz (WACC) repräsentiert die Verzinsungserwartungen der Kapitalgeber in Bezug auf das im Unternehmen gebundene Kapital. Er bestimmt sich als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten, wobei die Eigenkapitalkosten als Renditeerwartung der Aktionäre aus Kapitalmarktinformationen abgeleitet werden und die Fremdkapitalkosten die Bedingungen reflektieren, zu denen das Unternehmen langfristig leihen kann.

Kassakurs

Kursfeststellung derjenigen Wertpapiere, für die börsentäglich nur ein Kurs bestimmt wird (Einheitskurs) oder für diejenigen Aufträge in variabel notierten Wertpapieren, die den festgesetzten Mindestschluß (Mindeststückzahl) nicht erreichen.

Konjunktur

Bezeichnung für die Schwankung in der wirtschaftlichen Aktivität einer Volkswirtschaft, die durch verschiedene Indikatoren gemessen wird. Die Beobachtung konjunktureller Vorgänge ist für den Kapitalanleger insofern von Bedeutung, als sie Auswirkung auf die Kursentwicklung von Wertpapieren zeigen.

Konsensus

Der Konsensus wird oft mit der „Markterwartung“ gleichgesetzt. Berechnet wird er als Durchschnitt von Analysten-Schätzungen zu bestimmten Kennzahlen eines Unternehmens, wie z. B. dem operativen Ergebnis oder dem Gewinn je Aktie.

Konsolidierung

(1) Im Aktienumfeld bezeichnet man damit die Stabilisierung der Börsenkurse im Anschluss an Phasen stärkerer Kursschwankungen bzw. größerer Kurssprünge.
(2) Konsolidierung einer Branche: Verringerung der Anzahl der Unternehmen, entweder durch Übernahmen von Konkurrenten oder durch Insolvenz.
(3) In der Bilanzierungspraxis bedeutet Konsolidierung die Zusammenfassung aller Aktiva und Passiva sowie von Aufwand und Ertrag der Einzelabschlüsse eines Konzerns, also der Mutterfirma und ihrer Tochtergesellschaften, zu einem Konzernabschluss.

Konzern

Zusammenfassung von rechtlich selbstständigen Unternehmen durch finanzielle Verflechtung (Beteiligung) zu einer wirtschaftlichen Einheit unter gemeinsamer Leitung.

Kurs

Der an der Börse notierte Aktienpreis, der sich durch Angebot und Nachfrage ergibt, wird in Euro pro Aktie ausgedrückt. Der Kurs hängt neben gesamtwirtschaftlichen Faktoren wesentlich von der Gewinnsituation der Aktiengesellschaft und ihren Zukunftsaussichten ab.

Kurs-Cashflow-Verhältnis

Das Kurs-Cashflow-Verhältnis ergibt sich aus dem Verhältnis des Aktienkurses zum Brutto-Cashflow je Aktie. Diese Kennzahl beschreibt, wie lange es dauert, den Aktienkurs aus dem Zahlungsstrom des Unternehmens zu bezahlen.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das KGV ergibt sich aus dem Verhältnis vom aktuellen Aktienkurs zum Ergebnis pro Aktie. Ein hohes KGV deutet an, dass der Markt die Aktie hoch bewertet in Erwartung zukünftiger Gewinnsteigerungen.

L

Letter of Intent

Unverbindliche Absichtserklärung zwischen Käufer und Verkäufer. Ein Letter of Intent bestätigt, dass beide Seiten in Verhandlungen über einen Vertragsabschluss stehen. Häufig bildet der Letter of Intent auch die Grundlage des anschließenden Vertrags. Er begründet jedoch keinerlei Rechtsansprüche.

