25. Februar 2016

Geschäftsjahr 2015:

Erneutes Rekordjahr für Bayer

Neuausrichtung auf Life Sciences nach gelungenem Börsengang von Covestro / Deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung bei HealthCare / CropScience mit gutem Geschäftsverlauf trotz schwächeren Marktumfelds / Kräftige Ergebnisverbesserung bei Covestro / Konzernumsatz auf 46,324 Milliarden Euro (plus 12,1 Prozent / wpb. plus 2,7 Prozent) gewachsen / EBITDA vor Sondereinflüssen um 18,2 Prozent auf 10,266 Milliarden Euro gesteigert / EBIT um 15,8 Prozent auf 6,250 Milliarden Euro verbessert / Konzernergebnis um 20,0 Prozent auf 4,110 Milliarden Euro erhöht / Bereinigtes Ergebnis je Aktie um 16,0 Prozent auf 6,83 Euro gestiegen / Ausblick 2016: Weiteres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis
Leverkusen, 25. Februar 2016 - Der Bayer-Konzern war im Geschäftsjahr 2015
strategisch und operativ sehr erfolgreich. "Operativ war es erneut ein
Rekordjahr für Bayer. Der Umsatz lag mit über 46 Milliarden Euro so hoch wie
nie zuvor in der Geschichte des Unternehmens. Auch beim bereinigten Ergebnis
erreichten wir mit einem deutlichen Plus von rund 18 Prozent ein neues
Rekordniveau von über 10 Milliarden Euro", sagte Vorstandsvorsitzender Dr.
Marijn Dekkers am Donnerstag auf der Bilanz-Pressekonferenz in Leverkusen.
"Strategisch haben wir alle notwendigen Schritte unternommen, um Bayer zu einem
reinen Life-Science-Unternehmen zu machen", sagte Dekkers. So habe Bayer den
früheren Teilkonzern MaterialScience unter dem Namen Covestro an die Börse
gebracht und mit der Neuorganisation die Weichen für eine erfolgreiche
Weiterentwicklung des Unternehmens gestellt. Für das laufende Jahr stellte
Dekkers ein weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum in Aussicht.

Der Konzernumsatz erhöhte sich im Jahr 2015 um 12,1 Prozent auf 46,324
(Vorjahr: 41,339) Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt (wpb.)
entspricht das einem Zuwachs von 2,7 Prozent. Das EBITDA vor Sondereinflüssen
stieg um 18,2 Prozent auf 10,266 (8,685) Milliarden Euro. Die gute
Geschäftsentwicklung ging einher mit höheren Aufwendungen für Forschung und
Entwicklung (ca. 740 Millionen Euro Erhöhung gegenüber Vorjahr).
Währungseffekte trugen mit etwa 680 Millionen Euro positiv zum Ergebnis bei.
Das EBIT stieg um 15,8 Prozent auf 6,250 (5,395) Milliarden Euro. Darin
enthalten sind per saldo Sonderaufwendungen von 819 (438) Millionen Euro. Diese
resultierten im Wesentlichen aus der Konsolidierung von Produktionsstätten, der
Integration erworbener Geschäfte und Aufwendungen im Zusammenhang mit der
Verselbstständigung und dem Börsengang von Covestro. Positiv wirkte sich ein
Sonderertrag aus einem Rechtsfall in Verbindung mit einer Vertrags- und
Patentverletzung aus. Das Konzernergebnis stieg um 20,0 Prozent auf 4,110
(3,426) Milliarden Euro und das bereinigte Ergebnis je Aktie aus dem
fortzuführenden Geschäft um 16,0 Prozent auf 6,83 (5,89) Euro.

Der Brutto-Cashflow im fortzuführenden Geschäft erhöhte sich um 4,4 Prozent auf
6,999 (6,707) Milliarden Euro und lag damit deutlich über der sogenannten
Brutto-Cashflow-Hurdle von rund 5,7 Milliarden Euro. "Bayer hat im vergangenen
Jahr die Mindestanforderung an Verzinsung und Reproduktion weit übertroffen und
damit Wert geschaffen. Dazu trugen alle Teilkonzerne bei", betonte
Finanzvorstand Johannes Dietsch. Der Netto-Cashflow (gesamt) stieg um 18,6
Prozent auf 6,890 (5,810) Milliarden Euro. Die Nettofinanzverschuldung am 31.
Dezember 2015 verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 2,2
Milliarden auf 17,4 Milliarden Euro.

