Akquisitionen und Desinvestitionen

Nachfolgend finden Sie eine Historie der wesentlichen Akquisitionen und Desinvestitionen im Bayer Konzern in den letzten Jahren.

2015

Akquisitionen im Geschäftsjahr 2015

Der Gesamtbetrag der Kaufpreise der im Jahr 2015 getätigten Akquisitionen sowie Kaufpreisanpassungen und Anpassungen der Kaufpreisaufteilung aus Transaktionen der Vorjahre betrug 8 Mio € (Vorjahr: 13.741 Mio €). Die Kaufpreise der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäfte wurden im Wesentlichen durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Aufgrund der Anpassung von Kaufpreisallokationen sowie sonstiger Anpassungen verringerte sich der Gesamtbetrag der Geschäfts- oder Firmenwerte um 5 Mio € (Vorjahr: Erhöhung um 5.169 Mio €). Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes resultierte im Wesentlichen aus folgenden Transaktionen:

Am 2. März 2015 hat Covestro die Übernahme sämtlicher Anteile der Thermoplast Composite GmbH, Deutschland, erfolgreich abgeschlossen. Die Thermoplast Composite GmbH ist ein technologisch führender Spezialist zur Herstellung von thermoplastischen Faserverbundwerkstoffen. Durch den Zukauf soll das Produktangebot im Bereich der Polycarbonate um Verbundwerkstoffe auf Basis von endlosfaserverstärkten thermoplastischen Materialien für wichtige Industrien erweitert werden. Es wurde ein Kaufpreis in Höhe von 18 Mio € vereinbart. Hierin ist ein variabler Kaufpreis in Höhe von 4 Mio € enthalten. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf Patente sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert.

Am 1. Juli 2015 hat CropScience die Übernahme sämtlicher Anteile der SeedWorks India Pvt. Ltd. mit Sitz in Hyderabad, Indien, abgeschlossen. Das Unternehmen ist auf die Züchtung, Herstellung und Vermarktung von Hybrid-Saatgut für Tomaten, Chili, Okra und Kürbis spezialisiert. Das Unternehmen besitzt Forschungs- und Produktionsstandorte in Bangalore bzw. Hyderabad. Durch den Erwerb von SeedWorks India soll das indische Gemüsesaatgutgeschäft von CropScience weiter gestärkt werden. Es wurde ein Kaufpreis von 80 Mio € vereinbart. Dieser unterliegt den üblichen Kaufpreisanpassungen. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf Patente, Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert.

Im Rahmen der Übernahme des Consumer-Care-Geschäfts von Merck & Co., Inc., Whitehouse Station, New Jersey, USA, wurden am 1. Juli 2015 die Produktionsanlagen am Standort Pointe-Claire, Kanada, übernommen. Es wurde ein Kaufpreis von 67 Mio € vereinbart.

 

Desinvestitionen im Geschäftsjahr 2015

Desinvestitionen und wesentliche Veräußerungsvorgänge des Geschäftsjahres 2015 sowie aus Vorjahren wirkten sich wie folgt aus:

Am 2. März 2015 hat Consumer Health den Verkauf von zwei Veterinärprodukten für Pferde, Legend / Hyonate und Marquis, an Merial Inc., Duluth, Georgia, USA, abgeschlossen. Es wurde ein Kaufpreis von 120 Mio € vereinbart. Die Einmalzahlung wird abgegrenzt und als Umsatz und Ergebnis über vier Jahre für Legend / Hyonate bzw. drei Jahre für Marquis erfasst, da weitere signifikante Leistungsversprechen von Bayer bestehen.

2014

Akquisitionen im Geschäftsjahr 2014

Der Gesamtkaufpreis der im Jahr 2014 getätigten Akquisitionen betrug 13.741 Mio € (Vorjahr: 1.441 Mio €). Die Kaufpreise der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäfte wurden im Wesentlichen durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Insgesamt entstand dabei ein Geschäfts- oder Firmenwert von 5.990 Mio € (Vorjahr: 801 Mio €). Dieser resultierte im Wesentlichen aus folgenden Transaktionen:

Am 6. März 2014 hat CropScience die Übernahme sämtlicher Anteile der Biagro-Gruppe, einem Hersteller und Vermarkter biologischer Saatgutbehandlungsmittel mit Sitz in General Las Heras in der Provinz Buenos Aires, Argentinien, abgeschlossen. Das Unternehmen besitzt Produktionsstätten in Argentinien und Brasilien. Sein Portfolio an etablierten Marken umfasst u. a. biologische Saatgutbehandlungsmittel, Mikroorganismen zur Stärkung des Pflanzenwachstums sowie andere Produkte für die integrierte Schädlingsbekämpfung auf Basis von Bakterien- und Pilzstämmen. Die Akquisition unterstützt CropScience dabei, sein erfolgreiches Geschäft mit Sojabohnensaatgut in Lateinamerika auszubauen. Die Übernahme muss noch vom argentinischen Kartellamt genehmigt werden. Es wurden eine Einmalzahlung und eine Kaufpreisanpassung in Höhe von insgesamt 10 Mio € sowie potenzielle Meilensteinzahlungen vereinbart, die in Höhe von 6 Mio € in der Kaufpreisallokation berücksichtigt wurden. Die Meilensteinzahlungen hängen im Wesentlichen vom Erreichen bestimmter Umsatzziele und Produktzulassungen ab. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf die Technologieplattform und einen Geschäfts- oder Firmenwert. Seit dem Erwerbszeitpunkt wurde ein Umsatz von 6 Mio € erzielt.

Im März 2014 hat Pharma das Übernahmeangebot für die Aktien der Algeta ASA, Oslo, Norwegen, erfolgreich abgeschlossen und 100 % der ausstehenden Aktien erworben. Am 20. Januar 2014 hatte Bayer ein Übernahmeangebot für alle Aktien von Algeta zum Preis von 362 NOK je Aktie in bar veröffentlicht. Bis zum Ende der Annahmefrist des Angebots stimmten Algeta-Aktionäre mit rund 98 % der Anteile dem Angebot zu. Für die restlichen 2 % der Anteile wurde zum 14. März 2014 ebenfalls zum Preis von 362 NOK je Aktie ein Squeeze-out durchgeführt.

Algeta erarbeitet neuartige Krebstherapien, aufbauend auf den eigenen weltweit führenden und geschützten Technologien. Das Unternehmen entwickelt zielgerichtete Krebsmedikamente (Alpha-Pharmazeutika) unter Nutzung der einzigartigen Eigenschaften der Alphateilchen-Strahlung. HealthCare und Algeta unterhalten seit 2009 eine Partnerschaft zur Entwicklung und Vermarktung von Radium-223-Dichlorid, das seit Mai 2013 in den USA unter dem Namen XofigoTM zugelassen ist. Die Übernahme stärkt das Onkologie-Geschäft von Pharma. Der Kaufpreis betrug 1.974 Mio €. Hierin enthalten sind 35 Mio € für die Beilegung der zuvor bestehenden Beziehung zwischen Algeta und Bayer. Der genannte Beilegungsbetrag ist der Betrag, zu dem die zuvor bestehende vertragliche Beziehung aus Sicht des Erwerbers im Vergleich mit den aktuellen Marktbedingungen für ähnliche Partnerschaften vorteilhaft ist. Der Beilegungsbetrag wird als sonstiger betrieblicher Ertrag dargestellt und erhöht gleichzeitig die übertragene Gegenleistung.

Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf einen immateriellen Vermögenswert für die produktbezogene Radium-223-Technologie sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert. Der Geschäfts- oder Firmenwert basiert im Wesentlichen auf Synergien bei Verwaltungsprozessen und Infrastrukturen, u. a. Kosteneinsparungen in den Funktionen Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie allgemeine Verwaltung.

Am 30. September 2014 hat CropScience die Übernahme des Saatgut-Geschäfts des Unternehmens Granar S.A. mit Sitz in Encarnación, Paraguay, abgeschlossen. Granar ist auf die Zucht, Erzeugung und Vermarktung von verbessertem Saatgut vor allem für Soja spezialisiert, das auf die Bedingungen in subtropischen Regionen angepasst ist. Granar ist in Paraguay und Uruguay breit vertreten und die Präsenz in Brasilien wächst. Das Saatgut-Geschäft wird für die Aussaatsaison 2014/15 noch durch Granar auf eigene Rechnung vermarktet. Ab 2015 übernimmt Bayer den Vertrieb. Es wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 15 Mio € einschließlich einem Kaufpreiseinbehalt vereinbart, der über die nächsten sechs Jahre ausbezahlt wird und mit 2 Mio € in der Kaufpreisallokation berücksichtigt wurde.

Am 1. Oktober 2014 hat HealthCare die Übernahme des Consumer-Care-Geschäfts des US-Konzerns Merck & Co., Inc., Whitehouse Station, New Jersey, USA, abgeschlossen. Zu dem erworbenen Geschäft gehören Produkte vorwiegend in den Bereichen Erkrankungen der oberen Atemwege, Dermatologie inklusive Sonnenschutz, Fußgesundheit und Magen-Darm-Erkrankungen. Die wichtigsten Marken sind ClaritinTM (Allergien), CoppertoneTM (Sonnenschutz), MiraLAXTM (Magen-Darm-Erkrankungen), AfrinTM (Erkältung) sowie – in Nord- und Lateinamerika – Dr. Scholl’sTM (Fußgesundheit). Die Produkte ergänzen das bisherige Markensortiment rezeptfreier Medikamente von Bayer.

Durch die Akquisition wird das Geschäft mit rezeptfreien (Over-The-Counter – OTC) Produkten von Bayer in mehreren Therapiegebieten und Regionen deutlich verstärkt. Damit wird Consumer Health weltweit zum zweitgrößten Anbieter in einer stark diversifizierten Branche und besetzt starke globale Positionen in den fünf wichtigsten Segmenten der rezeptfreien Gesundheitsprodukte: Dermatologie, Magen-Darm-Erkrankungen, Erkrankungen der oberen Atemwege (Erkältung/Allergien/Nasennebenhöhlen/Grippe), Nahrungsergänzungsmittel und Schmerztherapie.

Für eine Übergangszeit wird Merck & Co., Inc., in den Ländern, in denen das Geschäft im Rahmen eines Kaufs der Einzelwirtschaftsgüter (Asset Deal) übernommen wurde, die Verkaufsaktivitäten im eigenen Namen weiterführen, bis die Marktzulassungen auf Bayer übertragen wurden oder Bayer das Geschäft als Distributor übernehmen kann. Während dieser Zeit trägt Bayer bereits die wirtschaftlichen Chancen und Risiken und erhält von Merck den erzielten operativen Gewinn. Diese Übergangszeit ist für die Mehrheit der Länder bereits ausgelaufen.

Bei den Gesellschaften, in denen das Geschäft im Rahmen eines Kaufs der Geschäftsanteile (Share Deal) erworben wurde, hat Bayer 100 % der Anteile übernommen.

Für die Akquisition hat Bayer einen vorläufigen Kaufpreis von 11.177 Mio € gezahlt, abzüglich bestimmter Beträge, die bis zum Erhalt der Kartellfreigabe in der Republik Korea sowie der Übertragung weiterer Vermögenswerte zurückgehalten werden. Die vorläufige Kaufpreisverteilung ergibt im Wesentlichen einen Geschäfts- oder Firmenwert von 5.137 Mio € sowie erworbene Marken von 5.362 Mio €. Der Geschäfts- oder Firmenwert basiert im Wesentlichen auf Kostensynergien, insbesondere bei Marketingaufwendungen und Herstellungskosten, sowie Umsatzsynergien aus der erhöhten Vertriebskraft und Nutzung der globalen Infrastruktur. Von dem Geschäfts- oder Firmenwert sind erwartungsgemäß 3.761 Mio € steuerlich abzugsfähig. Seit dem Erwerbszeitpunkt wurde ein Umsatz von 289 Mio € im Segment Consumer Health und 7 Mio € im Segment Pharma erzielt.

Mit der Übernahme ist auch die zwischen Bayer und Merck & Co., Inc., vereinbarte strategische Pharma-Kooperation auf dem Gebiet der Modulation von löslicher Guanylat-Zyklase (sGC) in Kraft getreten. Mit der bereits durch die zuständigen Kartellbehörden freigegebenen weltweiten Entwicklungs- und Vermarktungskooperation will Bayer seine Entwicklungsmöglichkeiten im Geschäftsfeld der Herz-Kreislauf-Therapien stärken. Merck & Co., Inc., leistet in diesem Zusammenhang Zahlungen von bis zu 2,1 Mrd USD an Bayer. Diese bestehen aus einer Vorauszahlung von 1 Mrd USD (793 Mio €) sowie umsatzabhängigen Meilensteinzahlungen von bis zu 1,1 Mrd USD für künftige gemeinsame Aktivitäten bei bestimmten Wirkstoffen, einschließlich des Lungenhochdruckmittels AdempasTM (Riociguat). Die Einmalzahlung in Höhe von 793 Mio € wird als Umsatz und Ergebnis über 13,5 Jahre erfasst. Auf das 4. Quartal 2014 entfielen davon 15 Mio €.