Life Sciences

Life Sciences umfassen insbesondere die Bereiche Ernährung und Gesundheit; bei Bayer sind das die Tätigkeitsfelder der Teilkonzerne Bayer HealthCare und Bayer CropScience

Liquidität(1) Fähigkeit eines Unternehmens, seine Verbindlichkeiten (Rechnungen, Tilgungszahlungen etc.) fristgerecht zu begleichen.
(2) Bei Wertpapieren hängt die Liquidität zum einen von der Zahl der sich im Umlauf befindenden Wertpapiere ab, zum anderen von der Zahl der Marktteilnehmer, die bereit sind, diese Papiere zu kaufen oder zu verkaufen. Bei liquiden Wertpapieren gibt es ausreichend Angebot und Nachfrage, sodass ein Geschäftsabschluss, d. h. der gleichzeitige Kauf und Verkauf, immer möglich ist.
ListingAngelsächsische Bezeichnung für Börsenzulassung und/oder Börsennotierung.
Erstmalige Notierung der Wertpapiere eines Unternehmens an einer Börse. Für den Börsengang muss das Unternehmen bestimmte Anforderungen an Rechnungslegung, Kapitalausstattung und Publizität erfüllen. Die Zulassungsstelle der Börse entscheidet auf Antrag einer Bank und auf der Grundlage eines Börsenzulassungsprospekts über die Zulassung zum Börsenhandel.

M

M & A

Abkürzung für Mergers and Acquisitions (engl. für: Fusions- und Akquisitionstätigkeiten).

Marge

(frz. für: Rand)
Bezeichnung für die Differenz zwischen den Kosten und dem am Markt erzielten Preis einer Ware oder Dienstleitung. Die Marge wird auch verstanden als die Spanne zwischen Soll- und Habenzins. Bei der so genannten Arbitrage bezeichnet die Marge die Kursdifferenz zwischen verschiedenen Handelsplätzen.

Marktkapitalisierung

Marktwert eines börsennotierten Unternehmens. Die Marktkapitalisierung berechnet sich aus der Anzahl der Aktien eines Unternehmens multipliziert mit dem aktuellen Aktienkurs.

Moody´s

Neben Standard & Poor´s ist Moody´s die bekannteste und bedeutendste Rating-Agentur.

MSCI-Index

Börsentäglich veröffentlichter Index, der vom US-Investmenthaus Morgan Stanley Capital International publiziert wird und die globale Entwicklung der Aktienmärkte mißt. Es gibt 7 internationale MSCI-Indezes, bestehend aus 1 Welt- und 6 Regionenindizes, 20 Länder- und 38 internationale Branchenindizes. Alle MSCI-Indizes haben als Basis den 01.01.1970. Sie sind voll vergleichbar und ergeben zusammen den Weltindex. Sie erfassen 1470 Unternehmen aus 20 Ländern und repräsentieren ca. 60% der Börsenkapitalisierung dieser Länder.

N

Namensaktie

Auf den Namen einer bestimmten Person lautende Aktie, deren Eigentümer im Aktienbuch der Aktiengesellschaft (AG) eingetragen ist. Als Aktionär der Aktiengesellschaft gilt nur, wer im Aktienbuch eingetragen ist.

NASDAQ

Abkürzung für National Association of Securities Dealers´ Automatic Quotation System. Markt für Aktien insbesondere junger Unternehmen außerhalb der NYSE, seit 1980 stark expandierend. NASDAQ ist ein elektronisches Kursinformations- und Handelssysstem, welches von der National Assoiciation of Securities Dealers NASD betrieben wird.

Nennwertlose Aktie

Aktie, die auf einen bestimmten Anteil, z. B. 1/10.000 am Reinvermögen einer Aktiengesellschaft lautet. In den USA, Großbritannien und Kanada sehr verbreitet.
Siehe Aktienarten

Netto-Cashflow

Der Netto-Cashflow entspricht dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit nach IAS 7.

Nettoergebnis

Das Nettoergebnis (Konzernergebnis) ist der Gewinn oder Verlust des Unternehmens nach Steuern und anderen Gesellschaftern zustehenden Gewinn- oder Verlustanteilen. Das Netto-/Konzernergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.

