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Montag  01. März  2010

Genehmigungsprozess startet im April 2010:

Bayer MaterialScience plant neue TDI-Anlage im Weltmaßstab am Standort Dormagen

Zukunftsinvestition von 150 Millionen Euro / Neues Produktionsverfahren wurde in Dormagen entwickelt / Energieeinsparungen von bis zu 60 Prozent gegenüber konventionellen Anlagen

Dormagen, 1. März 2010 - Bayer MaterialScience will rund 150 Millionen Euro in eine neue Hightech-Produktionsanlage für TDI (Toluylen-Diisocyanat) im Chempark Dormagen investieren. TDI ist ein Vorprodukt zur Herstellung von Polyurethan-Weichschaum. Die neue Anlage soll eine Kapazität von 300.000 Jahrestonnen haben und die bestehenden Anlagen in Dormagen und Brunsbüttel ersetzen. Hintergrund ist die europaweite Optimierung der Isocyanat-Produktion des Unternehmens. "Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Nordrhein-Westfalen. Sie soll Dormagen als globales TDI-Technologiezentrum stärken und die Wettbewerbsfähigkeit des Chempark Dormagen sowie die Arbeitsplätze im Betrieb und in der Region dauerhaft sichern", erklärt Dr. Tony Van Osselaer, Vorstandsmitglied bei Bayer MaterialScience.

Die innovative, patentierte TDI-Verfahrenstechnologie der geplanten Anlage setzt global neue Maßstäbe in der effizienten und klimaschonenden TDI-Produktion. "Die gebündelte Expertise unserer TDI-Prozessinnovation kommt aus Dormagen - darauf sind wir hier besonders stolz", sagt Dieter Kuhne, Leiter der TDI-Produktion in Dormagen. "Gegenüber einer konventionellen Anlage gleicher Größe ermöglicht unser Verfahren Energieeinsparungen von bis zu 60 Prozent. Zudem kommt die Technologie mit bis zu 80 Prozent weniger Lösungsmittel aus. Dies trägt zu einer deutlich besseren Energie- und Umweltbilanz bei", so Kuhne weiter.

Start des Genehmigungsprozesses Im Dezember 2008 hatte Bayer MaterialScience erstmals Pläne zur Errichtung einer neuen TDI-Produktionsanlage in Dormagen vorgestellt. Im April 2010 ist die zweite Phase des Projekts mit dem sogenannten Scoping-Termin geplant, zu dem die Bezirksregierung Köln als Genehmigungsbehörde einladen wird. Abhängig von der politischen Akzeptanz und den behördlichen Genehmigungen soll die Großanlage auf dem Gelände des Kohlekraftwerks entstehen, das abgerissen wird. Die neue TDI-Produktion soll nach derzeitiger Planung 2014 in Betrieb gehen. Dormagen soll dann der alleinige Standort für die Herstellung von TDI von Bayer MaterialScience in Europa sein. In Brunsbüttel ist ein Ausbau der Produktion von Rohstoffen für Polyurethan-Hartschäume geplant.

Chempark Dormagen bietet die idealen Rahmenbedingungen Bei der Standortsuche für die TDI-Anlage hat sich der Chempark Dormagen in einem europaweiten Auswahlverfahren durchgesetzt - insbesondere wegen der Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten sowie der vorhandenen Infrastruktur. Aufgrund der deutlich höheren Produktionskapazität benötigt die geplante Anlage entsprechend größere Mengen an Rohstoffen. Während Chlor in Dormagen bereits in ausreichender Menge zur Verfügung steht, ist zur Deckung des erhöhten Bedarfs an Kohlenmonoxid der Bau eines neuen Reformers erforderlich. Auch hierfür sind die notwendigen Ausgangsstoffe in Dormagen vorhanden. Zudem kann der bei der Kohlenmonoxid-Produktion als Nebenprodukt anfallende Wasserstoff am Standort direkt weiterverarbeitet werden.

"Wir freuen uns sehr darüber, dass Bayer MaterialScience sich bei dieser wichtigen Investition für Dormagen entschieden hat. Eine Anlage dieser Größenordnung würde auch eine Reihe von Folgeinvestitionen mit sich bringen und dadurch langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern", sagt Dr. Walter Leidinger, Leiter des Chempark Dormagen. Der Standort biete hierfür die richtige Infrastruktur.

Von der Prozessinnovation zur großtechnischen Produktion In Dormagen wird TDI bereits seit 1964 produziert. "Wir verfügen hier über eine jahrzehntelange Erfahrung in der TDI-Produktion", betont Kuhne. In der neuen Anlage im Weltmaßstab soll eine innovative Verfahrenstechnologie eingesetzt werden, die sich seit sechs Jahren in einer Dormagener Pilotanlage bewährt hat. Das neue TDI-Verfahren - ein Quantensprung hinsichtlich Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und Produktivität - erfüllt höchste Sicherheitsstandards. In Caojing nahe Shanghai, China, wird schon jetzt eine Großanlage nach diesem Muster erbaut, die Mitte 2011 den Betrieb aufnehmen soll.

TDI - ein Rohmaterial mit Zukunft TDI ist ein wichtiges Vorprodukt bei der Herstellung von Polyurethan-Weichschäumen. Daraus werden langlebige Komfortprodukte mit hohem Qualitätsanspruch hergestellt, die aus dem modernen Lebensalltag nicht mehr wegzudenken sind. Beispiele sind liegefreundliche Kaltschaummatratzen, hochwertige Sitzmöbel, rückenschonende Polster für Büro- und Autositze, aber auch passgenaue Produktschutzverpackungen, Mikrofon- und Kopfhörer- Schutzpolster sowie zahlreiche weitere Anwendungen im Sport- und Freizeitbereich. Bayer MaterialScience erwartet, dass die TDI-Nachfrage weiter steigen wird. Mit dem effizienten, nachhaltigen TDI-Verfahren will Bayer MaterialScience frühzeitig seine weltweit führende Wettbewerbsposition in diesem langfristig wachsenden Zukunftsmarkt weiter ausbauen.

Über Bayer MaterialScience:
Mit einem Umsatz von 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2009 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2009 rund 14.300 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Mehr Informationen finden Sie unter www.bayermaterialscience.de.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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