Umsatz- und Ergebnisschub bei HealthCare

Im Gesundheitsgeschäft (HealthCare) stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um
19,9 (wpb. 8,1) Prozent auf 22,874 (19,075) Milliarden Euro. "Zu diesem
erfreulichen Wachstum trugen die neueren Pharma-Produkte maßgeblich bei",
erläuterte Dekkers. "Zudem konnten wir im Segment Consumer Health den Umsatz
aller Divisionen steigern." Der deutliche nominale Umsatzzuwachs war im
Wesentlichen auf die von Merck & Co., Inc., USA, erworbenen Produkte sowie auf
Währungseffekte zurückzuführen.

Der Umsatz des Segments Pharma stieg wpb. deutlich um 9,9 Prozent auf 13,745
Milliarden Euro. Die neueren Produkte - der Blutgerinnungshemmer Xarelto™, das
Augenmedikament Eylea™, die Krebsmittel Stivarga™ und Xofigo™ sowie Adempas™
gegen Lungenhochdruck erzielten einen Umsatz von insgesamt 4,231 (2,908)
Milliarden Euro. Xarelto™ wuchs mit währungsbereinigt (wb.) 34,2 Prozent
deutlich, im Wesentlichen aufgrund von Mengenausweitungen in Deutschland und
Japan. Einen starken Umsatzanstieg verzeichnete Xarelto™ auch in den USA, wo
das Produkt von einer Tochterfirma von Johnson & Johnson vermarktet wird.
Eylea™ legte nach Zulassungen in weiteren Indikationen sogar um wb. 57,4
Prozent zu.

Bei den etablierten Top-Produkten waren vor allem die Hormonspiralen der
Mirena™-Produktfamilie und das Krebsmedikament Nexavar™ erfolgreich, deren
Umsätze wb. um 5,7 bzw. 7,4 Prozent zunahmen. Die Umsätze des
Multiple-Sklerose-Medikaments Betaferon™/Betaseron™ gingen infolge des erhöhten
Wettbewerbs wb. um 8,1 Prozent zurück. Aufgrund des generischen Wettbewerbs in
Europa und den USA war auch das Geschäft mit den oralen Kontrazeptiva YAZ™/
Yasmin™/Yasminelle™ mit wb. minus 4,7 Prozent rückläufig. Insgesamt
verzeichnete das Pharma-Geschäft wb. erfreuliche Umsatzzuwächse in allen
Regionen. Besonders gut entwickelte sich das Geschäft in Deutschland, Japan und
den USA.

Im Segment Consumer Health stieg der Umsatz wpb. um 5,1 Prozent auf 9,129
Milliarden Euro. Bei Consumer Care belief sich der Umsatz der von Merck & Co.,
Inc., USA, erworbenen Produkte auf 1,770 Milliarden Euro. Ein deutliches
Wachstum von wb. 11,5 Prozent verzeichnete das Hautpflegemittel Bepanthen™/
Bepanthol™. Das Geschäft mit dem Antimykotikum Canesten™ legte in allen
Regionen erfreulich zu (wb. plus 17,3 Prozent). Positiv war auch die
Entwicklung des Analgetikums Aleve™ (wb. plus 4,8 Prozent), hauptsächlich
aufgrund von Preis- und Mengensteigerungen in Lateinamerika/ Afrika/Nahost. In
der Division Animal Health leistete das Floh- und Zeckenhalsband Seresto™ einen
wesentlichen Wachstumsbeitrag. Der Umsatz der Advantage™-Produktfamilie mit
Floh-, Zecken- und Entwurmungsmitteln ging hingegen leicht um wb. 1,3 Prozent
zurück. Im Geschäft mit Kontrastmitteln und Medizingeräten (Medical Care)
erzielte das MRT-Kontrastmittel Gadovist™/Gadavist™ einen erfreulichen Zuwachs
von wb. 17,6 Prozent.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen steigerte HealthCare kräftig um 19,8 Prozent
auf 6,419 (5,357) Milliarden Euro. Maßgeblich für diesen Ergebniszuwachs waren
die sehr gute Geschäftsentwicklung bei Pharma und Consumer Health - bei
Consumer Health vor allem aufgrund der Ergebnisbeiträge aus den erworbenen
Geschäften. Hinzu kamen positive Wechselkurseffekte von etwa 250 Millionen
Euro. Gegenläufig wirkten höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung bei
Pharma sowie gestiegene Aufwendungen für Marketing und Vertrieb bei Consumer
Health.