Am 1. November 2014 hat Consumer Health alle Aktien der Dihon Pharmaceutical Group Co. Ltd. in Kunming, Yunnan, China, übernommen. Dihon ist ein pharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Herstellung und Vermarktung von OTC-Präparaten sowie Präparaten auf pflanzlicher Basis als Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin spezialisiert hat. Es wurde ein vorläufiger Kaufpreis von 401 Mio € gezahlt. Der vorläufige Kaufpreis basiert auf einem Kaufpreisanpassungsmechanismus. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf erworbene Marken sowie auf einen Geschäfts- oder Firmenwert. Seit dem Erwerbszeitpunkt wurde ein Umsatz von 3 Mio € erzielt.

Am 1. Dezember 2014 hat CropScience die Akquisition von Landmanagement-Vermögenswerten in den USA, Kanada, Mexiko, Australien und Neuseeland von E. I. DuPont de Nemours and Company, USA, abgeschlossen. Durch die Akquisition erhält CropScience Zugang zu den wachsenden Geschäftssegmenten Forstwirtschaft und Weideflächen in Nordamerika. Für die Akquisition hat Bayer einen vorläufigen Kaufpreis von 120 Mio € gezahlt. Darüber hinaus wurde eine potenzielle Meilensteinzahlung für eine erfolgreiche Zulassung vereinbart, die in Höhe von 18 Mio € in der Kaufpreisallokation berücksichtigt wurde. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf immaterielle Vermögenswerte für produktbezogene Technologien sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert.

Im Berichtsjahr trugen die oben genannten erworbenen Geschäfte in Höhe von 305 Mio € (davon Merck & Co., Inc., 296 Mio €, Dihon 3 Mio €) zum Umsatz des Bayer-Konzerns bei. Diese Portfolioänderungen führten zu einem operativen Ergebnis (EBIT) von -132 Mio € (davon Merck & Co., Inc., -57 Mio €, Algeta -52 Mio €, Dihon -22 Mio €) im Geschäftsjahr 2014. Das seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschaftete Ergebnis der erworbenen Geschäfte nach Steuern betrug -194 Mio € (davon Merck & Co., Inc., -108 Mio €, Algeta -64 Mio €, Dihon -20 Mio €). Hierin enthalten sind die seit dem Zeitpunkt der Akquisition angefallenen Finanzierungskosten.

 

Desinvestitionen im Geschäftsjahr 2014

Am 29. August 2014 hat Consumer Health den Verkauf des Interventional-Geschäfts an Boston Scientific Corporation, Natick, Massachusetts (USA), abgeschlossen. Der Verkauf umfasst das Thrombektomiesystem AngioJetTM und das Atherektomiesystem JetstreamTM sowie den FetchTM2-Absaugkatheter, der in der Kardiologie, Radiologie und Gefäßbehandlung eingesetzt wird. Der Gesamtpreis der Transaktion einschließlich der Gebühren für Übergangsleistungen an Boston Scientific und vor Working-Capital-Anpassungen betrug 315 Mio €. Vor Berücksichtigung der Übergangsleistungen wurde ein Gewinn in Höhe von 80 Mio € in den Sondereinflüssen sowie ein passivischer Abgrenzungsposten in Höhe von 2 Mio € ausgewiesen.

Am 1. Oktober 2014 ist die zwischen Bayer und Merck & Co., Inc., vereinbarte strategische Pharma-Kooperation auf dem Gebiet der Modulation von löslicher Guanylat-Zyklase (sGC) in Kraft getreten. Pharma und Merck & Co., Inc., übernehmen gemeinsam die Kontrolle über das Geschäft mit sGC-Modulatoren. Die Kooperation sieht eine hälftige Aufteilung der zukünftigen Netto-Cashflows zwischen Bayer und Merck & Co., Inc., vor. Von dem auf das Pharmasegment allokierten Geschäfts- oder Firmenwert wurden zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Kooperation 173 Mio € erfolgswirksam ausgebucht.

2013

Akquisitionen im Geschäftsjahr 2013

Die Erwerbskosten der im Jahr 2013 getätigten Akquisitionen betrugen 1.440 Mio € (Vorjahr: 502 Mio €). Die Kaufpreise der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäfte wurden im Wesentlichen durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Insgesamt entstand dabei ein Geschäfts- oder Firmenwert von 801 Mio € (Vorjahr: 190 Mio €). Dieser resultierte im Wesentlichen aus folgenden Transaktionen:

Am 2. Januar 2013 hat HealthCare in den USA Teva Animal Health Inc. mit Sitz in St. Joseph, USA, vollständig übernommen. Mit der Akquisition verstärkt HealthCare sein Produktangebot im Bereich Antiinfektiva-Lösungen für das Nutztier-Geschäft und erweitert sein bestehendes Produktportfolio um Fortpflanzungshormone. Zusätzlich baut das Unternehmen sein Portfolio durch dermatologische Produkte im Bereich Haustiere, Wellness-Produkte für Tiere sowie Nutrazeutika aus. Es wurden eine Einmalzahlung in Höhe von 38 Mio € sowie potenzielle Meilensteinzahlungen vereinbart, die in Höhe von 45 Mio € in der Kaufpreisallokation berücksichtigt wurden. Die Meilensteinzahlungen hängen im Wesentlichen vom Erreichen verschiedener Umsatzziele ab. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf Produktmarken. Seit dem Erwerbszeitpunkt wurde ein Umsatz von 11 Mio € erzielt.

Am 18. Januar 2013 erwarb CropScience sämtliche Anteile der PROPHYTA Biologischer Pflanzenschutz GmbH, eines führenden Anbieters biologischer Pflanzenschutzmittel mit Sitz in Malchow in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland. Neben Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen umfasst die Übernahme auch hochmoderne Produktionsstätten und Formulierungsanlagen in Wismar. Es wurde ein Kaufpreis in Höhe von 25 Mio € vereinbart. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf Technologien, Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert. Darüber hinaus wurden zwei in Verbindung stehende Vertriebsrechte in Höhe von 5 Mio € erworben. Seit dem Erwerbszeitpunkt wurde ein Umsatz von 4 Mio € erzielt.

Am 15. März 2013 hat CropScience die vollständige Übernahme von Wehrtec Tecnologia Agricola Ltda., einem Hersteller von Sojasaatgut, und dem Soja-Geschäft von Agricola Wehrmann Ltda. abgeschlossen, beide mit Sitz im brasilianischen Cristalina im Bundesstaat Goiás. Die Übernahme stärkt die Forschung und Entwicklung von CropScience im Bereich Soja und hilft dem Unternehmen, Sorten zu entwickeln, die auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Sojaanbauer in Brasilien abgestimmt sind. Es wurden ein Kaufpreis von 34 Mio € sowie potenzielle Meilensteine in Höhe von bis zu 11 Mio € vereinbart. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf handelsfähige Zuchtpflanzen, Zuchtmaterial und einen Geschäfts- oder Firmenwert. Seit dem Erwerbszeitpunkt wurde ein Umsatz von 16 Mio € erzielt.

Im Juni 2013 hat HealthCare das Übernahmeangebot für die Aktien der Conceptus, Inc., mit aktuellem Sitz im kalifornischen Milpitas, USA, erfolgreich abgeschlossen und 100 % der ausstehenden Aktien erworben. Conceptus, Inc. hat das Essure™-Verfahren, die einzige Methode zur dauerhaften Empfängnisverhütung ohne operativen Eingriff, entwickelt und vermarktet dieses in den USA sowie in weiteren Ländern. Nach Abschluss der Akquisition kann Bayer eine noch breitere Auswahl kurz- und langwirksamer sowie dauerhafter Verhütungsmethoden anbieten. Es wurde ein Kaufpreis in Höhe von 780 Mio € gezahlt. Der Kaufpreis entfällt im Wesentlichen auf Technologie und Markenrechte. Der nach der Kaufpreisallokation verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert ist verschiedenen Faktoren zuzurechnen. Hierzu zählen neben generellen Synergien der Verwaltungsprozesse und Infrastrukturen u. a. bedeutende Kosteneinsparungen in den Funktionen Marketing und Vertrieb. Seit dem Erwerbszeitpunkt wurde ein Umsatz von 74 Mio € erzielt.

Im April 2013 hat das Landgericht Berlin im Spruchverfahren mit ehemaligen Minderheitsaktionären der Bayer Pharma AG (ehemals Bayer Schering Pharma AG) über die Angemessenheit von Kompensationszahlungen im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von 2006 entschieden, dass die von Bayer seinerzeit geleisteten Zahlungen um etwa 40 % zu erhöhen seien. Bayer hält die Entscheidung für falsch und hat Rechtsmittel eingelegt. Die mögliche Nachzahlung stellt eine nachträgliche Kaufpreisanpassung gemäß IFRS 3 in der Fassung vom 31. März 2004 dar, der bedingt durch den Erwerbstermin anzuwenden ist. Exklusive Zinsen wurde für dieses und das parallele Spruchverfahren nach dem Squeeze-out der Minderheitsaktionäre ein zusätzlicher Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 261 Mio € aktiviert.

Am 1. Juli 2013 übernahm HealthCare die Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH mit Sitz in Darmstadt, Deutschland, vollständig. Steigerwald hat eine starke Stellung im deutschen Phytopharmakamarkt, der sich auf apothekenpflichtige Arzneimittel auf pflanzlicher Basis konzentriert. Das Produktportfolio umfasst unter anderem die Marken Iberogast™ zur Behandlung von funktio­nellen Magen-Darm-Erkrankungen sowie Laif™ zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen. Es wurde ein Kaufpreis in Höhe von 218 Mio € vereinbart. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf Produktmarken und Technologien sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert. Seit dem Erwerbszeitpunkt wurde ein Umsatz von 33 Mio € erzielt.

Am 2. Dezember 2013 übernahm CropScience das Start-up-Unternehmen FN Semillas S.A. und seine Muttergesellschaft Holding Manager S.A., beide mit Sitz in Buenos Aires, Argentinien. Die erforderlichen behördlichen Genehmigungen stehen noch aus. Das Unternehmen ist auf die Züchtung, Herstellung und Vermarktung von verbessertem Soja-Saatgut in Argentinien spezialisiert. Es wurde ein Kaufpreis in Höhe von 25 Mio € vereinbart, der im Wesentlichen auf handelsfähige Zuchtpflanzen und Zuchtmaterial sowie auf einen Geschäfts- oder Firmenwert entfiel. 

Im Berichtsjahr trugen die oben genannten erworbenen Geschäfte in Höhe von 138 Mio € (davon Conceptus: 74 Mio €) zum Umsatz des Bayer-Konzerns bei. Diese Portfolioänderungen führten zu einem operativen Ergebnis (EBIT) von -69 Mio € (davon Conceptus: -26 Mio €) im Geschäftsjahr 2013. Das seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschaftete Ergebnis der erworbenen Geschäfte nach Steuern betrug -57 Mio € (davon Conceptus: -25 Mio €). Hierin enthalten sind die seit dem Zeitpunkt der Akquisition angefallenen Finanzierungskosten.

Desinvestitionen im Geschäftsjahr 2013

Am 1. Juni 2013 hat MaterialScience sein globales Polyester-Pulverharz-Geschäft sowie das in den USA angesiedelte Geschäft mit flüssigen Polyesterharzen an die Stepan Company in Northfield, USA, verkauft. Es wurde ein Kaufpreis von 45 Mio € vereinbart. Der erzielte Gewinn aus der Veräußerung in Höhe von 42 Mio € wurde in den Sondereinflüssen ausgewiesen.

Aus der im Mai 2009 vollzogenen Übertragung des hämatologischen Onkologieportfolios auf Genzyme Corp., USA, erhielt der Bayer-Konzern weitere umsatzabhängige Zahlungen in Höhe von 25 Mio €.

2012

Wesentliche Akquisitionen und sonstige Erwerbe im Jahr 2012

Die Erwerbskosten der im Jahr 2012 getätigten Akquisitionen betrugen 502 Mio €. Die Kaufpreise der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäfte wurden im Wesentlichen durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Insgesamt entstand dabei ein Geschäfts- oder Firmenwert von 190 Mio €. Dieser resultierte im Wesentlichen aus folgenden Transaktionen:

Am 31. März 2012 wurden die restlichen Anteile in Höhe von 50 % am Systemhaus-Joint-Venture Baulé S.A.S., Frankreich, erworben. Das Joint Venture wurde 2008 von MaterialScience und der Michel Baulé S.A. gegründet, die später in EXIMIUM S.A.S. umfirmierte. Baulé S.A.S. ist ein weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Entwicklung, Formulierung und Verarbeitung von Polyurethan-Gießelastomeren. Der Kaufpreis in Höhe von 50 Mio € entfiel im Wesentlichen auf Kundenbeziehungen und einen Geschäfts- oder Firmenwert.

