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Konjunkturausblick und Marktchancen in 2012
(veröffentlicht am 26. April 2012 im Finanzbericht zum 31. März 2012)

Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich zu Beginn des Jahres 2012 verbessert, bleiben aber weiterhin mit Unsicherheit behaftet. Auf der einen Seite hat sich die Erholung in den USA gefestigt und dürfte sich im weiteren Jahresverlauf fortsetzen. Ebenso erwarten wir weiterhin ein robustes Wachstum in den Schwellenländern, wenn auch zum Teil – insbesondere in China – mit etwas geringerer Dynamik. Auf der anderen Seite bleiben die Aussichten für Europa ungünstig. Investoren und Konsumenten dürften sich angesichts der Unsicherheit über den Fortgang der Euro-Krise zurückhalten. In diesem Umfeld erwarten wir auch für Deutschland ein geringeres Wachstum als im Vorjahr. Darüber hinaus könnten Rohstoffpreissteigerungen zu einer weiteren Belastung der Weltwirtschaft führen.

Für den Pharmamarkt erwarten wir im Jahr 2012 nach wie vor ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Dieses dürfte weiterhin stark von den Schwellenländern wie China, Brasilien, Indien und Russland ausgehen. In den klassischen Märkten wie den USA und den großen europäischen Ländern rechnen wir lediglich mit einem Wachstum im unteren einstelligen Bereich. In einzelnen Ländern sind leichte Rückgänge möglich.

Für den Consumer-Care-Markt erwarten wir 2012 weiterhin ein konstantes bis leicht abgeschwächtes Wachstum im Vergleich zu 2011. Höheren Steigerungsraten in den Schwellenländern dürfte eine Abschwächung des Wachstums in Europa und den USA gegenüberstehen. Das Wachstum des Medical-Care-Marktes dürfte 2012 aufgrund eines stärkeren Medizingeräte-Marktes etwas höher ausfallen als im Vorjahr. Für den Animal-Health-Markt erwarten wir für 2012 trotz schwächerer konjunktureller Aussichten im ersten Halbjahr insgesamt ein Wachstum auf dem Niveau der vergangenen Jahre.

Wir gehen für das Jahr 2012 von einer weiterhin positiven, wenngleich gegenüber dem Vorjahr etwas schwächeren Entwicklung des globalen Saatgut- und Pflanzenschutzmarktes aus. Die anhaltend hohen Preise für Agrarrohstoffe dürften insbesondere in den Regionen Asien/Pazifik, Osteuropa und Lateinamerika zu Wachstumsimpulsen führen.

Auf den für MaterialScience wichtigen globalen Absatzmärkten gehen wir für 2012 von einem weiteren, möglicherweise aber schwächeren Wachstum aus. Dabei setzen wir unverändert auf die wirtschaftliche Dynamik in Asien.

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Konjunkturausblick und Marktchancen in 2012
(veröffentlicht am 28. Februar 2012 im Geschäftsbericht 2011

Gesamtwirtschaft
Trotz positiver Signale in Nordamerika bleiben die Aussichten für die Weltwirtschaft für das Jahr 2012 ungewiss. Insbesondere trägt die Unsicherheit über den Fortgang der Euro-Krise hierzu bei. Diese dürfte zudem die Investitionstätigkeit dämpfen. Auch die hohe Verschuldung privater und öffentlicher Haushalte in vielen Ländern dürfte sich negativ auf die Nachfrage auswirken. Ein deutlicher Anstieg des Ölpreises im Jahresverlauf würde die Konjunktur zusätzlich schwächen. Dagegen ist zu erwarten, dass die stark expansiv ausgerichtete Geldpolitik weiterhin zur Stützung des Wachstums beitragen wird.

Für den Euroraum rechnen wir im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr mit einem deutlich schwächeren Wachstum, in einigen Ländern dürfte die Wirtschaftsleistung sogar zurückgehen. Die deutsche Wirtschaft hat sich in diesem Umfeld bislang robust gezeigt; insbesondere die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hat zur Stützung des Konsums beigetragen. Dieser Effekt dürfte noch einige Zeit anhalten. Angesichts der Bedeutung der europäischen Länder für den deutschen Export ist aber nicht damit zu rechnen, dass sich Deutschland dauerhaft von der europäischen Konjunktur abkoppelt. Wir erwarten daher 2012 auch für die deutsche Wirtschaft ein geringeres Wachstum als im Vorjahr.

In den USA zeichnete sich gegen Ende des vergangenen Jahres eine leichte Erholung ab, die Gefahr einer Rezession scheint dort vorerst abgewendet. Angesichts der weiterhin angespannten Situation am Arbeitsmarkt und der hohen Staatsverschuldung gehen wir jedoch davon aus, dass der Zustand der US-Wirtschaft fragil bleibt.

