11. März 2015

Investorenkonferenz "Meet Management":

Bayer will Life-Science-Geschäfte deutlich ausbauen

Kräftige Umsatz- und Margensteigerung bei HealthCare bis 2017 angestrebt / CropScience will stärker wachsen als der Markt und Marge auf hohem Niveau halten
Leverkusen/Berlin, 11. März 2015 - Der Bayer-Konzern strebt für seine
Life-Science-Geschäfte ein kräftiges Umsatz- und Ergebniswachstum in den
kommenden Jahren an. "Wir sind auch mittelfristig optimistisch und haben uns in
den Life-Science-Geschäften viel vorgenommen", sagte Vorstandsvorsitzender Dr.
Marijn Dekkers am Mittwoch auf der Investorenkonferenz "Meet Management" in
Berlin. Vor allem im HealthCare-Geschäft sollen Umsatz und Marge bis 2017
deutlich steigen. Treiber sind hier insbesondere die neueren Pharma-Produkte
sowie das Consumer-Care-Geschäft, das im vergangenen Jahr durch Akquisitionen
erheblich gestärkt wurde. Bei CropScience will Bayer weiterhin stärker wachsen
als der Markt und die Marge auf einem branchenführenden Niveau halten. Dabei
soll das Agrargeschäft vor allem von den neuen Produkten im Bereich
Pflanzenschutz (Crop Protection) profitieren. "Wir werden weiterhin
signifikante Mittel investieren, um auch in Zukunft mit innovativen Produkten
erfolgreich sein zu können", so Dekkers.

"Im Gesundheitsgeschäft sind die Aussichten dank unserer fünf neueren
Pharma-Produkte besonders positiv", sagte Dekkers weiter. "Sie haben
entscheidend dazu beigetragen, dass wir unter den großen Pharma-Unternehmen mit
am schnellsten wachsen." Im laufenden Jahr sollen der Gerinnungshemmer
Xarelto™, das Augenmedikament Eylea™, die Krebsmedikamente Stivarga™ und
Xofigo™ sowie das Lungenhochdruckmittel Adempas™ zusammen bereits einen Umsatz
in Richtung 4 Milliarden Euro erzielen (2014: 2,9 Milliarden Euro). Das
jährliche Spitzenumsatzpotenzial dieser Produkte bezifferte Dekkers auf
insgesamt mindestens 7,5 Milliarden Euro.?

Hohe Erwartungen an die mittelfristige Umsatz- und Ertragsentwicklung

Bis zum Jahr 2017 will Bayer im HealthCare-Geschäft den Umsatz pro Jahr
durchschnittlich um ca. 6 Prozent auf mehr als 25 (2014: 20,0) Milliarden Euro
steigern und die bereinigte EBITDA-Marge auf 29 bis 31 Prozent (2014: 27,5
Prozent) erhöhen. Den Einschätzungen liegt das Wechselkursniveau zum 31.
Dezember 2014 zugrunde - z. B. ein Euro-US-Dollar-Kurs von 1,21. Die
prozentualen Umsatzveränderungen basieren zudem auf Pro-forma-Zahlen, in denen
die akquirierten Geschäfte so dargestellt sind, als wären die Übernahmen
bereits zum 1. Januar 2014 vollzogen worden.

Bei Pharma will Bayer den Umsatz bis 2017 pro Jahr um durchschnittlich ca. 7
Prozent auf über 15 (2014: 12,1) Milliarden Euro steigern. Die um
Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge der Sparte soll 32 bis 34 (2014: 30,7)
Prozent erreichen. Die Höhe der Marge werde maßgeblich vom Erfolg der
vermarkteten Produkte bestimmt - aber auch vom Fortschritt der Projekte, die
sich derzeit in der Forschungs- und Entwicklungspipeline befänden, erläuterte
der Vorstandsvorsitzende. Je besser sich die Pharma-Pipeline entwickle, desto
höhere Investitionen in weiterführende klinische Studien seien erforderlich.
Bayer erwarte in den kommenden 12 bis 18 Monaten bedeutende Fortschritte bei
seinen Pipeline-Projekten im mittleren und fortgeschrittenen Stadium. "Wir
wollen helfen, auf unseren Forschungsgebieten Herzkreislauf- und
Blut-Erkrankungen sowie Krebs und Frauengesundheit die Behandlungsmöglichkeiten
für Patienten zu verbessern", sagte Dekkers. Allein für 2015 plane Bayer
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von mehr als 4,0 (2014: 3,6)
Milliarden Euro - davon entfällt mit rund 2,2 Milliarden Euro mehr als die
Hälfte auf das Pharma-Geschäft.

Das Segment Consumer Health soll seinen Umsatz bis 2017 pro Jahr
durchschnittlich um ca. 4 Prozent auf über 10 (2014: 7,9) Milliarden Euro
steigern und eine bereinigte EBITDA-Marge von 24 bis 26 (2014: 22,5) Prozent
erzielen. Hierzu soll insbesondere das von Merck & Co., Inc. (USA) erworbene
Consumer-Care-Geschäft beitragen. Die Integration verlaufe sehr erfolgreich, so
Dekkers. Bayer belege nun weltweit eine starke zweite Position im Geschäft mit
rezeptfreien Produkten (OTC).

"Auch im Agrargeschäft profitieren wir vor allem von unseren innovativen
Produkten", sagte Dekkers weiter. So sollen die neuen Produkte aus dem Bereich
Crop Protection, die seit 2006 auf den Markt gekommen sind, im Jahr 2017 einen
Umsatz von ca. 2,8 Milliarden Euro erreichen (2014: 1,9 Milliarden Euro).
Insgesamt will Bayer im CropScience-Geschäft stärker wachsen als der Markt und
den Umsatz auf über 11 Milliarden Euro im Jahr 2017 (2014: 9,5 Milliarden Euro)
steigern. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von ca. 5
Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge soll mit 23 bis 25 Prozent (2014: 24,9
Prozent) auf einem führenden Niveau gehalten werden.

"Die beschlossene vollständige Ausrichtung von Bayer auf die
Life-Science-Geschäfte werden wir nun mit aller Kraft vorantreiben", kündigte
Dekkers an. Alle Projekte hierzu seien voll im Plan. Bis zum 31. August 2015
soll die wirtschaftliche und rechtliche Verselbstständigung von MaterialScience
- der sogenannte Carve-out - erfolgen und der geplante Börsengang bis
spätestens Mitte 2016. Die Entscheidung, ob dies im Wege eines IPO oder eines
Spin-off geschehen soll, ist für die zweite Jahreshälfte 2015 geplant.

"Für die Zukunft sind wir optimistisch", fasste Dekkers zusammen. Bayer habe
exzellente Wachstumsperspektiven - mit seinen herausragenden Kompetenzen in
Forschung und Entwicklung sowie im Vertrieb, einer dynamischen
Innovationspipeline, starken Marken und einer überlegenen Präsenz in den
Wachstumsmärkten.


Bayer: Science For A Better Life

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten
Gesundheit, Agrarwirtschaft und hochwertige Polymer-Werkstoffe. Als
Innovationsunternehmen setzt Bayer Zeichen in forschungsintensiven Bereichen.
Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will Bayer den Menschen nützen und
zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern
Werte schaffen durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft. Bayer
bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als "Corporate
Citizen" sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte der
Konzern mit 118.900 Beschäftigten einen Umsatz von 42,2 Milliarden Euro. Die
Investitionen beliefen sich auf 2,5 Milliarden Euro und die Ausgaben für
Forschung und Entwicklung auf 3,6 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind
im Internet zu finden unter www.bayer.de.


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