Am 2. Juli 2012 übernahm CropScience das Wassermelonen- und Melonensaatgutgeschäft des US-Unternehmens Abbott & Cobb Inc. mit Sitz in Feasterville, Pennsylvania. Abbott & Cobb hat eine starke Position auf dem US-Markt für Wassermelonen und wachsenden Erfolg in Mexiko, Australien und Asien. Durch die Übernahme baut CropScience seine Präsenz in dem Markt für Wassermelonen und Melonen deutlich aus. Zusätzlich wird durch das Melonen-Geschäft und das Zuchtmaterial das bestehende Portfolio erweitert und die Basis für neue Hybriden geschaffen. Es wurde ein Nettokaufpreis in Höhe von 43 Mio € vereinbart, der im Wesentlichen auf Zuchtmaterial, Kundenbeziehungen und einen Geschäfts- oder Firmenwert entfällt.

Am 3. Juli 2012 unterzeichnete CropScience einen Vertrag über den Erwerb des US-Agro-Unternehmens AgraQuest, Inc. mit Sitz im kalifornischen Davis. AgraQuest, Inc. ist ein weltweit tätiger Anbieter von innovativen Lösungen für den biologischen Pflanzenschutz auf Basis natürlicher Mikroorganismen. AgraQuest, Inc. hat sich auf die Erforschung, Herstellung und Vermarktung von hochwirksamen Produkten für die biologische Schädlings- und Krankheitsbekämpfung zur Sicherung und Erhöhung der landwirtschaftlichen Erträge spezialisiert. Die Akquisition ermöglicht CropScience den Aufbau einer führenden Technologieplattform für biologische Produkte und die weitere Stärkung des strategisch wichtigen Obst- und Gemüsegeschäfts. Es wurde ein Kaufpreis von 375 Mio € vereinbart, der im Wesentlichen auf die Technologieplattform und einen Geschäfts- oder Firmenwert entfällt. Der Kaufpreis setzt sich aus einer Einmalzahlung sowie potenziellen Meilensteinzahlungen in Höhe eines beizulegenden Zeitwerts von 31 Mio € zusammen. Die Genehmigung der Übernahme durch die zuständigen Behörden wurde erteilt, sodass die Übernahme am 15. August 2012 abgeschlossen wurde.

Im Berichtsjahr trugen die oben genannten erworbenen Geschäfte in Höhe von 42 Mio € zum Umsatz des Bayer-Konzerns bei. Diese Portfolioänderungen hatten keinen wesentlichen Effekt auf das EBIT im Geschäftsjahr 2012. Das seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschaftete Ergebnis der erworbenen Geschäfte nach Steuern betrug -2 Mio €. Hierin enthalten sind die seit dem Zeitpunkt der Akquisition angefallenen Finanzierungskosten.

 

Desinvestitionen und nicht fortzuführendes Geschäft im Jahr 2012

Desinvestitionen des Geschäftsjahres 2012 sowie aus Vorjahren wirkten sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt aus:

Am 15. April 2012 wurde der Vertrag über den Verkauf aller PET-Tracersubstanzen an Piramal Imaging SA., Schweiz, unterzeichnet. Dazu gehört auch der PET-Tracer Florbetaben, der sich derzeit in der Entwicklung zum Nachweis von Alzheimer-Erkrankungen, der häufigsten Demenz-Form, befindet. Es wurden umsatzabhängige Meilenstein- und Lizenzzahlungen vereinbart.

Die im März 2009 bekannt gegebene Vereinbarung mit Genzyme Corp., USA, umfasste die im Mai 2009 vollzogene Übertragung des hämatologischen Onkologieportfolios auf Genzyme. Zusätzlich wurde die Übertragung des Produktionsstandorts für Leukine™ nach erfolgreicher Abnahme durch die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) vereinbart. Diese Abnahme erfolgte im März 2012. Am 29. Mai 2012 wurde der Vertrag über den Verkauf des Produktionsstandortes inklusive Vorräte unterzeichnet. Es wurde ein Kaufpreis in Höhe von 71 Mio € vereinbart.

Aus der oben genannten Übertragung des hämatologischen Onkologieportfolios auf Genzyme Corp., USA, erhielten wir im Geschäftsjahr 2012 umsatzabhängige Zahlungen in Höhe von 99 Mio €.

2011

Wesentliche Akquisitionen und sonstige Erwerbe im Jahr 2011

Die Erwerbskosten der im Jahr 2011 getätigten Akquisitionen betrugen 227 Mio € (Vorjahr: 43 Mio €). Die Kaufpreise der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäfte wurden im Wesentlichen durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Insgesamt entstand dabei ein Geschäfts- oder Firmenwert von 103 Mio € (Vorjahr: 12 Mio €). Dieser resultierte im Wesentlichen aus folgenden Transaktionen:

Am 7. Januar 2011 erwarb HealthCare das Tiergesundheitsunternehmen Bomac mit Sitz in Neuseeland. Die Unternehmensgruppe verfügt über ein breites Arzneimittelangebot für den Nutztiersektor. Der Nettokaufpreis in Höhe von 73 Mio € entfiel im Wesentlichen auf Kundenbeziehungen und einen Geschäfts- oder Firmenwert. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte Bomac einen Umsatz in Höhe von 33 Mio €.

Am 1. April 2011 erwarb CropScience das Saatgutunternehmen Hornbeck Seed Company, Inc., USA. Hornbeck bietet in den Südstaaten der USA Sojabohnen-, Reis- und Weizensorten an und verfügt über ein eigenes Zuchtprogramm für Sojabohnen sowie ein eigenes Keimplasma. Es wurde ein Nettokaufpreis in Höhe von 30 Mio € gezahlt, der im Wesentlichen auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte und einen Geschäfts- oder Firmenwert entfiel. Seit dem Erwerbszeitpunkt erzielte Hornbeck einen Umsatz in Höhe von 7 Mio €.

Am 31. August 2011 erwarb HealthCare über ihre Tochtergesellschaft MEDRAD, Inc. das Unternehmen Pathway Medical Technologies, Inc., USA. Pathway Medical Technologies ist ein Hersteller von Produkten zur mechanischen Entfernung von Ablagerungen in der Arterie. Der Nettokaufpreis in Höhe von 88 Mio € entfiel im Wesentlichen auf Patente und einen Geschäfts- oder Firmenwert. Seit dem Erwerbszeitpunkt erzielte Pathway Medical Technologies einen Umsatz in Höhe von 6 Mio €.

Am 6. Oktober 2011 erwarb CropScience das Raps-Saatgutgeschäft des mittelständischen Saatgut-Unternehmens Raps GbR, Deutschland. Dazu zählen vor allem Raps-Sorten, die bereits vermarktet werden, sowie das Zuchtmaterial des Unternehmens. Der Nettokaufpreis in Höhe von 26 Mio € entfiel überwiegend auf patentierte Technologien und einen Geschäfts- oder Firmenwert. Seit dem Erwerbszeitpunkt erzielte das Unternehmen keinen Umsatz.

Die Kaufpreisallokationen für Pathway Medical Technologies, Inc. und die Raps GbR sind derzeit noch nicht abgeschlossen. Änderungen in der Zuordnung des Kaufpreises auf die einzelnen Vermögenswerte können sich daher noch ergeben.

Im Zuge des Erwerbs der Athenix Corp., USA, im November 2009 wurden Meilensteinzahlungen vereinbart, die im Geschäftsjahr zu einer Auszahlung in Höhe von 27 Mio € führten.

Im Berichtsjahr trugen die oben genannten erworbenen Geschäfte in Höhe von 46 Mio € zum Umsatz des Bayer-Konzerns bei. Diese Portfolioänderungen führten zu einem operativen Ergebnis (EBIT) von -16 Mio € im Geschäftsjahr 2011. Das seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschaftete Ergebnis der erworbenen Geschäfte nach Steuern betrug -13 Mio €. Hierin enthalten sind die seit dem Zeitpunkt der Akquisition angefallenen Finanzierungskosten.

 

Desinvestitionen und nicht fortzuführendes Geschäft im Jahr 2011

Desinvestitionen des Geschäftsjahres 2011 sowie aus Vorjahren wirkten sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt aus:

Ende Oktober 2011 wurde der Vertrag zum Verkauf der Viverso GmbH an die Nuplex Industries Ltd., Neuseeland, unterzeichnet. Der Vertragspartner ist ein führender Hersteller von Polymerharzen mit Sitz in Neuseeland und Australien. Damit trennt sich Bayer von dem Geschäft mit bestimmten konventionellen Lackharzen. Zum Umfang der Transaktion gehören neben der Viverso GmbH einschließlich ihrer Anlagen und Anlagegüter auch ausgewählte Produktgruppen sowie Marken. Als Verkaufspreis ergab sich ein Betrag in Höhe von 69 Mio €. Bis Ende 2011 erfolgte eine Zahlung in Höhe von 65 Mio €, sodass in Höhe der Restzahlung eine Forderung in der Bilanz ausgewiesen wird.

Im Dezember 2011 wurde eine Reihe von Verträgen zwischen der Nomad BioScience GmbH, München und der Bayer Innovation GmbH geschlossen. Die Verträge umfassen unter anderem den Verkauf der Icon Genetics GmbH. Icon Genetics erforscht innovative Methoden zur Erzeugung und Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen zur Herstellung therapeutisch wirksamer Substanzen. Als Gegenleistung erhält Bayer bei erfolgreicher Weiterentwicklung zukünftige umsatzabhängige Lizenzzahlungen für Nomad-Produkte, die mithilfe der patentierten magnICON™-Technologie hergestellt werden. Im Vorfeld wurde der niedrigere Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Es wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 38 Mio € vorgenommen. Der Verlust aus der Veräußerung der Icon Genetics GmbH belief sich auf 1 Mio €. Die Übertragung der Vermögenswerte und Schulden erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31. Dezember 2011.

Aus der im Mai 2009 vollzogenen Übertragung des hämatologischen Onkologieportfolios auf Genzyme Corp., USA, haben wir im Geschäftsjahr weitere umsatzabhängige Zahlungen in Höhe von 108 Mio € erhalten.

2010

Wesentliche Akquisitionen und sonstige Erwerbe im Jahr 2010

Die Erwerbskosten der im Jahr 2010 getätigten Akquisitionen betrugen 43 Mio € (Vorjahr: 404 Mio €). Die Kaufpreise der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäfte wurden im Wesentlichen durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Insgesamt entstand dabei ein Geschäfts- oder Firmenwert von 12 Mio € (Vorjahr: 177 Mio €). Dieser resultierte im Wesentlichen aus folgenden Transaktionen:

Am 09. März 2010 wurde die im kalifornischen Sunnyvale ansässige Artificial Muscle, Inc., USA, erworben. Artificial Muscle, Inc. ist ein Technologieführer auf dem Gebiet der elektroaktiven Polymere für die Consumer-Elektronik-Industrie. Der Kaufpreis in Höhe von 21 Mio € entfiel im Wesentlichen auf patentierte Technologien und einen Geschäfts- oder Firmenwert.

Am 30. November 2010 wurde der restliche 50 %-Anteil der BayOne Urethane Systems LLC erworben. Die BayOne war bisher ein Marketing Joint-Venture zwischen Bayer MaterialScience LLC und PolyOne Corp. mit Hauptsitz in St. Louis, Missouri, USA, das sich auf die benutzerdefinierte Formulierung von Polyurethan-Schaumstoffen und Elastomeren konzentriert. Der Kaufpreis in Höhe von 15 Mio € entfiel im Wesentlichen auf Kundenbeziehungen, die unter den sonstigen Rechten ausgewiesen werden, sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert. Durch Neubewertung der bereits gehaltenen Eigenkapitalanteile in Höhe von 50 % zum beizulegenden Zeitwert wurde ein Ertrag in Höhe von 12 Mio € erzielt, welcher in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde. Die Neubewertung verteilte sich auf sonstige Rechte (6 Mio €), Produktionsrechte (2 Mio €) sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert (4 Mio €). Der beizulegende Zeitwert des bereits gehaltenen Anteils betrug zum Akquisitionszeitpunkt 14 Mio €. Die Kaufpreisallokation ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Änderungen in der Zuordnung des Kaufpreises auf die einzelnen Vermögenswerte können sich daher noch ergeben.

Desinvestitionen und nicht fortzuführendes Geschäft im Jahr 2010

Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine Desinvestitionen getätigt.

2009

Wesentliche Akquisitionen und sonstige Erwerbe im Jahr 2009

Die Erwerbskosten der im Jahr 2009 getätigten Akquisitionen betrugen 404 MIO € (Vorjahr: 932 MIO €). Die Kaufpreise der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäfte wurden im Wesentlichen durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Insgesamt entstand dabei ein Geschäfts- oder Firmenwert von 177 MIO € (Vorjahr: 380 MIO €). Dieser resultiert im Wesentlichen aus folgenden Transaktionen:

Am 25. Juni 2009 haben wir den restlichen 10 %-Anteil der Bayer Polymers (Shanghai) Co. Ltd., China, für 24 MIO € erworben. Die Differenz zwischen dem Buchwert der übernommenen Anteile anderer Gesellschafter und dem Kaufpreis wurde als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst.