CropScience: Guter Geschäftsverlauf trotz schwächeren Marktumfelds

Im Agrargeschäft (CropScience) stieg der Umsatz im Jahr 2015 um 9,2 (wpb. 1,7)
Prozent auf 10,367 (9,494) Milliarden Euro. "CropScience konnte trotz des
schwächeren Marktumfelds weiter zulegen", betonte Dekkers. "Damit sind wir
stärker gewachsen als unsere wichtigsten Wettbewerber im Durchschnitt." Sowohl
der Bereich Crop Protection/ Seeds als auch Environmental Science verzeichneten
ein Wachstum. Regional entwickelte sich das Geschäft in Europa besonders
erfreulich - hier erzielte CropScience ein Plus von wb. 8,2 Prozent. In
Asien/Pazifik erhöhte sich der Umsatz um wb. 1,3 Prozent, während er in
Nordamerika um wb. 1,6 Prozent zurückging. In Lateinamerika/Afrika/ Nahost lag
der Umsatz auf Vorjahresniveau (wb. minus 0,5 Prozent).

Im Pflanzenschutz (Crop Protection) standen erfreuliche Umsatzsteigerungen mit
Fungiziden (wpb. plus 9,5 Prozent) und Herbiziden (wpb. plus 5,4 Prozent) einem
deutlichen Rückgang bei Insektiziden (wpb. minus 14,0 Prozent) gegenüber.
Dieser war im Wesentlichen auf einen geringeren Schädlingsbefall in Brasilien
zurückzuführen. SeedGrowth (Saatgutbehandlungsmittel) verzeichnete einen
Rückgang um wpb. 10,6 Prozent. Im Saatgutgeschäft (Seeds) nahm der Umsatz um
wpb. 8,8 Prozent zu. Besonders gut entwickelte sich hier das Geschäft mit
Sojabohnen- und Rapssaatgut. Der Umsatz von Environmental Science erhöhte sich
wpb. um 4,1 Prozent.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von CropScience verbesserte sich um 2,4 Prozent
auf 2,416 (2,360) Milliarden Euro. Neben positiven Ergebniseffekten aus einer
zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung mit gesteigerten Absatzmengen und
leicht verbesserten Verkaufspreisen verzeichnete der Teilkonzern einen deutlich
positiven Währungseffekt von rund 220 Millionen Euro. Dem standen gestiegene
Herstellungskosten sowie höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
gegenüber.

Kräftige Ergebnisverbesserung bei Covestro

Im Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen (Covestro, vormals
MaterialScience) stieg der Umsatz um 2,8 Prozent auf 11,982 (11,651) Milliarden
Euro. Wpb. entsprach das einem Rückgang um 5,1 Prozent, der auf gesunkene
Absatzpreise in allen Business Units zurückzuführen war. Dagegen konnte
Covestro die Absatzmengen in allen Business Units ausweiten. Das EBITDA vor
Sondereinflüssen verbesserte sich klar um 39,8 Prozent auf 1,659 (1,187)
Milliarden Euro. Deutlich gesunkene Rohstoffpreise konnten den Rückgang der
Absatzpreise überkompensieren. Des Weiteren wirkten sich positive
Währungseffekte mit etwa 240 Millionen Euro auf das Ergebnis aus.

Derzeit ist Bayer noch mit 69 Prozent an Covestro beteiligt. Covestro wird
weiterhin als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den
Bayer-Konzernabschluss einbezogen. Jedoch werden im bereinigten Ergebnis je
Aktie 31 Prozent des bereinigten Covestro-Ergebnisses den externen
Covestro-Aktionären zugeordnet. Dies schmälert somit das bereinigte Ergebnis je
Aktie von Bayer.