Nettoverschuldung

Die Nettoverschuldung ergibt sich allgemein aus der Gegenüberstellung von Schulden und Guthaben. Bei Bayer errechnet sie sich aus der Summe aller Finanzverbindlichkeiten abzüglich der flüssigen Mittel und Forderungen aus Finanzderivaten (Sicherungsgeschäfte gegen Zins- und Währungsrisiken).

NYSE

Abkürzung für New York Stock Exchange. Name der New Yorker Börse, häufig auch als Wall Street oder Big Board bezeichnet.

O

OPE

Abkürzung für Operatives Ergebnis. Zu unterscheiden von Finanzergebnis, Gewinn vor Steuern und Konzerngewinn.

Option

Das Recht (nicht die Pflicht), Aktien innerhalb einer bestimmten Frist oder zu einem bestimmten Zeitpunkt für einen vorher vereinbarten Betrag (Basispreis) zu kaufen oder zu verkaufen. Ist der Basispreis niedriger als der aktuelle Kurswert der Aktie, hat die Option einen rechnerischen Wert. Liegt der aktuelle Kurswert unter dem Basispreis, ist die Option wertlos.

Optionsschein

Ein Optionsschein verbrieft das Recht, nicht aber die Pflicht, bestimmte Basiswerte (Aktien, Anleihen etc.) zu vorab festgelegten Konditionen zu kaufen (Call) bzw. zu verkaufen (Put).

Outperformance

Bezeichnung für eine Kursentwicklung von Wertpapieren oder Investmentfonds, die die Marktentwicklung übertrifft.

Over the Counter (OTC)

Ein außerbörslicher Markt für den Handel von Wertpapieren. Die Transaktionen unterliegen aber weiterhin den gesetzlichen Bestimmungen für den Wertpapierhandel. Im HealthCare-Geschäft steht OTC für das Geschäft mit nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.

P

Parketthandel

Bezeichnung für den Wertpapierhandel an einer Präsenzbörse (von Maklern betriebener Handel im Börsengebäude) im Gegensatz zum Computerhandel.

Pensionskasse/-fond

Rechtfähige Versorgungseinrichtung, die den Leistungsberechtigten auf ihre Leistung einen Rechtsanspruch gewährt.

Performance

(engl. für: Leistung)
(1) Wertentwicklung eines Wertpapiers. Die Performance ergibt sich aus Kursentwicklung, Dividendenzahlungen und Bezugsrechten bei Kapitalerhöhungen. Sie wird — bezogen auf einen Basiswert zu einem bestimmten Zeitpunkt — in Prozent angegeben.
(2) Ausdruck für die Leistungsfähigkeit bzw. für den Erfolg eines Unternehmens.

Pipeline

(engl. für: Rohrleitung)
In der Industrie versteht man unter Pipeline die Gesamtheit aller Produkte, die sich im Entwicklungsstadium befinden oder vor der Markteinführung stehen.

Portfolio

(1) Als Portfolio (auch: Portefeuille) bezeichnet man im Allgemeinen alle Wertgegenstände, die sich in einem Besitz befinden. Das sind vorrangig Wertpapiere, können aber auch Immobilien oder Grundbesitz sein. Bei Investmentfonds versteht man unter Portefeuille die Zusammensetzung eines Depots, die Summe der Anlageinstrumente eines Fonds (Aktien, Anleihen, Derivate etc.).
(2) Das Portfolio eines Unternehmens beschreibt die Geschäftsfelder und die darin bestehende Marktposition eines Unternehmens (Marktanteil, Wachstum). Das Produktportfolio ist die weitere Verfeinerung des Unternehmensportfolios bis zum einzelnen Produkt (Anteil am Umsatz, Gewinn, Zuwachsraten etc.). Ziel einer Aufstellung der Portfolios eines Unternehmens ist die Ableitung strategischer Vorgaben für die Geschäftsentwicklung.

Public Relations

Abkürzung PR. Information der breiten Öffentlichkeit über die eigene Unternehmung, ihren Markt, die Geschäftsentwicklung usw., um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu erhalten. Siehe Unternehmenskommunikation.