Dagegen dürfte die Wirtschaft in den Schwellenländern auch 2012 wieder kräftig wachsen. Allerdings ist zu erwarten, dass auch diese sich der eingetrübten Weltkonjunktur nicht ganz entziehen können, insbesondere aufgrund der schwächeren Aussichten für den Export nach Europa. Wir erwarten daher in den Schwellenländern zum Teil etwas geringere Wachstumsraten, allerdings weiterhin auf hohem Niveau.

HealthCare
Für den Pharmamarkt erwarten wir im Jahr 2012 ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich. Dieses dürfte weiterhin stark von den Wachstumsländern wie China, Brasilien, Indien und Russland ausgehen. In den klassischen Märkten wie den USA und den großen europäischen Ländern rechnen wir lediglich mit einem Wachstum im unteren einstelligen Bereich.

Für das Jahr 2012 erwarten wir für den Consumer-Care-Markt ein konstantes bis leicht abgeschwächtes Wachstum im Vergleich zu 2011, da höhere Steigerungsraten in den Wachstumsländern durch eine Abschwächung des Wachstums in Europa und den USA ausgeglichen werden dürften. Das Wachstum des Medical-Care-Markts dürfte 2012 aufgrund eines stärkeren Medizingeräte-Marktes etwas höher ausfallen als im Vorjahr. Für den Animal-Health-Markt erwarten wir für 2012 trotz schwächerer konjunktureller Aussichten im ersten Halbjahr insgesamt ein Wachstum auf dem Niveau der vergangenen Jahre.

CropScience
Für den globalen Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt erwarten wir im Jahr 2012 ein weiterhin freundliches Marktumfeld. Vor dem Hintergrund begrenzter Anbauflächen und einer stetig steigenden Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln sowie pflanzlichen Energierohstoffen rechnen wir trotz der Volatilität auf den Weltagrarmärkten mit einem weiterhin relativ hohen Preisniveau. Die wirtschaftlichen Aussichten der Landwirte dürften somit insgesamt positiv bleiben und weitere Investitionen in Saatgut und Pflanzenschutzmittel anregen, um die Ernteerträge zu sichern und zu steigern. Davon sollte der globale Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt profitieren.

Regional betrachtet erwarten wir 2012 die größten Zuwächse in Lateinamerika. Der dortige Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt dürfte hauptsächlich von einer Ausweitung des Sojabohnenanbaus profitieren, welcher bereits mehr als ein Drittel des lateinamerikanischen Marktes ausmacht. Auch in der Region Asien/Pazifik rechnen wir mit einer Ausweitung der landwirtschaftlichen Produktion, jedoch mit geringeren Wachstumsraten als in Lateinamerika. Die Impulse gehen dort vor allem von der Produktion von Sonderkulturen wie Obst und Gemüse sowie von Reis und Getreide aus. Für die Märkte in den industrialisierten Regionen der nördlichen Hemisphäre prognostizieren wir für 2012 ein insgesamt geringes Wachstum.

MaterialScience
Für 2012 gehen wir von einem weiteren, möglicherweise aber schwächeren Wachstum der für MaterialScience wichtigen globalen Absatzmärkte aus. Dabei setzen wir unverändert auf die wirtschaftliche Dynamik in Asien.

Wir erwarten weiterhin ein robustes globales Wachstum in der Automobilindustrie. Vor allem Indien und China dürften ihre sehr dynamische Entwicklung fortsetzen. Für Westeuropa muss gegenwärtig von einem Rückgang des Absatzes ausgegangen werden, da die Nachfrage in den südlichen Ländern unverändert schwach bleibt und Deutschlands Autoproduktion stark von den Exportmärkten abhängig ist. In Nordamerika dürfte der Autoabsatz 2012 zunehmen, jedoch sind hierbei einige wirtschaftliche Risikofaktoren zu berücksichtigen.

Auch für die Elektroindustrie wird ein robustes Wachstum prognostiziert. Insbesondere in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) dürfte die Nachfrage in fast allen Segmenten weiterhin steigen. Zudem stützt der Trend zu erneuerbaren Energiequellen weitere Investitionen in Westeuropa, die auch für die Elektroindustrie Geschäftschancen eröffnen können.

Die Erholung in der Bauindustrie setzt sich 2012 voraussichtlich fort. In den großen asiatischen Ländern wird nach wie vor ein kräftiges Wachstum erwartet, allerdings dürfte die Bauleistung in China etwas geringer ausfallen als im Vorjahr. Die erwartete positive Entwicklung der Bauindustrie in den USA ist derzeit noch mit einigen Risiken behaftet. In Westeuropa muss aufgrund der Schuldenkrise mit einem leichten Rückgang gerechnet werden.

Der weltweite Möbelabsatz dürfte 2012 leicht wachsen. Deutliches Potenzial sehen wir in der erfreulichen Entwicklung der Märkte in Osteuropa und im Nahen Osten. Auch in Nordamerika gehen wir für das kommende Jahr von einer weiteren Erholung aus. Trotz gewisser Risiken erwarten wir in Asien auch im Jahr 2012 eine weitgehend stabile Marktentwicklung.

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