Am 1. Oktober 2009 haben wir zwei Produktlinien aus dem Bereich Dermatologie von der US-amerikanischen SkinMedica, Inc. mit Sitz in Carlsbad, USA, für 43 MIO € erworben. Die verschreibungspflichtigen Arzneimittel Desonate® und NeoBenz® Micro werden in den USA vermarktet. Die Differenz zwischen dem Buchwert des übernommenen Vermögens und dem Kaufpreis entfällt im Wesentlichen auf Produktionsrechte und Marken der genannten Produktlinien in Höhe von 37 MIO € sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert von 5 MIO €.

Am 2. November 2009 haben wir die Athenix Corp., USA, ein nicht börsennotiertes Biotech-Unternehmen mit Sitz im Research Triangle Park, USA, für 286 MIO € erworben. In dem Kaufpreis sind zukünftige Meilensteinzahlungen von ca. 24 MIO € enthalten, die bei Erreichung bestimmter Entwicklungsziele anfallen werden. Athenix hat eine umfangreiche Entwicklungs-Plattform von Pflanzeneigenschaften (Traits) aus den Bereichen Herbizidtoleranz und Insektenresistenz vor allem für Mais und Sojabohnen. Die Differenz zwischen dem Buchwert des übernommenen Vermögens und dem Kaufpreis entfällt im Wesentlichen auf Entwicklungstechnologien in Höhe von 217 MIO €, die als sonstige Rechte ausgewiesen sind, latente Steuern von 69 MIO € sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert von 132 MIO €. Der Geschäfts- oder Firmenwert lässt sich insbesondere den erwarteten Synergien aus der Erweiterung der Möglichkeiten, Landwirten weltweit neue Technologien und komplette Agrarlösungen von der Aussaat bis zur Ernte zur Verfügung zu stellen, zurechnen. Die Kaufpreis-Allokation ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Änderungen in der Zuordnung des Kaufpreises auf die einzelnen Vermögenswerte können sich daher noch ergeben.

Desinvestitionen und nicht fortzuführendes Geschäft im Jahr 2009

Im Geschäftsjahr 2009 wurden u. a. durch die folgenden Desinvestitionen insgesamt 454 MIO € erlöst.

Ende Mai 2009 wurde die am 31. März 2009 bekannt gegebene strategische Allianz mit Genzyme Corp., USA, umgesetzt. Entsprechend der Vereinbarung haben wir die Produkte des hämatologischen Onkologieportfolios Campath®/MabCampath®, Fludara® und Leukine® auf Genzyme übertragen. Die veräußerten Vermögenswerte wurden seit dem ersten Quartal 2009 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte ausgewiesen und beinhalten einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 92 MIO €, Patente von 150 MIO €, sonstige immaterielle Vermögenswerte von 25 MIO € und Vorräte in Höhe von 30 MIO €. Die mit Genzyme bestehende Entwicklungskooperation für den Wirkstoff Alemtuzumab gegen Multiple Sklerose setzen wir fort. Bis Ende 2009 erfolgte eine Zahlung in Höhe von 55 MIO €. Der Barwert der zukünftig erwarteten, vom Umsatz abhängigen Zahlungen beläuft sich auf 363 MIO €.

Im Mai 2009 haben wir den ausstehenden 49 %-Anteil der spanischen Berlimed, S.A. von der Juste S.A. Quimica Farmacéutica (Juste) erworben und im Gegenzug unseren 51 %-Anteil an der spanischen Justesa Imagen, S.A. für 16 MIO € an Juste verkauft. Bis Ende 2009 erfolgte eine Zahlung in Höhe von 3 MIO €, sodass in Höhe der Restzahlung eine Forderung in der Bilanz ausgewiesen wird.

Darüber hinaus haben wir im Mai 2009 das Thermoplastics Testing Center, Krefeld, an Underwriters Laboratories, Inc., USA, für 18 MIO € verkauft.

2008

Wesentliche Akquisitionen und sonstige Erwerbe im Jahr 2008

Die Erwerbskosten der im Jahr 2008 getätigten Akquisitionen betrugen 932 MIO € (Vorjahr: 482 MIO €). Die Kaufpreise der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäfte wurden im Wesentlichen durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Insgesamt entstand dabei ein Geschäfts- oder Firmenwert von 380 MIO € (Vorjahr: 210 MIO €). Dieser resultiert im Wesentlichen aus folgenden Transaktionen:

Das Bayer-Tochterunternehmen Medrad Inc. hat im März 2008 über seine Tochtergesellschaft Phoenix Acquisition Corp. die ausstehenden Aktien an Possis Medical Inc. für 227 MIO € erworben. Aufgrund der Verschmelzung von Phoenix Acquisition Corp. und Possis Medical Inc. ist letztere eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Medrad geworden. Die Differenz zwischen dem übernommenen Vermögen und dem Kaufpreis entfällt im Wesentlichen auf patentierte Technologien, Marken und Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Höhe von 99 MIO €, latente Steuern von 40 MIO € sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert von 125 MIO €.

Anfang Juni 2008 wurde die Akquisition des Geschäfts mit verschreibungsfreien Arzneimitteln (OTC) von der US-amerikanischen Sagmel Inc. für 265 MIO € erfolgreich abgeschlossen. Das OTC-Geschäft von Sagmel Inc. ist nun Bestandteil von Bayer HealthCare in Russland, in der Ukraine und in Kasachstan, in den baltischen sowie in mehreren kaukasischen und zentralasiatischen Ländern. Die Differenz zwischen dem übernommenen Vermögen und dem Kaufpreis entfällt im Wesentlichen auf Marken in Höhe von 161 Mio € und einen Geschäfts- oder Firmenwert von 70 MIO €.

Im Juli 2008 wurde das Geschäft mit verschreibungsfreien Arzneimitteln gegen Erkältungskrankheiten der chinesischen Topsun Science and Technology Qidong Gaitianli Pharmaceutical Co. Ltd. für 109 MIO € übernommen. Die Differenz zwischen dem übernommenen Vermögen und dem Kaufpreis entfällt im Wesentlichen auf Marken in Höhe von 50 MIO € und einen Geschäfts- oder Firmenwert von 48 MIO €.

Ende September 2008 haben wir die auf Protein-Engineering spezialisierte Direvo Biotech AG, Köln, für 185 MIO € erworben. Die Differenz zwischen dem übernommenen Vermögen und dem Kaufpreis entfällt im Wesentlichen auf patentierte Forschungs- und Entwicklungstechnologien in Höhe von 150 MIO €, latente Steuern von 45 MIO € sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert von 106 MIO €.

Mit der Eintragung des Squeeze-outs der verbliebenen Minderheitsaktionäre der Bayer Schering Pharma AG in das Handelsregister am 25. September 2008 sind kraft Gesetzes alle Aktien der Minderheitsaktionäre der Bayer Schering Pharma AG auf die Bayer Schering GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Bayer AG, übergegangen. Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung der Bayer Schering Pharma AG vom 17. Januar 2007 erhielten die verbliebenen Minderheitsaktionäre für ihre Aktien eine Barabfindung von 98,98 € je Aktie. Die hierzu erforderlichen, auf Sonderkonten hinterlegten 695 MIO € wurden Anfang Oktober 2008 an die Aktionäre ausgezahlt.

Desinvestitionen und nicht fortzuführendes Geschäft im Jahr 2008

Sowohl die Diagnostika-Aktivitäten als auch H.C. Starck und Wolff Walsrode wurden 2007 als nicht fortzuführendes Geschäft ausgewiesen. Im Zusammenhang mit dem Verkauf des Diagnostika-Geschäfts stehende Steuerzahlungen sowie eine nachträgliche Kaufpreiszahlung sind entsprechend auch in 2008 im nicht fortzuführenden Geschäft berücksichtigt.

2007

Wesentliche Akquisitionen und sonstige Erwerbe im Jahr 2007

Die Erwerbskosten der im Jahr 2007 getätigten Akquisitionen betrugen 482 Mio €. Die Kaufpreise der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäfte wurden durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Insgesamt entstand dabei ein Geschäfts- oder Firmenwert von 210 Mio €. 

Im Juni 2006 wurde die Mehrheit der Aktien an der Bayer Schering Pharma AG ­(vormals Schering AG) von der zum Bayer-Konzern gehörenden Bayer Schering GmbH übernommen und ab dem 23. Juni 2006 im Bayer-Konzern voll konsolidiert. Zum 31. Dezember 2007 betrug der Anteil der Bayer Schering GmbH an der Bayer Schering Pharma AG 96,32 Prozent. Die Kaufpreis-Allokation wurde zwischenzeitlich abgeschlossen und ist gegenüber dem 31. Dezember 2006 nahezu unverändert geblieben.

Bayer CropScience hat am 31. Mai 2007 einen Vertrag zum Erwerb des US-Baumwollsaatgut-Herstellers Stoneville Pedigreed Seed Company mit Monsanto unterzeichnet. Die Gesellschaft wurde ab dem 1. Juni 2007 im Bayer-Konzern voll konsolidiert. Der vorläufige Kaufpreis einschließlich Anschaffungsnebenkosten beträgt 314 MIO US-$ (232 MIO €). Der nach der Kaufpreis-Allokation verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert ist im Wesentlichen Technologie- und Absatzsynergien zuzurechnen. Darüber hinaus führt die Akquisition zu einem Ausbau der Marktposition des Bayer-Konzerns im US-Geschäft mit Baumwollsaatgut im Geschäftsfeld BioScience.

Bayer MaterialScience hat seine Akquisition der Taiwan Ure-Tech-Gruppe, des größten Herstellers von thermoplastischen Polyurethanen (TPU) in der Region Fernost/Ozeanien, zum 1. Juli 2007 abgeschlossen. Der Kaufpreis betrug 85 MIO US-$ (63 MIO €).

Bayer HealthCare hat den angekündigten Erwerb einer Produktionsstätte für biotechnologische Präparate von Novartis in Emeryville, Kalifornien, abgeschlossen. Bayer HealthCare wird die Produktion von Betaferon®/Betaseron® in Emeryville fortführen und übernimmt hierfür die gesamte Herstellungs- und Verfahrenstechnologie sowie die am Standort Emeryville beschäftigten Mitarbeiter. Für die Übernahme der Produktionsanlagen einschließlich der sogenannten Biologics License Application (BLA), einer Genehmigung zur Herstellung biotechnologischer Produkte, sowie für die Übertragung von Betriebsmitteln, Lagerbeständen und die Überlassung bestimmter Gebäude hat Novartis einen Betrag von rund 183 MIO US-$ (137 MIO €) erhalten.

Desinvestitionen und nicht fortzuführendes Geschäft im Jahr 2007

Im Geschäftsjahr 2007 wurden u.a. durch die folgenden wesentlichen Desinvestitionen insgesamt 5.421 MIO € erlöst.

Am 29. Juni 2006 wurde zwischen der Bayer AG und der Siemens AG eine Vereinbarung zur Übernahme des Diagnostika-Geschäfts getroffen. Für 4,3 MRD € hat der Bayer-Konzern im Januar 2007 dieses Geschäft von Bayer HealthCare an die Siemens AG, München, verkauft. Die Übertragung des Geschäfts auf den Erwerber wurde zum 2. Januar 2007 abgeschlossen. Ende 2006 erfolgte bereits eine erste Zahlung in Höhe von 0,4 MRD €.

Am 23. November 2006 wurde ein Vertrag zur Veräußerung der Aktivitäten der ehemals dem Segment Materials zugeordneten H.-C.-Starck-Gruppe an ein Konsortium aus den beiden Finanzinvestoren Advent International und The Carlyle Group zu einem Kaufpreis von 1,2 MRD € abzüglich der Übernahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von rund 0,3 MRD € und Pensionsverpflichtungen in Höhe von 0,2 MRD € unterzeichnet. Die Übertragung des Geschäfts auf den Erwerber wurde am 1. Februar 2007 abgeschlossen.

Am 18. Dezember 2006 wurde eine Vereinbarung zum Verkauf der vorwiegend in der Cellulose-Chemie tätigen Gesellschaften der Wolff-Walsrode-Gruppe mit dem amerikanischen Chemiekonzern The Dow Chemical Company zu einem Kaufpreis von 0,5 MRD € abzüglich der Übernahme von Finanzverbindlichkeiten und Pensionsverpflichtungen in Höhe von rund 0,1 MRD € unterzeichnet. Die Wolff-Walsrode-Gruppe war dem Segment Materials zugeordnet. Nach der Zustimmung der Kartellbehörden wurde die Übertragung des Geschäfts auf den Erwerber am 30. Juni 2007 abgeschlossen.

Sowohl die Diagnostika-Aktivitäten als auch H.C. Starck und Wolff Walsrode werden als nicht fortzuführendes Geschäft im Berichtsjahr ausgewiesen.

2006

Für Akquisitionen wurde im Jahr 2006 ein Betrag von 15.357 MIO € ausgegeben. Die Kaufpreise der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäfte wurden durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Insgesamt entstand dabei ein Geschäfts- oder Firmenwert von 5.804 MIO €, der einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterliegt.