Purchase Price Allocation (PPA)

(engl. für: Kaufpreisaufteilung)

Q

Quartalsbericht

Vierteljährliche Zwischenberichterstattung von Aktiengesellschaften. Die Bayer AG veröffentlicht quartalsweise den Aktionärsbrief.

R

R & D

Abkürzung für Research & Development. (engl. für: Forschung und Entwicklung — F & E/FuE).
Aktivitäten in Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.

Rating

Beurteilung der Kreditwürdigkeit eines Schuldners durch so genannte Rating-Agenturen anhand bestimmter Kriterien wie Verschuldungssituation, Länderrisiko usw. Die Rating-Skalen der international bekanntesten Agenturen Standard & Poor’s und Moody’s reichen von AAA bzw. Aaa (höchste Bonitätsstufe) bis D bzw. C (Schuldner in Zahlungsschwierigkeiten). Für Investoren sind Ratings ein Hilfsmittel zur Beurteilung des Kreditrisikos von festverzinslichen Wertpapieren.

Rendite

Die Rendite misst die Verzinsung des eingesetzten Kapitals in Prozent. Man unterscheidet zum Beispiel zwischen
(1) Dividendenrendite = Verhältnis von Dividende zum Aktienkurs
(2) Umsatzrendite = Verhältnis von Gewinn zum Umsatz.

REX-Performance-Index

Index, der die Entwicklung des deutschen Rentenmarktes wiederspiegelt.
Renten sind festverzinsliche Wertpapiere, zum Beispiel Staatsanleihen, Pfandbriefe oder Industrieobligationen.

Rücklagen

Über das nominelle Haftungskapital hinausgehende zusätzliche Eigenkapitalanteile. Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen Kapitalrücklagen (Kapital fließt der Gesellschaft von außen zu) und Gewinnrücklagen (Rücklagenbildung aus dem erzielten Ergebnis).

Rückstellungen

Rückstellungen sind Verbindlichkeiten, Verluste oder Aufwendungen, deren Höhe oder Zeitpunkt der Fälligkeit ungewiss sind. Durch die Bildung einer Rückstellung sollen die später zu leistenden Ausgaben den Perioden zugerechnet werden, in denen sie entstanden sind. Es gibt Rückstellungen u. a. für Steuern und Pensionen.

S

S&P 500

Der 1957 von Standard & Poor´s Company entwickelte Index umfaßt 500 US-amerikanische Aktien: 400 Industrie-Werte, je 40 Unternehmen der Versorgungsindustrie und Finanzbranche sowie 20 Transportgesellschaften. Im Gegensatz zum Dow Jones Industrial Index ist der S & P 500 nach dem Wert umlaufender Aktien jeder Gesellschaft gewichtet. Daher repräsentieren die 25% größten, im S & P 500 erfaßten Unternehmen 60% des Index.

Sachanlagen

Bezeichnung für die materiellen Vermögensgegenstände eines Unternehmens, z. B. Grundstücke, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung etc.

Safe Harbour

Die U.S.-amerikanischen Wertpapiergesetze sehen für Unternehmen im Rahmen einer Veröffentlichung "zukunftsgerichteter" Informationen und Vorhersagen einen sogenannten "Safe Harbour" vor, der Unternehmen in einigen Fällen vor der Haftung für zukunftsgerichtete Aussagen ausschliesst. Im Allgemeinen löst eine zukunftsbezogene Aussage dann keine Haftung aus, wenn entweder

  • die Angabe erkennbar als zukunftsgerichtete Aussage bezeichnet wird und durch nachhaltig warnende Erklärungen ergänzt wird, durch die wesentliche Faktoren aufgezeigt werden, die eine Abweichung des Vorhergesagten bewirken können; oder
  • der Kläger nicht beweisen kann, dass der Erklärende tatsächlich Kenntnis darüber hatte, dass die zukunftsgerichtete Aussage falsch oder irreführend war.
Satzung

Gesellschaftsvertragliche Grundlage einer Aktiengesellschaft, aus der sich Firma und Sitz, Geschäftszweck, Höhe des Grundkapitals und weitere grundlegende Regelungen (zum Beispiel zu Vorstand und Aufsichtsrat ) ergeben.