HealthCare und CropScience mit Umsatzplus im 4. Quartal

Der Konzernumsatz stieg im 4. Quartal 2015 um 4,9 (wpb. 2,4) Prozent auf 11,319
(10,792) Milliarden Euro. Hierzu trugen HealthCare und CropScience bei, während
der Umsatz von Covestro zurückging. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte
sich um 4,0 Prozent auf 1,903 (1,829) Milliarden Euro. Die gute
Geschäftsentwicklung, vor allem bei HealthCare, ging einher mit höheren
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie für Marketing und Vertrieb.
Positive Währungseffekte trugen mit 200 Millionen Euro zum Ergebnis bei. Das
EBIT erhöhte sich signifikant um 65,4 Prozent auf 908 (549) Millionen Euro,
noch deutlicher stieg das Konzernergebnis auf 613 (224) Millionen Euro. Das
bereinigte Ergebnis je Aktie für das fortzuführende Geschäft verringerte sich
hingegen auf 1,07 (1,17) Euro. Hier hatte sich im Vorjahr ein Steuerertrag
ausgewirkt.

Bayer will 2016 weiter wachsen

Für das Geschäftsjahr 2016 zeigte sich Dekkers zuversichtlich: "Wir wollen
weiter wachsen, sowohl beim Umsatz als auch bei unserem Geschäftsergebnis. Und
das auf Basis eines Rekordjahrs", sagte der Vorstandsvorsitzende. Die Prognose
basiert auf der zum 1. Januar 2016 eingeführten neuen Organisationsstruktur und
der Annahme einer ganzjährigen Einbeziehung des Covestro-Geschäfts. Ferner
wurden für 2016 die Wechselkurse zum Stichtag 31. Dezember 2015 zugrunde
gelegt, z.B. ein EUR-USD-Kurs von 1,09.

Der Bayer-Konzern plant für 2016 inklusive Covestro einen Umsatz von über 47
Milliarden Euro. Dies entspricht wpb. einem Anstieg im unteren einstelligen
Prozentbereich. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen ist eine Erhöhung im
mittleren einstelligen Prozentbereich geplant. Das bereinigte Ergebnis je Aktie
aus dem fortzuführenden Geschäft will Bayer ebenfalls im mittleren einstelligen
Prozentbereich steigern. In dieser Annahme ist Covestro für das volle Jahr 2016
mit nur 69 Prozent enthalten. Aus dem Verkauf des Diabetes-Care-Geschäftes wird
für das nicht fortgeführte Geschäft ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von knapp
0,40 Euro erwartet.

Für den Bereich Life Sciences, also den Bayer-Konzern ohne Covestro, ist ein
Umsatz von ca. 35 Milliarden Euro geplant (2015 pro forma: 34,342 Milliarden
Euro). Dies entspricht wpb. einem Anstieg im mittleren einstelligen
Prozentbereich. Das EBITDA vor Sondereinflüssen plant Bayer ebenfalls im
mittleren einstelligen Prozentbereich zu erhöhen (2015 pro forma: 8,607
Milliarden Euro). In der Planung sind Dissynergien von rund 130 Millionen Euro
aus der Verselbstständigung von Covestro sowie aus Desinvestitionen
berücksichtigt.

Für die Division Pharmaceuticals - einschließlich des Radiologie-Geschäfts -
erwartet Bayer trotz teilweise rückläufiger Preisentwicklung einen Umsatz von
ca. 16 Milliarden Euro (2015 pro forma: 15,308 Milliarden Euro). Dies
entspricht einem wpb. Zuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich. Den
Umsatz mit den neueren Pharma-Produkten will das Unternehmen auf über 5
Milliarden Euro steigern. Für das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA ist eine
Steigerung im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich geplant (2015
pro forma: 4,615 Milliarden Euro). Die um Sondereinflüsse bereinigte
EBITDA-Marge will Bayer verbessern.

In der Division Consumer Health rechnet Bayer mit einem Umsatz von über 6
Milliarden Euro und plant ein wpb. Wachstum im mittleren einstelligen
Prozentbereich (2015 pro forma: 6,076 Milliarden Euro). Auch für das EBITDA vor
Sondereinflüssen wird eine Steigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich
erwartet (2015 pro forma: 1,456 Milliarden Euro).

In der Division Crop Science plant Bayer einen Umsatz auf dem Niveau des
Vorjahres (2015: 10,367 Milliarden Euro). Dies entspricht einer wpb. Steigerung
im unteren einstelligen Prozentbereich. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen ist
eine Steigerung im unteren einstelligen Prozentbereich geplant (2015: 2,416
Milliarden Euro).