Wesentliche Akquisitionen im Jahr 2006

Im Juni 2006 wurde die Mehrheit der Aktien an der Schering AG von der zum Bayer-Konzern gehörenden Bayer Schering GmbH (damals noch firmierend als Dritte BV GmbH) übernommen und ab 23. Juni 2006 im Bayer-Konzern voll konsolidiert. Zu dem Zeitpunkt betrug der Anteil der Bayer Schering GmbH am stimmberechtigten Kapital der Schering AG 87,99 Prozent. Vorausgegangen war ein öffentliches Übernahmeangebot, das die Bayer Schering GmbH den Aktionären der Schering AG am 13. April 2006 unterbreitet hatte. Die Freigabe für die Übernahme wurde durch die Europäische Kommission am 24. Mai 2006 erteilt, die Kartellfreigabe in den USA erfolgte am 21. April 2006.

Am 31. Juli 2006 schlossen die Bayer Schering GmbH und die Schering AG als abhängiges Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Außerordentliche Hauptversammlung der Schering AG stimmte diesem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag am 13. September 2006 zu. Am 27. Oktober 2006 wurde der Vertrag mit Eintragung in das Handelsregister des Sitzes der Schering AG wirksam. Mit Wirkung zum 29. Dezember 2006 wurde die Schering AG in die Bayer Schering Pharma AG umbenannt.

Durch weitere Aktienzugänge hat sich die Beteiligung der Bayer Schering GmbH bis zum 31. Dezember 2006 auf 96,24 Prozent des stimmberechtigten Kapitals der Bayer Schering Pharma AG erhöht. Der Erwerb der Aktien der Bayer Schering Pharma AG erfolgte in Tranchen durch die Übertragung von Zahlungsmitteln in Höhe von 16.271 MIO €, reduziert um die mit der Akquisition verbundene Übernahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 1.025 MIO €. Die Anschaffungsnebenkosten belaufen sich auf rund 71 MIO €.

Die Außerordentliche Hauptversammlung der Bayer Schering Pharma AG hat am 17. Januar 2007 den Ausschluss der verbleibenden Minderheitsaktionäre beschlossen (Squeeze-out). Laut Beschluss sollen die Aktien der Minderheitsaktionäre gegen Zahlung einer Barabfindung von 98,98 € je Aktie auf den Hauptaktionär Bayer Schering GmbH übertragen werden. Aus der Berücksichtigung der zu erwartenden Barabfindung und der Garantiedividende für die Minderheitsaktionäre als Verbindlichkeit ergibt sich eine Erhöhung des Kaufpreises um 736 MIO € auf 17.007 MIO €.

Die Aktivitäten der Bayer Schering Pharma AG und ihrer Tochtergesellschaften konzentrierten sich zum Zeitpunkt der Akquisition im Wesen­t­lichen auf die Bereiche Gynäkologie und Andrologie, Diagnostische Bildgebung, Spezial-Therapeutika, Onkologie sowie das von der Intendis-Gruppe geführte Dermatologie-Geschäft.

Die Bayer Innovation GmbH hat zum 9. Januar 2006 das Biotech-Unternehmen Icon Genetics AG mit Sitz in München erworben. Icon Genetics erforscht innovative Methoden zur Erzeugung und Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen zur Herstellung therapeutisch wirksamer Substanzen. Der Kaufpreis betrug 18 MIO €.

Die Bayer HealthCare LLC, USA, erwarb am 6. Juli 2006 das Unternehmen Metrika Inc., mit Sitz in Sunnyvale, Kalifornien, USA, zu einem Kaufpreis von 57 MIO €. Metrika Inc. produziert und vertreibt das Gerät A1CNow+ zur Messung des Langzeitzuckerwerts von Diabetikern.

Wesentliche Desinvestitionen im Jahr 2006

Am 30. November 2006 verkaufte Bayer seinen 49,9-Prozent-Anteil an dem Joint Venture GE Bayer Silicones an den Partner General Electric. Der Verkaufserlös des Bayer-Anteils beträgt 431 MIO €.

Am 3. April 2006 veräußerte die Bayer Diagnostics Manufacturing Limited mit Sitz in Bridgend, UK, ihre Produktionsanlagen und -aktivitäten an Kimball Electronics Wales Limited. Die veräußerten Aktivitäten umfassen die Herstellung von Geräten für den Diag­nostika- und Diabetes-Care-Markt.

Im Rahmen der Fokussierung auf das Kerngeschäft trennte sich der Teilkonzern Bayer CropScience im Geschäftsjahr 2006 von verschiedenen Wirkstoffen im Segment Crop Protection und den damit verbundenen Rechten, darunter Asulam, ein Herbizid, das unter den Markennamen Asulox® und Asilan® vertrieben wurde. Insgesamt belief sich der Veräußerungserlös der durch Bayer CropScience im Geschäftsjahr 2006 durchgeführten Desinvestitionen auf 47 MIO €.

Nicht fortzuführende Geschäfte (Discontinuing Operations) im Jahr 2006

Am 29. Juni 2006 wurde zwischen der Bayer AG und der Siemens AG eine Vereinbarung zur Übernahme des Diagnostika-Geschäfts getroffen. Die Übertragung des Geschäfts auf den Erwerber wurde zum 2. Januar 2007 abgeschlossen.

Am 23. November 2006 haben wir einen Vertrag zur Veräußerung der Aktivitäten der ehemals dem Segment Materials zugeordneten H.C.-Starck-Gruppe an ein Konsortium aus den beiden Finanzinvestoren Advent International und The Carlyle Group unterzeichnet. Die Übertragung des Geschäfts auf den Erwerber wurde am 1. Februar 2007 abgeschlossen.

Am 18. Dezember 2006 wurde eine Vereinbarung zum Verkauf der vorwiegend in der Cellulose-Chemie tätigen Gesellschaften der Wolff-Walsrode-Gruppe mit dem amerikanischen Chemiekonzern The Dow Chemical Company unterzeichnet. Die Wolff-Walsrode-Gruppe war dem Segment Materials zugeordnet. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden wird mit der Übertragung des Geschäfts auf den Erwerber im ersten Halbjahr 2007 gerechnet.

2005

Für Akquisitionen wurde im Jahr 2005 ein Betrag von 2.406 Mio €, umgerechnet mit Kursen zum Erwerbszeitpunkt, ausgegeben.

Wesentliche Akquisitionen im Jahr 2005

Seit Januar 2005 ist das weltweite Roche-Consumer-Health-Geschäft mit verschreibungsfreien Arzneimitteln und Vitaminen Teil der Division Consumer Care des Bayer-Teilkonzerns HealthCare. Die Transaktion umfasst das weltweite Geschäft von Roche Consumer Health, mit Ausnahme von Japan, einschließlich der fünf Produktionsstandorte in Grenzach (Deutschland), Gaillard (Frankreich), Pilar (Argentinien), Casablanca (Marokko) und Jakarta (Indonesien). Erworben wurden dabei Marken wie Aleve®, Bepanthen®, Redoxon®, Rennie® und Supradyn®. Mit dem Zusammenschluss gehört Bayer weltweit zu den größten Anbietern von rezeptfreien Medikamenten. Das erworbene Geschäft trug mit 1.061 Mio € zum Umsatz des Konzerns bei. Die Anschaffungskosten für den Erwerb des weltweiten Consumer-Health-Geschäfts von Roche betragen einschließlich der Übernahme der Netto-Finanzschulden rund 2.338 Mio €. Hiervon entfielen rund 208 Mio € auf den Erwerb der restlichen 50-Prozent-Beteiligung an unserem US-Joint-Venture mit Roche, der bereits im Jahr 2004 in einer wirtschaftlich und rechtlich gesonderten Transaktion vollzogen wurde.

In Verbindung mit der Akquisition der Aventis CropScience Holding, S.A., Frankreich, im Geschäftsjahr 2002 wurde Bayer kartellrechtlich verpflichtet, einen Teil des von Aventis erworbenen Geschäftes zu veräußern. In diesem Zusammenhang wurde der Wirkstoff Fipronil im Geschäftsjahr 2003 an die BASF AG, Ludwigshafen, verkauft. Am 31. Januar 2005 unterzeichneten die Bayer CropScience AG, Monheim, und BASF einen Vertrag zur Rücklizenzierung von Fipronil für die landwirtschaftliche Nutzung in bestimmten Ländern außerhalb Europas und der USA in Höhe von 125 Mio €.

Am 10. Februar 2005 haben die Bayer CropScience GmbH, Frankfurt sowie die Bayer CropScience LP, North Carolina, verschiedene immaterielle Vermögenswerte sowie die notwendigen Sachanlagen zur Herstellung von Baumwollsamen von Associated Farmers Delinting, Inc., einem regionalen Baumwollsamenproduzenten mit Sitz in Littlefield, Texas, in Höhe von 9 Mio € übernommen.

Die Bayer South East Asia Pte Ltd., Singapur, hat am 8. Juli 2005 das Vermarktungsrecht des Herz-Kreislauf-Medikaments Zetia® von Schering-Plough im Rahmen eines Co-Marketing- und Distributionsabkommens zu einem Wert von 100 Mio € erhalten.

Am 31. August 2005 hat die Bayer MaterialScience LLC, Pittsburgh, USA, die Polythane Systems, Inc., (PSI) Spring, Texas, für 20 Mio € übernommen. PSI gehört zu den führenden amerikanischen Anbietern von Polyurethan-Sprühschaum-Anwendungen für die Versiegelung von Dächern.

Wesentliche Desinvestitionen im Jahr 2005

Der Teilkonzern Bayer CropScience hat sich im Rahmen der Fokussierung auf das Kerngeschäft im Geschäftsjahr 2005 von verschiedenen Geschäftsaktivitäten getrennt. Dazu gehören unter anderem die Philagro Holding S.A., Frankreich, sowie die EqSeeds Comercia de Sementes Ltda, Brasilien. Darüber hinaus veräußerte Bayer CropScience verschiedene Wirkstoffe bzw. die damit verbundenen Rechte, darunter Amitraz, ein Akarizid und Insektizid, das unter dem Markennamen Mitac® vertrieben wurde. Ferner trennte sich CropScience im Dezember 2005 von seinem Standort in Hauxton, Großbritannien. Außerdem veräußerte die BCS S.A., Frankreich, ihre Anteile an der Holdisa S.r.l. in Italien. Insgesamt belief sich der Veräußerungspreis der seitens Bayer CropScience im Geschäftsjahr 2005 durchgeführten Desinvestitionen auf 80 Mio €.

Nicht fortzuführendes Geschäft im Jahr 2005

Im November 2003 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat der Bayer AG, sich von den zwischenzeitlich im Teilkonzern LANXESS zusammengefassten wesentlichen Teilen der Chemie- und rund einem Drittel der Polymer-Aktivitäten des Bayer-Konzerns zu trennen. Die Umsetzung dieser Trennung erfolgte im Wege der Abspaltung nach dem Umwandlungsgesetz. Zu diesem Zweck wurde im September 2004 zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG ein Abspaltungs- und Übernahmevertrag abgeschlossen, dem im Rahmen der außerordentlichen Hauptversammlung der Bayer AG am 17. November 2004 in Essen zugestimmt wurde. Der gemeinsame Spaltungsbericht der Vorstände der Bayer AG und der LANXESS AG enthält eine detaillierte Beschreibung der Abspaltung sowie eine detaillierte Erläuterung der Gründe für die Abspaltung.

Am 28. Januar 2005 wurde die Abspaltung von LANXESS ins Handelsregister der Bayer AG eingetragen. Die rechtswirksame Übertragung der Anteile der LANXESS AG erfolgte zum Zeitpunkt der Eintragung in das Handelsregister, da zu diesem Zeitpunkt die Anteile der LANXESS AG an die Aktionäre der Bayer AG ausgegeben wurden. Seit dem 31. Januar 2005 wird die LANXESS-Aktie im Prime Standard am Amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Entsprechend erfolgt die Entkonsoliderung des Teilkonzerns LANXESS im Bayer-Konzern-Abschluss zum 31. Januar 2005.

Darüber hinaus wurde im Oktober 2003 beschlossen, das Plasma-Geschäft der Division Biologische Produkte des Teilkonzerns HealthCare zu veräußern. Diese Aktivitäten werden ebenfalls als Discontinued Operations ausgewiesen. Das Kogenate®-Geschäft ist von dieser Entscheidung nicht betroffen. Im Dezember 2004 wurde mit der Talecris BioTherapeutics, Inc., einer neu gegründeten Gesellschaft, die von Töchtern der US-Finanzinvestoren Cerberus Capital Management L.P., New York, und Ampersand Ventures, Wellesley, Massachusetts, kontrolliert wird, ein Vertrag über den Verkauf des Plasma-Geschäfts in den USA abgeschlossen. Zum 31. März 2005 wurde das Geschäft verkauft.

2004

Für Akquisitionen wurde im Jahr 2004 ein Betrag von 358 Mio €, umgerechnet mit Kursen zum Erwerbszeitpunkt, ausgegeben.