SEC

Abkürzung für Securities and Exchange Commission. In den USA Aufsichtsbehörde für das Wertpapiergeschäft.

Shareholder Value

(engl. shareholder = Anteilseigner; value = Wert)
Managementkonzept, das auf die Maximierung des Nutzens für den Anteilseigner zielt. Im Mittelpunkt steht dabei die Steigerung des Unternehmens- bzw. des Aktienwerts.

Sondereinflüsse

Außerordentliche, in der Regel einmalige Aufwendungen oder Erträge.

Squeeze-out

Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre einer Aktiengesellschaft auf den Hauptaktionär gegen Gewährung einer Abfindung. In Deutschland kann ein Hauptaktionär ab einer Beteiligung von 95% die Durchführung eines Squeeze-out verlangen. Im Rahmen der Verschmelzung einer Aktiengesellschaft auf die Mutter-Aktiengesellschaft ist ein Squeeze-out auch schon ab einer Beteiligung von 90% möglich.

Stakeholder Value

Stakeholder Value (engl. stakeholder = jemand, der mit einem Einsatz an einem Spiel beteiligt ist; value = Wert)
Management-Ansatz mit dem Ziel, Wert für all die zu schaffen, die von den Auswirkungen der Unternehmenspolitik betroffen sind. Gemeint sind damit z. B. auch die Beschäftigten und die Gesellschaft. Mit dem Stakeholder-Ansatz wird der Besorgnis Rechnung getragen, dass eine einseitige Ausrichtung des Managements am Wertzuwachs für die Aktionäre die realwirtschaftlichen Erfolgsgrundlagen untergraben könnte. Es geht dabei etwa um die Frage, ob nicht eine langfristig vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Beschäftigten durch eine kurzfristige Orientierung am Börsenkurs gefährdet wird. Die Ziele von Shareholder Value und Stakeholder Value stehen nicht unbedingt im Widerspruch zueinander.

Standard & Poors

Neben Moody´s ist Standard & Poor´s die bekannteste und bedeutenste Rating-Agentur der internationalen Finanzwelt.

Stimmrecht

Recht des Aktionärs, an der Beschlußfassung in der Hauptversammlung (HV) mitzuwirken (in der Regel pro Aktie eine Stimme). Jeder Aktionär kann sein Stimmrecht mittels Vollmacht auf seine Depotbank oder einen anderen HV-Teilnehmer übertragen.

Streubesitz

Prozentualer, nicht in festem Besitz befindlicher Anteil der von einer AG ausgegebenen Aktien. Die Schätzung des Streubesitzes ist stets mit Unwägbarkeiten verbunden.

Syndizierte Kreditfaszilität

Vereinbarung über eine Kreditlinie mit einer Gruppe von Banken meist für umfangreiche Finanzierungen wie Akquisitionen, zur Erweiterung der zur Verfügung stehenden Liquiditätsreserven oder als Sicherung für ausgegebene Schuldverschreibungen. Die Kreditlinie kann flexibel innerhalb der Laufzeit in Teilen oder ganz gezogen werden und auch wieder zurück­geführt werden.

Synergie

(aus dem Griech. für: Mitarbeit, Zusammenarbeit)
Als Synergieeffekt bezeichnet man die positive Wirkung, die sich unter anderem aus dem Zusammenschluss oder der Zusammenarbeit zweier Unternehmen oder Unternehmenseinheiten ergibt.

 

 

 

T

Tranche

Teilbetrag einer Wertpapieremission, wenn diese nicht in einem Zug, sondern in mehreren Teilen zu verschiedenen Terminen und gegebenenfalls unterschiedlichen Zinssätzen oder — bei internationalen Anleihen — verschiedenen Währungen vorgenommen wird.

