Ausblick und Ziele

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Konjunkturausblick und Marktchancen

Umsatz- und Ergebnisprognose

(veröffentlicht am 28. Februar 2014 im Geschäftsbericht 2013)

Auf der Basis der im Geschäftsbericht 2013 beschriebenen Geschäftsentwicklung ergeben sich unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale die folgenden Prognosen.

Bayer-Konzern

Unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2014 haben wir das durchschnittliche Kursniveau des 4. Quartals 2013, z. B. einen Euro-USD-Kurs von 1,36, zugrunde gelegt. Eine Aufwertung (Abwertung) des Euro um 1 % gegenüber allen Währungen führt auf Jahresbasis zu einem Rückgang (Anstieg) des Umsatzes um etwa 260 Mio € sowie zu einer Verringerung (Steigerung) des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA um ca. 70 Mio €.

Wir planen für 2014 einen währungs- und portfoliobereinigten Umsatzanstieg von etwa 5 %. Unter Berücksichtigung eines erwarteten negativen Währungseffekts gegenüber dem Vorjahr von ca. 2 % ergibt sich ein Konzernumsatz von ca. 41–42 Mrd €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen planen wir im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich zu steigern. Hierin sind erwartete negative Währungseffekte von etwa 450 Mio € bzw. ca. 5 % berücksichtigt. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie (Core EPS, zur ­Berechnungsweise siehe Geschäftsbericht 2013, Kapitel 16.3 „Bereinigtes Ergebnis je Aktie“) wollen wir einen Zuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielen. Hierin sind erwartete Währungseffekte in Höhe von ca. minus 6 % enthalten.

Für das Jahr 2014 planen wir Sonderaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in einer Größenordnung von etwa 200 Mio €.



Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wollen wir im Jahr 2014 auf 3,5 Mrd € steigern. Sachanlageinvestitionen haben wir mit rund 2,1 Mrd € geplant und Investitionen in immaterielle Vermögenswerte mit 0,3 Mrd €. Die planmäßigen Abschreibungen beziffern wir auf etwa 2,6 Mrd €, davon 1,3 Mrd € auf immaterielle Vermögenswerte.

Wir erwarten ein Finanzergebnis von etwa -0,8 Mrd €. Darüber hinaus rechnen wir mit einer Steuerquote von etwa 25 %. Zum Jahresende 2014 gehen wir unter Berücksichtigung der geplanten Akquisition der Algeta ASA, Norwegen, von einer Nettofinanzverschuldung von unter 9 Mrd € aus.

HealthCare

Für HealthCare steht auch in 2014 die erfolgreiche Vermarktung der neueren Pharma-Produkte im Vordergrund. Wir erwarten währungs- und portfoliobereinigte Umsatzzuwächse im mittleren einstelligen Prozentbereich. Unter Berücksichtigung erwarteter negativer Währungseffekte von etwa 2 % ergibt sich ein Umsatz von ca. 19,5 bis 20 Mrd €. Wir rechnen mit einem um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA leicht über dem Niveau des Vorjahres. Hierin sind negative Währungseffekte von ca. 250 Mio € berücksichtigt.

Im Segment Pharma erwarten wir währungs- und portfoliobereinigt eine Umsatzsteigerung im oberen einstelligen Prozentbereich. Wir rechnen gegenüber dem Jahr 2013 mit negativen Währungseffekten von ca. 2 %. Den Umsatz mit unseren neueren Produkten planen wir auf ca. 2,8 Mrd € zu steigern. Für deren weitere erfolgreiche Vermarktung planen wir deutlich höhere Marktinvestitionen. Weiterhin werden wir zur Ausschöpfung des Potenzials unserer Entwicklungspipeline unsere Aktivitäten verstärken. Für Investitionen in Marketing sowie Forschung und Entwicklung planen wir mit zusätzlichen Aufwendungen im Jahr 2014 von insgesamt rund 0,5 Mrd €. Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine Steigerung des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Hierin sind negative Währungseffekte von etwa 150 Mio € berücksichtigt. Wir rechnen mit einer um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA-Marge auf dem Niveau des Vorjahres.

Im Jahr 2016 planen wir mit einer um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA-Marge von mindestens 33 %. Für unsere neueren Produkte rechnen wir nun mit einem Spitzenumsatzpotenzial von mindestens 7,5 Mrd €.

Im Segment Consumer Health rechnen wir mit einem währungs- und portfoliobereinigten Wachstum des Umsatzes im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Wir rechnen gegenüber dem Jahr 2013 mit negativen Währungseffekten von ca. 3 %. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erwarten wir leicht unter Vorjahr. Hierin ist ein negativer Währungseffekt von ca. 100 Mio € enthalten.

CropScience

Für das Jahr 2014 rechnen wir weiterhin mit guten Marktbedingungen für unser CropScience-Geschäft, die jedoch gegenüber dem Vorjahr etwas schwächer ausfallen werden.

Wir planen über dem Markt zu wachsen und eine währungs- und portfoliobereinigte Steigerung des Umsatzes im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich zu erreichen. Wir rechnen gegenüber dem Jahr 2013 mit negativen Währungseffekten von ca. 3 %. Das EBITDA vor Sondereinflüssen planen wir im unteren einstelligen Prozentbereich zu steigern. Hierin ist ein negativer Währungseffekt von etwa 150 Mio € enthalten.

MaterialScience

Für das Jahr 2014 planen wir eine Steigerung des währungs- und portfoliobereinigten Umsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich. Wir rechnen gegenüber dem Jahr 2013 mit negativen Währungseffekten von ca. 2 %. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA planen wir zu steigern. Hierbei berücksichtigt sind negative Währungseffekte von etwa 50 Mio €.

Für das 1. Quartal 2014 rechnen wir gegenüber dem Vorjahresquartal mit einem währungs- und portfoliobereinigt höheren Umsatz und einer deutlichen Steigerung des EBITDA vor Sondereinflüssen.

Überleitung

Für das Jahr 2014 erwarten wir einen währungs- und portfoliobereinigten Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Das EBITDA vor Sondereinflüssen planen wir in einer Größenordnung von -0,2 Mrd €.

Bayer AG

Als Obergesellschaft des Konzerns erhält die Bayer AG Erträge insbesondere von ihren Beteiligungsgesellschaften. Durch die Anbindung der großen operativen Tochtergesellschaften in Deutschland über Gewinnabführungsverträge werden deren Ergebnisse direkt bei der Bayer AG vereinnahmt. Die erwartete positive Geschäftsentwicklung im Konzern wirkt sich auch im Ergebnis der Bayer AG aus. Zudem ist durch eine gezielte innerkonzernliche Dividendenpolitik sichergestellt, dass ausreichend ausschüttungsfähiges Kapital zur Verfügung steht. Aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus erwarten wir ein stabiles Zinsergebnis. Insgesamt gehen wir daher davon aus, bei der Bayer AG einen Bilanzgewinn zu erzielen, der es ermöglicht, unsere Aktionäre auch im kommenden Jahr angemessen am Ergebnis des Konzerns zu beteiligen.

Letzte Änderung: 03. März 2014 Copyright © Bayer AG