Wesentliche Aquisitionen im Jahr 2004

Zum 22. März 2004 wurden für 100 Mio € die restlichen Anteile am Saatgutbehandlungsgeschäft von Gustafson in den USA, Kanada und Mexiko von Crompton Corporation übernommen. Bayer CropScience hielt bereits einen 50-Prozent-Anteil an den US- und kanadischen Gustafson-Joint-Ventures mit Sitz in Plano,Texas (USA) und Calgary (Kanada). Gustafson produziert und vermarktet Saatgutbehandlungsmittel und technische Ausrüstungen für diesen Bereich.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb des Consumer-Health-Geschäfts von Roche hat am 29. Dezember 2004 die Bayer HealthCare LLC, Pittsburgh, Pennsylvania (USA), den 50-prozentigen Roche-Anteil des 1996 gegründeten, gemeinsamen OTC-Joint-Ventures in den USA übernommen. Der Kaufpreis für die 50-Prozent-Gesellschaftsanteile sowie für zusätzliche Anlagen und Vorräte betrug 208 Mio €.

Die Bilag Industries Private Ltd. in Indien hat im Rahmen ihres Rückkaufplans am 17. Februar 2004 6 Prozent und am 8. April 2004 weitere 10 Prozent ihrer eigenen Anteile vom indischen Joint-Venture-Partner Bilakhias erworben. Der Kaufpreis betrug insgesamt 29 Mio €. Nach Abschluss beider Transaktionen hält die Bayer CropScience S.A. in Frankreich nunmehr 91 Prozent der Anteile der Bilag Industries Private Ltd.

Wesentliche Desinvestitionen im Jahr 2004

Am 30. Januar 2004 verkaufte Bayer CropScience die Rechte an einer im Maisanbau angewendeten Herbizidtoleranz-Technologie, genannt GA 21, an die Syngenta International AG, Basel.

Am 5. August 2004 wurde die Übernahme des Frankfurter Textilfarbstoffhandels durch den weltweit tätigen Finanzinvestor Platinum Equity, Los Angeles (USA), abgeschlossen. Damit sind alle Anteile der Eigentümer Bayer (35 Prozent), Hoechst (35 Prozent) und BASF (30 Prozent) auf Platinum Equity übergegangen. DyStar, der weltweit führende Anbieter von Farbstoffen und Serviceleistungen für die Textilindustrie, wurde 1995 von Bayer und Hoechst gegründet und im Jahr 2000 um die Textilfarbstoffaktivitäten der BASF erweitert.

Bayer hat am 14. Juli 2004 die im Zuge der Aventis-CropScience-Akquisition (2002) erworbene 15-Prozent-Beteiligung an der KWS Saat AG an die privaten Investoren Tessner Beteiligungs GmbH sowie Dr. Arend Oetker verkauft. Mit der Abgabe der Anteile erfüllte Bayer eine vertragliche Verpflichtung, die der Konzern bei der Übernahme der Aventis-CropScience-Gruppe übernommen hatte.

2003

Für Akquisitionen wurde im Jahr 2003 ein Betrag von 72 Mio €, umgerechnet mit Kursen zum Erwerbszeitpunkt, ausgegeben.

Wesentliche Akquisitionen im Jahr 2003

Anfang Juli 2003 hat Bayer für 59 Mio € die restlichen Anteile an der Bayer Polymers Sheet Europe Gruppe (ehemals Makroform) mit Hauptsitz in Darmstadt übernommen. Bayer hielt zuvor 54,5 Prozent an diesem Mitte 2000 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen, die Röhm GmbH 45,5 Prozent. Zur ehemaligen Makroform-Gruppe gehören neben der Bayer Polymers Sheet GmbH in Darmstadt die Bayer Polymers Sheet N.V., Tielt, Belgien, sowie die Bayer Polymers Sheet S.p.A.,Mailand, Italien.

Wesentliche Desinvestitionen im Jahr 2003

Die im Zusammenhang mit dem zum 1. Juni 2002 erfolgten Erwerb der Aventis Crop-Science Holding S.A., Frankreich, stehenden Auflagen der europäischen, der US-amerikanischen und der kanadischen Kartellbehörden wurden im Geschäftsjahr 2003 mit Ausnahme des Produkts Propoxycarbazone vollständig erfüllt. Die Bayer CropScience AG verkaufte aufgrund der behördlichen Auflagen u. a. für 1.330 Mio € die Produkte und entsprechenden Rechte für die beiden insektiziden Wirkstoffe Fipronil (weltweit, außer China) und Ethiprole sowie eine Reihe von fungiziden Wirkstoffen (vornehmlich in Europa sowie auf Basis einer nicht-exklusiven Lizenz für Saatgutbehandlung außerhalb Europas) an die BASF AG, Ludwigshafen. Neben Vorräten sind auch Produktionsanlagen in Elbeuf, Frankreich, Bestandteile der Veräußerung gewesen. Unter Berücksichtigung der Rücklizenzierungen im Rahmen der EU- und FTC-Auflagen, die Bayer CropScience Zugang zu bestimmten nicht-landwirtschaftlichen Märkten ermöglichen, beträgt der Verkaufspreis 1.185 Mio €. Auch wurde aufgrund der entsprechenden kartellrechtlichen Auflagen eine weitere Vielzahl von kleineren Produkten und Vorräten des Teilkonzerns Bayer CropScience in einem Gesamtwert von 118 Mio € verkauft.

Im Zusammenhang mit der bereits im Geschäftsjahr 2002 begonnenen Portfoliobereinigung bei Bayer HealthCare hat der Bayer-Konzern im Geschäftsjahr 2003 den noch verbleibenden Teil – nach der erforderlichen Zustimmung der jeweiligen lokal zuständigen Kartellbehörden – seines weltweiten Haushaltsinsektizidgeschäfts des Geschäftsbereichs Consumer Care für 339 Mio € an das US-amerikanische Unternehmen SC Johnson & Son Inc., USA, verkauft. SC Johnson erhielt neben Vorräten auch das Recht, Produkte wie Baygon®, Autan®, Bayclin® und Bayfresh® zu vermarkten. Die betroffenen Wirkstoffe werden weiterhin von Bayer produziert und an SC Johnson sowie an weitere Abnehmer geliefert. Der Veräußerungserlös des Haushaltsinsektizidgeschäfts im Geschäftsjahr 2002 betrug 386 Mio €.

Im 4. Quartal 2003 wurde die erfolgreiche fünfjährige Forschungskooperation zwischen der Bayer HealthCare AG und Millennium Pharmaceuticals Inc., USA, beendet. Mit Ablauf der Zusammenarbeit hat die Bayer AG die im Zuge der Kooperationsvereinbarung erworbenen Anteile an der Millennium Pharmaceuticals in Höhe von 6,6 Prozent an die Investmentbank CSFB für 272 Mio € verkauft.

Der Bayer-Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2003 im Rahmen der Fortführung der angestrebten Portfoliobereinigung von weiterem Immobilienbesitz in den Ländern Deutschland, Belgien und Spanien für 122 Mio € getrennt. Im Geschäftsjahr 2002 wurden in diesem Zusammenhang bereits Anteile sowie Grundstücke und Gebäude der Baywoge GmbH für 528 Mio € verkauft.

Mit Wirkung zum 1.4.2003 hat Bayer für 118 Mio € seine 50-prozentige Beteiligung an der PolymerLatex-Gruppe mit Sitz in Marl an den Finanzinvestor Soros Private Equity Partners verkauft. Das PolymerLatex-Joint-Venture – bestehend aus sieben Gesellschaften – ist ein führender Anbieter von Latexprodukten für die Bereiche Papier, Teppich/ Formschaum sowie für Spezialanwendungen.

Ende Januar 2003 hat der Bayer-Konzern sein Geschäft mit Organischen Pigmenten für 46 Mio € an die Sun Chemicals Group, USA, veräußert.

Ferner wurden im Dezember 2003 die Produktrechte der Marken Bayovac® (IBR-Marker Vakzine) und Baypamun® (Immunmodulator) von der Bayer HealthCare AG an Pfizer für insgesamt 32 Mio € verkauft. In diesem Zusammenhang wurde zwischen den Parteien ein Lohnverarbeitungsvertrag abgeschlossen, sodass die Produktion während einer Übergangsfrist von geplanten drei Jahren bei Bayer verbleibt. Der Verkauf betrifft nicht die Produktlinie MKS-Vakzine, die weiterhin von Bayer HealthCare produziert und vermarktet wird.

Im 4. Quartal 2003 hat die Bayer AG das Tochterunternehmen Walothen GmbH, Walsrode, für 9 Mio € an die finnische Wihuri-Gruppe verkauft. Walothen, ein Produzent hochwertiger Polypropylenfolien für die Marktsegmente Tabakindustrie, Papierveredelung, Einschlagfolien und Standardfolien, gehörte zum Teilkonzern Bayer Chemicals.

2002

Für Akquisitionen wurde im Jahr 2002 ein Betrag von 7,9 Mrd €, umgerechnet mit Kursen zum Erwerbszeitpunkt, ausgegeben.

Wesentliche Akquisitionen im Jahr 2002

Die Bayer CropScience AG, Monheim, erwarb zum 1. Juni 2002 für 7,8 Mrd € – inklusive Schuldenübernahme – die Aventis CropScience Holding S.A., Frankreich, von den bisherigen Eigentümern, Aventis S.A., Frankreich, und Schering AG, Berlin. Aventis Crop-Science ist eines der führenden Unternehmen im Bereich Pflanzenschutz, Biotechnologie und im Spezialitätengeschäft mit Agro-Wirkstoffen. Mit dem Erwerb sind Auflagen insbesondere der europäischen sowie der US-amerikanischen Kartellbehörde verbunden. Diese verpflichten Bayer zum Verkauf bzw. zur Lizenzvergabe bei einer Reihe von Produkten, die insgesamt ein Umsatzvolumen von 650 bis 700 Mio € umfassen.

Am 11. Oktober 2002 hat die Bayer Corporation, USA, das kanadische Unternehmen Visible Genetics Inc., Kanada, erworben. Der Kaufpreis betrug 62 Mio €. Durch die Akquisition erhält der Geschäftsbereich Diagnostika zwei automatisierte DNA-Sequenzierungssysteme, die unter dem Warenzeichen OpenGene™ vertrieben werden, sowie die TRUGENE™- Tests zur HIV-Diagnostik. Sie ermöglichen das Testen auf HIV-Arzneimittelresistenz.

Anfang April 2002 übernahm Bayer für einen Kaufpreis von 19 Mio € das dänische Unternehmen Tectrade A/S, Dänemark. Tectrade entwickelt eigene, auf Kundenwünsche zugeschnittene Polyurethan-Formulierungen. Die Akquisition umfasst neben weiteren Tochtergesellschaften ein technisches Zentrum sowie einen Formulierbetrieb.

Für 14 Mio € erwarb unser US-amerikanisches Tochterunternehmen Bayer Corporation am 6. Dezember 2002 zwei Biozide – Thiabendazol und Dibromdicyanbutan – sowie bestimmte patentgeschützte Formulierungen der Biozide von der US-amerikanischen Firma Ondeo Nalco Inc., USA. Ferner sind im Rahmen des Erwerbs auch die Warenzeichen Tektamer®, Biochek® und Metasol® zugegangen. Die erworbenen Wirkstoffe bieten Schutz gegen Mikroorganismen wie Hefe, Pilze, Bakterien und Algen, die die Qualität von Erzeugnissen und Funktionsflüssigkeiten beeinträchtigen können.

Wesentliche Desinvestitionen im Jahr 2002

Im Rahmen der Straffung des Konzernportfolios wurde von der Bayer AG ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft Haarmann & Reimer GmbH, ein Hersteller von Duft- und Geschmackstoffen mit Hauptsitz in Holzminden, inklusive seiner Beteiligungen am 30. September 2002 für 1,7 Mrd € an den Finanzinvestor EQT Northern Europe Private Equity Fonds veräußert. Die Veräußerung des im Bayer-Konzern als Discontinuing Operations geführten Geschäftsbereichs umfasste neben der Beteiligungsveräußerung auch die Haarmann & Reimer-Geschäftsaktivitäten mehrerer ausländischer Bayer-Tochtergesellschaften.

Die verbliebene Restbeteiligung von 30 Prozent – infolge der Börsenplatzierung von insgesamt 70 Prozent der Anteile im Jahre 1999 – an dem belgischen Imaging-Unternehmen Agfa-Gevaert N.V. wurde Anfang Juni 2002 an die Investmentbank Goldman Sachs für 714 Mio € verkauft.

Zum 1. März 2002 hat die Bayer AG 94,9 Prozent ihrer Anteile an der Bayer Wohnungen GmbH für 528 Mio € an die TreuHandStelle für Bergmannswohnstätten im rheinisch-westfälischen Steinkohlenbezirk GmbH verkauft. Der Verkauf umfasst neben der Anteilsveräußerung auch weitere Grundstücke und Gebäude aus dem Bestand der Bayer Wohnungen GmbH.