U

Unterschieds-Brutto-Cashflow (UBCF)

Diese Kennzahl ergibt sich aus der Differenz von Brutto-Cashflow und der Brutto-Cashflow-Hurdle und ist somit der Teil des Brutto-Cashflows, der über die Verzinsungs- und Reproduktionsansprüche hinausgeht. Ist der Unterschieds-Brutto-Cashflow positiv, wurde der Wert des Unternehmens gesteigert.

US-GAAP

Abkürzung für United States Generally Accepted Accounting Principles.
Rechnungslegungsvorschriften in den USA.

V

Venture Capital

Bezeichnung für Eigenkapital, das jungen Unternehmen, die ihr Wachstum nicht aus eigener Kraft finanzieren können, durch eine spezialisierte Gesellschaft (Venture Capital Gesellschaften oder Fonds) zur Verfügung gestellt wird.

Verbindlichkeiten

Umfassen sowohl kurzfristige Verbindlichkeiten (z.B. gegenüber Lieferanten) als auch langfristige Verbindlichkeiten (z.B. Anleihen).

Volatilität

(lat. volatilis = geflügelt)
Maß für die relative Schwankungsbreite von Kursen. Bei starken Kursausschlägen hat eine Aktie eine hohe Volatilität. Für den Anleger bedeutet das ein höheres Anlagerisiko.

Vorstand

Neben Hauptversammlung und Aufsichtsrat eines der drei zentralen Organe der AG. Seine Hauptaufgaben bestehen in der Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft nach außen. Der Vorstand besteht aus einem oder mehreren Mitgliedern, die vom Aufsichtsrat ernannt werden. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorstandsvorsitzenden bestimmen.

W

Währungsrisiko

Bezeichnet das Risiko für Inhaber auf Fremdwährungen lautender Bankguthaben, Forderungen oder Wertpapiere, durch Wechselkursverluste der betreffenden Währung gegenüber der Heimatwährung Vermögenseinbußen zu erleiden.

Wall Street

Siehe NYSE

Wertpapier

Das Wertpapier ist eine Urkunde, die ein Vermögensrecht verbrieft. Börsenfähige Wertpapiere werden auch als Effekten bezeichnet. Ohne das Wertpapier kann das Vermögensrecht nicht geltend gemacht werden. Wertpapiere sind z. B. Aktien, Schuldverschreibungen, Pfandbriefe, Anleihen und Investmentanteile.

WKN

In Deutschland notierte Aktien, Anleihen, Investmentzertifikate und Optionsscheine sind durch eine sechsstellige Wertpapierkennummer (WKN) eindeutig identifizierbar.
Die WKN der Bayer Aktie lautet BAY001.

Working Capital

Unter Working Capital wird die Differenz zwischen kurzfristigem Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten verstanden. Es wird berechnet durch den Abzug der kurzfristigen Verbindlichkeiten vom Umlaufvermögen. Die Veränderung des Working Capital wird in der Finanzierungsrechnung zur Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens herangezogen. Ziel des Working-Capital-Managements ist eine geringere Kapitalbindung durch die Minimierung der „Finanzierungslücke“, die durch den Zeitraum zwischen Geldausgang (= Zahlung der benötigten Rohstoffe) und Geldeingang für das Fertigprodukt entsteht.

X

Xetra®

Abkürzung für Exchange Electronic Trading. Computergestützter Wertpapierhandel.
Über Xetra® werden die 30 DAX-Werte, die 70 MDAX-Werte, ausgesuchte weitere Aktien, Optionsscheine sowie mehrere öffentliche Anleihen gehandelt.
Xetra® hat am 28. November 1997 das bisherige elektronische Handelssystem IBIS abgelöst. Es handelt sich um ein technisch aufwendigeres umfangreicheres System, das zum Beispiel unter anderen zusätzlich die Feststellung von Eröffnungs- und Schlußkursen zuläßt und langfristig einen einheitlichen deutschen Wertpapiermarkt schaffen soll.

Letzte Änderung: 30. Januar 2014 Copyright © Bayer AG