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Wesentliche Akquisitionen und sonstige Erwerbe im Jahr 2007
Die Erwerbskosten der im Jahr 2007 getätigten Akquisitionen betrugen 482 Mio €. Die Kaufpreise der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäfte wurden durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Insgesamt entstand dabei ein Geschäfts- oder Firmenwert von 210 Mio €.
Im Juni 2006 wurde die Mehrheit der Aktien an der
Bayer Schering Pharma AG (vormals Schering AG) von der zum Bayer-Konzern gehörenden Bayer Schering GmbH übernommen und ab dem 23. Juni 2006 im Bayer-Konzern voll konsolidiert. Zum 31. Dezember 2007 betrug der Anteil der Bayer Schering GmbH an der Bayer Schering Pharma AG 96,32 Prozent. Die Kaufpreis-Allokation wurde zwischenzeitlich abgeschlossen und ist gegenüber dem 31. Dezember 2006 nahezu unverändert geblieben.
Bayer CropScience hat am 31. Mai 2007 einen Vertrag zum Erwerb des US‑Baumwollsaatgut-Herstellers
Stoneville Pedigreed Seed Company mit Monsanto unterzeichnet. Die Gesellschaft wurde ab dem 1. Juni 2007 im Bayer-Konzern voll konsolidiert. Der vorläufige Kaufpreis einschließlich Anschaffungsnebenkosten beträgt 314 MIO US-$ (232 MIO €). Der nach der Kaufpreis-Allokation verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert ist im Wesentlichen Technologie- und Absatzsynergien zuzurechnen. Darüber hinaus führt die Akquisition zu einem Ausbau der Marktposition des Bayer-Konzerns im US-Geschäft mit Baumwollsaatgut im Geschäftsfeld BioScience.
Bayer MaterialScience hat seine Akquisition der
Taiwan Ure-Tech-Gruppe, des größten Herstellers von thermoplastischen Polyurethanen (TPU) in der Region Fernost/Ozeanien, zum 1. Juli 2007 abgeschlossen. Der Kaufpreis betrug 85 MIO US-$ (63 MIO €).
Bayer HealthCare hat den angekündigten Erwerb einer
Produktionsstätte für biotechnologische Präparate von Novartis in Emeryville, Kalifornien, abgeschlossen. Bayer HealthCare wird die Produktion von Betaferon®/Betaseron® in Emeryville fortführen und übernimmt hierfür die gesamte Herstellungs- und Verfahrenstechnologie sowie die am Standort Emeryville beschäftigten Mitarbeiter. Für die Übernahme der Produktionsanlagen einschließlich der sogenannten Biologics License Application (BLA), einer Genehmigung zur Herstellung biotechnologischer Produkte, sowie für die Übertragung von Betriebsmitteln, Lagerbeständen und die Überlassung bestimmter Gebäude hat Novartis einen Betrag von rund 183 MIO US-$ (137 MIO €) erhalten.
Desinvestitionen und nicht fortzuführendes Geschäft im Jahr 2007
Im Geschäftsjahr 2007 wurden u.a. durch die folgenden wesentlichen Desinvestitionen insgesamt 5.421 MIO € erlöst.
Am 29. Juni 2006 wurde zwischen der Bayer AG und der Siemens AG eine Vereinbarung zur Übernahme des Diagnostika-Geschäfts getroffen. Für 4,3 MRD € hat der Bayer-Konzern im Januar 2007 dieses Geschäft von Bayer HealthCare an die Siemens AG, München, verkauft. Die Übertragung des Geschäfts auf den Erwerber wurde zum 2. Januar 2007 abgeschlossen.
Ende 2006 erfolgte bereits eine erste Zahlung in Höhe von 0,4 MRD €.
Am 23. November 2006 wurde ein Vertrag zur Veräußerung der Aktivitäten der ehemals dem Segment Materials zugeordneten
H.-C.-Starck-Gruppe an ein Konsortium aus den beiden Finanzinvestoren Advent International und The Carlyle Group zu einem Kaufpreis von 1,2 MRD € abzüglich der Übernahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von rund 0,3 MRD € und Pensionsverpflichtungen in Höhe von 0,2 MRD € unterzeichnet. Die Übertragung des Geschäfts auf den Erwerber wurde am 1. Februar 2007 abgeschlossen.
Am 18. Dezember 2006 wurde eine Vereinbarung zum Verkauf der vorwiegend in der Cellulose-Chemie tätigen Gesellschaften der
Wolff-Walsrode-Gruppe mit dem amerikanischen Chemiekonzern The Dow Chemical Company zu einem Kaufpreis von 0,5 MRD € abzüglich der Übernahme von Finanzverbindlichkeiten und Pensionsverpflichtungen in Höhe von rund 0,1 MRD € unterzeichnet. Die Wolff-Walsrode-Gruppe war dem Segment Materials zugeordnet. Nach der Zustimmung der Kartellbehörden wurde die Übertragung des Geschäfts auf den Erwerber am 30. Juni 2007 abgeschlossen.
Sowohl die Diagnostika-Aktivitäten als auch H.C. Starck und Wolff Walsrode werden als nicht fortzuführendes Geschäft im Berichtsjahr ausgewiesen.