Zur weiteren Portfoliobereinigung hat der Bayer-Konzern am 31. Dezember 2002 – soweit die Zustimmungen der zuständigen Kartellbehörden vorlagen – einen wesentlichen Teil seines weltweiten Haushalts-insektizidgeschäfts des Geschäftsbereichs Consumer Care für 386 Mio € an das US-amerikanische Unternehmen SC Johnson&Son Inc., USA, verkauft. SC Johnson erhält neben den veräußerten Beteiligungen in Indonesien und Barbados sowie den Vorräten auch das Recht, Produkte wie Baygon®, Autan®, Bayclin® und Bayfresh® zu vermarkten. Die betroffenen Wirkstoffe werden weiterhin von Bayer produziert und an SC Johnson sowie an weitere Abnehmer geliefert. Die Veräußerung des Haushaltsinsektizidgeschäfts erfolgte im Geschäftsjahr 2002 für die Länder Australien, Belgien, Brasilien, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Hongkong, Indonesien, Italien, Philippinen, Südafrika und Spanien.

Im Geschäftsjahr 2002 wurden Auflagen der europäischen und der US-amerikanischen Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) sowie des Canadian Competition Bureau, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Aventis CropScience Holding S.A., Frankreich, stehen, erfüllt. Ende Dezember 2002 wurde daher das Getreideherbizid Everest® an die Arvesta Corporation mit Sitz in den USA für 123 Mio € veräußert. Ferner wurde das Pflanzenschutzmittel Goltix® bzw. die exklusive Vertriebslizenz für die Länder Deutschland und Belgien für das Produkt Herold® an die Makhteshim-Agan Industries Ltd., Israel, für 138 Mio € verkauft.

Der Bayer-Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2002 im Rahmen der angestrebten Portfoliobereinigung von dem französischen und spanischen Generika-Geschäft getrennt. Mit Wirkung zum 28. Juni 2002 hat Bayer in Frankreich über sein Tochterunternehmen Bayer Pharma France S.A. seine Beteiligung Bayer Classics S.A., Frankreich, sowie den Produktionsstandort in Sens zu einen Verkaufspreis von 97 Mio € an das israelische Unternehmen Teva Pharmaceutical Industries Ltd. verkauft. Zusätzlich trennte sich Bayer am 17. April 2002 von seiner 50-prozentigen Beteiligung an dem spanischen Generikaunternehmen Bayvit S.A. mit Sitz in Barcelona, einem auf Marketing und Vertrieb fokussierten Unternehmen. Der Verkaufspreis betrug 33 Mio €. Die Bayer-Anteile sowie die verbleibenden 50 Prozent, die von der im Privatbesitz befindlichen Vita Invest S.A., Spanien, gehalten wurden, wurden durch die STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel, erworben.

2001

Für Akquisitionen wurde im Jahr 2001 ein Betrag von 514 Mio €, umgerechnet mit Kursen zum Erwerbszeitpunkt, ausgegeben.

Wesentliche Akquisitionen im Jahr 2001

Im Juni 2001 hat die Bayer Corporation, USA, für 116 Mio € Entwicklungs-, Herstellungs- und Vertriebsrechte für Produkte zum Nachweis von Antikörpern des Hepatitis-CVirus (HCV) und HI-Virus von der strategischen Kooperation der Ortho-Clinical Diagnostics Inc., Raritan, New Jersey, und der Chiron Corporation, Emeryville, Kalifornien, erworben. Dadurch stärkt der Geschäftsbereich Diagnostika sein Segment „Laboratory Testing“, indem das Angebot an Immundiagnostika erweitert wird.

Am 1.2.2001 hat Bayer sein Pflanzenschutzgeschäft in Europa durch den Erwerb von MIKADO®, einem führenden Maisherbizid von der Syngenta AG, Basel, für 115 Mio € erweitert. Der Erwerb umfasst das Geschäft in der Europäischen Union und der EFTA (European Free Trade Association) sowie Patente, Registrierungen, Markenrechte, Produktions- und Formulierungs-Know-how.

Die Bayer AG beteiligte sich in Form eines Aktienerwerbs in Höhe von 93 Mio € an der CuraGen Corporation, New Haven, Connecticut, einem führenden Biotechnologie-Unternehmen. Ziel der Mitte Januar 2001 mit CuraGen abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung ist die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung neuartiger Medikamente zur Behandlung von Fettsucht und Zuckerkrankheit. Außerdem sollen Substanzen der frühen Pharma-Forschungspipeline von Bayer mit speziellen Genomforschungs-Technologien für klinische Weiterentwicklungen bewertet werden.

Am 1.5.2001 hat die Bayer Corporation, USA, für den Geschäftsbereich Diagnostika ihre Aktienbeteiligung an der PharmaNetics Inc., Raleigh, North Carolina, um weitere 25 Mio € aufgestockt. Die bestehende Vertriebsvereinbarung mit PharmaNetics wurde für die Theranostic-Tests (therapiebegleitende Diagnostik), einem Kerngebiet der technologischen Plattform der PharmaNetics Inc., erweitert. Die Vereinbarung beinhaltet exklusive, globale Vertriebsrechte (außer USA) für den Geschäftsbereich Diagnostika beim Vertrieb der vereinbarten Produktlinien von PharmaNetics.

Im Februar 2001 hat Bayer 17 Mio € in eine Beteiligung an der PPL Therapeutics plc, Edinburgh, Großbritannien, investiert. PPL Therapeutics ist ein Biotechnologie-Unternehmen, das an der Entdeckung, Entwicklung, Produktion und Vermarktung von genveränderten Proteinen für therapeutische Zwecke und Nahrungsmittel arbeitet. Für das wichtigste Produkt rAAT (recombinant alpha-1-antitrypsin) sind der Geschäftsbereich Pharma und PPL Therapeutics eine Vereinbarung eingegangen, die Bayer die klinische Entwicklung und die globalen, exklusiven Vermarktungrechte des Produkts überträgt. Die Produktion wird PPL Therapeutics in einer neu zu errichtenden Produktionsanlage vornehmen.

Der Geschäftsbereich Pharma hat am 12.2.2001 für einen Betrag von 16 Mio € Anteile an der Avigen Inc., Alameda, Kalifornien, einem führenden Biotechnologie-Unternehmen, erworben. Dafür erhält Bayer weltweit die exklusiven Vermarktungs- und Vertriebsrechte für die Gentherapie Coagulin-B™ von Avigen Inc. zur Behandlung der Bluterkrankheit Hämophilie B mittels Gentransfer. Avigen Inc. wird die weltweite Herstellung von Coagulin-B™ in einer neu zu errichtenden Produktionsanlage übernehmen.

Am 15.3.2001 hat die Bayer Corporation für den Geschäftsbereich Diagnostika mit dem belgischen Biotechnologie-Unternehmen Innogenetics N.V., Gent, ein Abkommen über HIV- und Hepatitis-C-Virustests (HCV) geschlossen. Bayer erwarb für 12 Mio € weltweit die exklusiven Verkaufs- und Vermarktungsrechte samt ihrer zukünftigen Weiterentwicklung für die HIV- und HCV-Produktlinien von Innogenetics.

Zum 1.1.2001 hat die H. C. Starck GmbH, Goslar, eine Tochtergesellschaft der Bayer AG, zur Ergänzung ihrer Aktivitäten Oberflächentechnik und Keramik die TeCe Technical Ceramics GmbH Co. KG, Selb, für 9 Mio € von der Deutschen Shell GmbH übernommen. Die sehr guten Produktions- und Standortbedingungen unterstützen das Ziel des Geschäftsbereichs, seine Position am US-amerikanischen Markt auszubauen.

Der Geschäftsbereich Consumer Care der mexikanischen Bayer-Tochter Bayer de México, S.A. de C.V., erwarb im Dezember 2001 die Vertriebsrechte der OTC-Marken Cevalin®, ein führendes Vitamin-C-Produkt, und Merthiolate®, ein marktbekanntes Desinfektionsmittel, von Eli Lilly.

Wesentliche Desinvestitionen im Jahr 2001

Mit Wirkung zum 1.5.2001 – nach erfolgter Zustimmung der EU-Kommission – hat Bayer seine 50-prozentige Beteiligung an der EC Erdölchemie GmbH, Köln, an den bisherigen Partner Deutsche BP AG, Hamburg, verkauft. Der Verkaufslös betrug 476 Mio €. Die künftigen Rohstofflieferungen der EC an Bayer wurden vertraglich sichergestellt. Gleiches gilt für den Bezug von Bayer-Dienstleistungen durch das Kölner Petrochemie-Unternehmen.

Die zum Bayer-Konzern gehörende Wolff Walsrode AG veräußerte ihre Tochtergesellschaft Covexx Films Walsrode, ein Spezialunternehmen für hochwertige Folien, zum 1.6.2001 an die zum finnischen Wihuri-Konzern gehörende Wipak.

Die Bayer AG verkaufte mit Wirkung zum 1.4.2001 ihre Anlagen zur H-Säure-Produktion im Brunsbütteler Werk an die Rütgers Elbechemie GmbH, eine Tochtergesellschaft der Rütgers VFT AG.

Zum 30.11.2001 hat Bayer seine Beteiligung an der ChemDesign Corporation, Fitchburg, Massachusetts, an die Chestnut Acquisition Corporation, Mendham, New Jersey, eine Tochtergesellschaft der Chestnut Investments LLC, Mendham, New Jersey, verkauft. Die ChemDesign produziert organische Chemikalien insbesondere für die Pflanzenschutz und Fotoindustrie.

Im Zuge der angestrebten Veräußerung der Faseraktivitäten wurde am Anfang des Jahres das Dralon®-Geschäft an die Fraver-Gruppe, Biella, Italien, veräußert.

2000

Für Akquisitionen wurde im Jahr 2000 ein Betrag von 4,2 Mrd €, umgerechnet mit Kursen zum Erwerbszeitpunkt, ausgegeben.

Wesentliche Akquisitionen im Jahr 2000

Am 31.3.2000 hat Bayer das Polyolgeschäft des US-amerikanischen Herstellers Lyondell Chemical Company, Houston, Texas, übernommen. Die Akquisition umfasste Produktionsstätten von Lyondell in Institute und South Charleston im US-Bundesstaat West Virginia, in Channelview, Texas, europäische Produktionsanlagen in Rieme, Belgien, und Fos-sur-Mer, Frankreich, sowie Unternehmen in Indonesien, Singapur und Taiwan. Zusätzlich erwarb Bayer verschiedene Forschungszentren in Newtown Square im US-Bundesstaat Pennsylvania, in South Charleston, West Virginia, im französischen Villers St. Paul sowie in Singapur. Einschließlich der von Lyondell ebenfalls erworbenen Anteile an der Produktion von Propylenoxid betrug der Kaufpreis insgesamt 2,6 Mrd €.

Der Geschäftsbereich Pflanzenschutz erwarb am 7.12.2000 die Fungizid-Produktlinie FLINT® zur Bekämpfung von pflanzlichen Pilzkrankheiten von Novartis. Die Übernahme von FLINT® umfasst weltweit alle Patente, Zulassungen und Warenzeichen, das Produktions- und Formulierungs-Know-how sowie die Produktionsanlagen in Muttenz, Schweiz. Bayer übernahm auch die exklusiven Vermarktungsrechte für einige Produkte auf der Wirkstoffbasis Cyproconazole in der EU. Für die Vermögenswerte wurde ein Gesamtkaufpreis von 880 Mio € gezahlt.

Am 21.10.2000 hat die Bayer Corporation, eine US-amerikanische Tochtergesellschaft der Bayer AG, 99,6 Prozent der rund 5,7 Millionen ausstehenden Aktien des US-Herstellers von Polymer- und Chemiespezialitäten Sybron Chemicals Inc., Birmingham, New Jersey, zu einem Preis von 35 US-Dollar pro Aktie übernommen. Einschließlich aller Verbindlichkeiten ergab sich ein Gesamtkaufpreis von rund 386 Mio €. Mit dem Erwerb erhalten die beiden Bayer-Geschäftsbereiche Lackrohstoffe, Farbmittel und Sondergebiete sowie Spezialprodukte Zugang zu neuen Technologien und Produkten.

Zum 17.11.2000 hat die Bayer-Tochter H.C. Starck GmbH&Co. KG, Goslar, die US-amerikanische Unternehmensgruppe CSM, Cleveland, Ohio, zu einem Kaufpreis von 146 Mio € übernommen. CSM ist vor allem Hersteller von Molybdän- und Wolframhalbzeugen sowie von Halbzeugen und Fertigprodukten aus Legierungen anderer Sondermetalle.

Für 107 Mio € akquirierte unser US-amerikanisches Tochterunternehmen Bayer Corporation am 1.11.2000 wesentliche Teile des Papierchemikaliengeschäfts des US-Spezialchemikalienherstellers Cytec Industries Inc., West Paterson, New Jersey, einschließlich Patenten und Know-how.