Im Bereich Animal Health erwartet Bayer einen Umsatz leicht über dem Niveau des
Vorjahres (2015: 1,490 Milliarden Euro). Das entspricht einem wpb. Anstieg im
unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Für das EBITDA vor
Sondereinflüssen ist ebenfalls eine Steigerung im unteren bis mittleren
einstelligen Prozentbereich geplant (2015 pro forma: 348 Millionen Euro).

Covestro plant für das Jahr 2016 einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres
sowie einen Rückgang des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA.

Für 2016 plant Bayer Sonderaufwendungen in einer Größenordnung von etwa 0,5
Milliarden Euro. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Integration der
erworbenen Consumer-Care-Geschäfte sowie die Neustrukturierung des Konzerns.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung will Bayer im Jahr 2016 auf ca.
4,5 Milliarden Euro steigern. Sachanlageinvestitionen sind in Höhe von rund 2,5
Milliarden Euro geplant und Investitionen in immaterielle Vermögenswerte von
0,4 Milliarden Euro. Die planmäßigen Abschreibungen werden auf etwa 3,1
Milliarden Euro beziffert, davon 1,6 Milliarden Euro auf immaterielle
Vermögenswerte. Zum Jahresende 2016 rechnet Bayer mit einer
Nettofinanzverschuldung von unter 16 Milliarden Euro.

Dekkers: Europa muss innovativer werden

Innovationen seien die Grundlage für den geschäftlichen Erfolg von Bayer,
betonte Dekkers auf der Bilanz-Pressekonferenz. Weltweit beschäftigt der
Konzern fast 15.000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung und steigerte die
Ausgaben in diesem Bereich im vergangenen Jahr um 21,0 Prozent auf 4,281
Milliarden Euro. "Damit wir unser Potenzial voll ausschöpfen können, brauchen
wir aber auch ein Umfeld, das unsere Innovationsbemühungen unterstützt. Ich bin
fest davon überzeugt, dass Europa innovativer werden muss", sagte Dekkers.

Handlungsbedarf sieht der Vorstandsvorsitzende zum einen im sozio-kulturellen
Umfeld: "Prinzipiell sind zwar alle für Innovation. Aber wenn es um konkrete
Technologien geht, überwiegen allzu schnell die Bedenken." Es sei richtig,
offen über neue Technologien zu diskutieren. Die Debatten sollten jedoch auf
der Basis wissenschaftlicher Fakten geführt werden. Deshalb seien Wissenschaft,
Politik und Unternehmen dazu aufgerufen, sich stärker in öffentlichen
Diskussionen zu engagieren.

Zweitens gehe es darum, den technologischen Fortschritt durch geeignete
Regulierungen zu begleiten statt zu verhindern. "Deshalb mache ich mich für die
Idee stark, auf europäischer Ebene ein Innovationsprinzip einzuführen - eine
Art Innovations-TÜV, der Regulierungen auf ihre Folgen für die
Innovationsfähigkeit der Wirtschaft überprüft", so Dekkers. Dies könne das
europäische Vorsorgeprinzip sinnvoll ergänzen. Beide Prinzipien zusammen
könnten für eine ausgewogenere Betrachtung von Nutzen und Risiko neuer
Technologien sorgen. Das würde bessere Regulierungen ermöglichen - und mehr
Innovation.

"Um innovativer zu werden, müssen wir auch die externen
Finanzierungsbedingungen für Innovation verbessern", führte Dekkers aus. So
brauche Deutschland ein Wagniskapitalgesetz, damit junge Unternehmen leichter
an Startkapital herankommen könnten.


Hinweis:

Nachfolgend erhalten Sie Tabellen mit Kennzahlen des Bayer-Konzerns und seiner
Teilkonzerne zum Gesamtjahr sowie zum 4. Quartal 2015.

Der vollständige Geschäftsbericht 2015 ist im Internet verfügbar unter
www.investor.bayer.de

Ergänzende Angebote im Internet unter www.investor.bayer.de:
- Live-Übertragung der Bilanz-Pressekonferenz ab ca. 10:00 Uhr MEZ
- Redecharts zur Investoren-Telefonkonferenz ab 12:00 Uhr MEZ
- Live-Übertragung der Investoren-Telefonkonferenz ab ca. 14:00 Uhr MEZ
- Aufzeichnung der Investoren-Telefonkonferenz ab ca. 18:00 Uhr MEZ


Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presse-Information kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen
enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der
Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch
unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass
die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die
Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen
abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in
veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der
Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei
Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an
zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.