Am 1.6.2000 erwarb der Geschäftsbereich Consumer Care der Bayer Corporation von Pfizer Inc. die Marke RID® zur Behandlung von Kopfläusen. Die Akquisition, für die ein Kaufpreis von 99 Mio € gezahlt wurde, schließt alle Produkte und Patente der RID®-Linie ein.

Zum 1.1.2000 haben wir die noch in Fremdbesitz befindlichen Anteile von 50,1 Prozent an der koreanischen Firma Misung Ltd., Pyongtaek (Südkorea), übernommen. Misung, ein ehemaliges Joint Venture der Bayer AG und der Aventis S.A., produziert und vertreibt eine breite Palette von Pflanzenschutzmitteln in Südkorea. Der Kaufpreis der restlichen Anteile belief sich auf 27 Mio €.

Am 15.12.2000 hat die Bayer Ltd., Japan, ihren Anteil an der Sumitomo Bayer Urethane Co. Ltd., Japan, einem Gemeinschaftsunternehmen der Bayer AG und Sumitomo Chemicals Co. Ltd., um weitere 10 Prozent auf 60 Prozent aufgestockt; hierfür wurde ein Betrag von 7 Mio € aufgewendet.

Der Geschäftsbereich Consumer Care konnte seinen Bereich Hautpflegemittel durch den Zukauf des Germoloidgeschäfts durch die Bayer plc, Großbritannien, zum 1.1.2000 stärken und seine Position auf dem englischen Markt verbessern. Im Rahmen des Erwerbs wurden 11 Mio € an GlaxoSmithKline gezahlt.

Wesentliche Desinvestitionen im Jahr 2000

Zum 31.7.2000 hat Bayer seinen 25-prozentigen Anteil an der Schein Pharmaceutical Inc., Florham Park, New Jersey, zu einem Verkaufspreis von 170 Mio € an die Watson Pharmaceuticals Inc. übertragen.

Ebenfalls zum 31.7.2000 veräußerte der Geschäftsbereich Animal Health der Bayer Corporation das US-amerikanische Impfstoffgeschäft für Nutztiere an den Tierarzneimittelhersteller Intervet International, eine Tochter der Akzo Nobel, Arnheim, Niederlande, zu einem Preis von 81 Mio €.

Von der Bayer Corporation wurde der 11-prozentige Anteil an Myriad Genetics, Salt Lake City, Utah, für 76 Mio € verkauft.

Mit Wirkung zum 18.10.2000 veräußerte Bayer die Bayer Solar GmbH an die SolarWorld-Gruppe in Bonn. Der Verkaufserlös setzte sich aus einer Barzahlung in Höhe von 38 Mio € sowie einer rund 9-prozentigen Beteiligung an dem Photovoltaikunternehmen SolarWorld AG zusammen. Der Gesamtverkaufserlös betrug 56 Mio €.

1999

Für Akquisitionen wurde im Jahr 1999 ein Betrag von insgesamt 356 Mio €, umgerechnet mit Kursen zum Erwerbszeitpunkt, ausgegeben.

Wesentliche Akquisitionen im Jahr 1999

Am 1.4.1999 hat Bayer vom niederländischen Chemiekonzern DSM dessen weltweites Geschäft mit transparenten Kunststoffplatten aus Polycarbonat und Polyester erworben. Die Akquisition umfasst die belgische Axxis N.V. sowie die US-amerikanische Sheffield Plastics Inc. Insgesamt wurde für die beiden Gesellschaften ein Kaufpreis von 172 Mio € gezahlt.

Mit Laserlite wurde am 15.3.1999 auch in Australien ein Hersteller von Kunststoffplatten übernommen. Für die Akquisition der Vermögensgegenstände wurde ein Kaufpreis von 15 Mio € gezahlt.

Für 61 Mio € erwarb unser US-amerikanisches Tochterunternehmen Rhein Chemie Corporation am 31.10.1999 Geschäft und Vermögensgegenstände der Elastochem, Inc., USA. Elastochem ist in den USA einer der führenden Anbieter von speziell nach den Wünschen des Kunden ausgerichteten Zusatzstoffen und Spezialitäten zum Einsatz in der Kautschukindustrie.

Mit der Heidelberger LION Bioscience AG wurde im Jahr 1999 ein fünfjähriges Forschungsabkommen für die Life-Science-Bereiche Pharma und Diagnostics mit dem Ziel abgeschlossen, moderne Genomics- und Informationstechnologien zur Suche und Entwicklung innovativer Arzneimittel und diagnostischer Marker noch effizienter einsetzen zu können. Im Rahmen dieser Kooperation hat sich Bayer am 26.8.1999 mit einem Kapitalanteil von 11,28 % an LION beteiligt; hierfür wurde ein Betrag von 28 Mio € aufgewendet.

Am 17.12.1999 haben wir unsere Beteiligung an der Bayer Polímeros S.A., Brasilien, Hersteller von Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), um die noch ausstehenden Anteile von 33,3 % auf 100 % aufgestockt. Entsprechend der 1997 beim Ersterwerb getroffenen Vereinbarung belief sich der Kaufpreis für diese Anteile auf 19 Mio €.

Unsere Tochtergesellschaft Bayer plc hat am 1.2.1999 von der Sumitomo Corporation, Japan, zu einem Kaufpreis von 13 Mio € 100 % der Anteile an pbi Home & Garden Limited, Großbritannien, übernommen. Mit dem Kauf der Gesellschaft, die Pflanzenschutz- und Düngemittel für den Hausgartenbereich vertreibt, wurde der Einstieg in den zweitwichtigsten europäischen Gartenmarkt erzielt.

Am 2.12.1999 erwarb der Geschäftsbereich Diagnostika das in Cambridge, USA, ansässige Onkologie-Diagnostik-Geschäft von OSI Pharmaceuticals, Inc. Die Akquisition, die durch die Bayer Corporation, USA, getätigt wurde, umfasst vor allem den Erwerb von Patenten und Know-how auf dem Gebiet der Krebsdiagnostik. Der gezahlte Kaufpreis beläuft sich auf 11 Mio €.

Wesentliche Desinvestitionen im Jahr 1999

Die wesentlichste Desinvestition des Jahres 1999 war die Veräußerung von insgesamt 70 % der Anteile an der Agfa-Gevaert N.V., Belgien. Am 1.6.1999 hat Bayer im Rahmen einer öffentlichen Platzierung mit 70 Millionen Aktien die Hälfte seiner bisherigen Anteile an private und öffentliche Investoren abgegeben. Der Zeichnungspreis betrug 22 € pro Aktie. Darüber hinaus hat die belgische Finanzholding Gevaert N.V. 20 % der Aktien übernommen, hiervon 15 % parallel zum Börsengang und weitere 5 % am 31.8.1999. Auch diese Transaktionen erfolgten zum Emissionspreis von 22 € pro Aktie. Die Gevaert N.V. hat die Option, innerhalb eines Jahres seit Ersterwerb weitere maximal 10 % des Aktienkapitals der Agfa-Gevaert N.V. von Bayer zu erwerben.

1998

Hinweis: Die nachstehenden Informationen wurden gemäß dem Geschäftsbericht 1998 berichtet. Im Jahr 1998 wurde die Berichtswährung DM (Deutsche Mark) verwendet. Zur Umrechnung der Beträge in € (Euro) ist folgender festgelegter Umrechnungskurs zu benutzen:
1 € (Euro) = 1,95583 DM (Deutsche Mark).

Für Akquisitionen wurde im Jahr 1998 ein Betrag von insgesamt 2,8 Mrd DM ausgegeben.

Wesentliche Akquisitionen im Jahr 1998

Am 30.11.1998 wurden 100 % der amerikanischen Firma Chiron Diagnostics zu einem Kaufpreis von 1,9 Mrd DM übernommen. Chiron Diagnostics ist Hersteller von Diagnostik-Systemen mit Schwerpunkt auf den Gebieten der Blutgasanalyse und Immunologie.

Zum Ausbau des Pflanzenschutzbereichs hat der Konzern am 20.11.1998 50 % des Saatgutbehandlungsgeschäfts der US-Firma Gustafson erworben. Der Kaufpreis hierfür beträgt 303 Mio DM.

Die 1997 vereinbarte Übernahme der Geschäftseinheiten Offset-Druckplatten und Grafische Filme des US-Unternehmens DuPont konnte am 1.3.1998 vollzogen werden. Das von DuPont erworbene Geschäft sowie die Vermögensgegenstände und Schulden wurden unmittelbar in die lokalen Agfa-Gesellschaften weltweit integriert. Der an DuPont gezahlte Kaufpreis beläuft sich auf insgesamt 210 Mio DM.

Am 10.11.1998 hat die Bayer AG mit der Millennium Pharmaceuticals Inc., USA, ein Kooperationsabkommen abgeschlossen, das Bayer den Zugang zu Schlüsseltechnologien der modernen Genomforschung ermöglicht. Im Rahmen der Zusammenarbeit ist auch eine kapitalmäßige Beteiligung von 14,37 % an Millennium vereinbart worden; hierfür wurde ein Kaufpreis von 160 Mio DM gezahlt.

In Großbritannien hat Bayer seine Pflanzenschutzaktivitäten durch den Erwerb des Saatgutbehandlungsgeschäfts von Zeneca verstärkt. Für die zum 13.5.1998 erfolgte Übernahme des Geschäfts sowie der Vermögensgegenstände und Schulden wurde ein Kaufpreis von 35 Mio DM gezahlt.

Mit der Übernahme des Foliengeschäfts von Elf Atochem zum 15.7.1998 konnte das Tochterunternehmen Wolff Walsrode AG seine Position auf dem Gebiet der Herstellung hochwertiger Polyurethan-Folien weiter ausbauen. Der Erwerbspreis beläuft sich auf 30 Mio DM.

Am 4.11.1998 wurde für 21 Mio DM das schweizerische Unternehmen Agevogel erworben, das bislang als Agent für die Bayer AG in der Schweiz tätig war. Die Gesellschaft, die auch Eigentümer des Bürogebäudes der Bayer (Schweiz) AG war, wurde unmittelbar nach dem Kauf mit dieser verschmolzen.

Zu Kaufpreisen von 21 bzw. 20 Mio DM hat Bayer sich an den beiden israelischen Unternehmen Polygal Plastics Industries Ltd. und Palthough Industries (1998) Ltd. beteiligt. Beide Gesellschaften sind auf die Herstellung von Polycarbonatplatten für Industrie und Landwirtschaft spezialisiert. Die 25prozentige Beteiligung an Polygal wurde am 14.9.1998, die 20prozentige Beteiligung an Palthough am 6.7.1998 erworben.

Bayer plc, die britische Tochtergesellschaft der Bayer AG, hat am 29.5.1998 100 % der Anteile an der W. Hawley & Son Ltd. zu einem Preis von 18 Mio DM gekauft. Mit Hawley erwirbt Bayer einen der bedeutendsten Produzenten und Vertriebshändler anorganischer Pigmentspezialitäten für Anwendungen im Bau-, Lack- und Kunststoffbereich in Großbritannien.

Zu einem Kaufpreis von 18 Mio DM konnte die der Haarmann & Reimer-Gruppe angehörende Tochtergesellschaft Frucade Essenzen GmbH am 31.3.1998 100 % der Anteile an der KAJO-Gruppe, Gröbenzell, erwerben und damit ihr Geschäft mit der Vergabe von Lizenzen für Erfrischungsgetränke ausweiten. KAJO wird im Jahr 1999 mit Frucade verschmolzen.

Am 1.7.1998 wurde der Erwerb von 100 % der Anteile am amerikanischen Unternehmen Monotype Typography Inc. durch die Agfa-Gevaert-Gruppe vollzogen. Monotype ist einer der weltweit renommiertesten Anbieter von Software für Schrifttypen. Der Kaufpreis belief sich auf 18 Mio DM.

Wesentliche Desinvestitionen im Jahr 1998

Die wesentlichste Desinvestition des Jahres 1998 war die zur Jahresmitte erfolgte Veräußerung des Zitronensäure-Geschäfts an die britische Tate & Lyle-Gruppe für 400 Mio DM.

Ebenfalls verkauft wurde das Agfa-Geschäftsfeld Kopiersysteme an die Lanier Worldwide, USA, zu einem Kaufpreis von 295 Mio DM.

Darüber hinaus wurden im Laufe des Jahres 1998 die Aktivitäten bei den anorganischen Industrieprodukten neu geordnet. In diesem Zusammenhang wurde das Bayer-Titandioxid-Geschäft in ein Joint-venture mit der amerikanischen Kerr-McGee Chemical LLC eingebracht, an dem Bayer einen Kapitalanteil von 20 % hält. Ferner wurden die Silicone-Aktivitäten von Bayer mit denen von GE Plastics, USA, in einem Gemeinschaftsunternehmen gebündelt, an dem Bayer zu 49,9 % beteiligt ist. Das Zeolithe-Geschäft wurde an das deutsche Tochterunternehmen der amerikanischen UOP LLC zu einem Preis von 25 Mio DM veräußert.

Letzte Änderung: 05. Oktober 2016 Copyright © Bayer AG