
Andere Jahre: 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 2000 1999
Hinweis: Die nachstehenden Informationen wurden gemäß dem Geschäftsbericht 1998 berichtet. Im Jahr 1998 wurde die Berichtswährung DM (Deutsche Mark) verwendet. Zur Umrechnung der Beträge in € (Euro) ist folgender festgelegter Umrechnungskurs zu benutzen:
1 € (Euro) = 1,95583 DM (Deutsche Mark).
Für Akquisitionen wurde im Jahr 1998 ein Betrag von insgesamt 2,8 Mrd DM ausgegeben.
Am 30.11.1998 wurden 100 % der amerikanischen Firma Chiron Diagnostics zu einem Kaufpreis von 1,9 Mrd DM übernommen. Chiron Diagnostics ist Hersteller von Diagnostik-Systemen mit Schwerpunkt auf den Gebieten der Blutgasanalyse und Immunologie.
Zum Ausbau des Pflanzenschutzbereichs hat der Konzern am 20.11.1998 50 % des Saatgutbehandlungsgeschäfts der US-Firma Gustafson erworben. Der Kaufpreis hierfür beträgt 303 Mio DM.
Die 1997 vereinbarte Übernahme der Geschäftseinheiten Offset-Druckplatten und Grafische Filme des US-Unternehmens DuPont konnte am 1.3.1998 vollzogen werden. Das von DuPont erworbene Geschäft sowie die Vermögensgegenstände und Schulden wurden unmittelbar in die lokalen Agfa-Gesellschaften weltweit integriert. Der an DuPont gezahlte Kaufpreis beläuft sich auf insgesamt 210 Mio DM.
Am 10.11.1998 hat die Bayer AG mit der Millennium Pharmaceuticals Inc., USA, ein Kooperationsabkommen abgeschlossen, das Bayer den Zugang zu Schlüsseltechnologien der modernen Genomforschung ermöglicht. Im Rahmen der Zusammenarbeit ist auch eine kapitalmäßige Beteiligung von 14,37 % an Millennium vereinbart worden; hierfür wurde ein Kaufpreis von 160 Mio DM gezahlt.
In Großbritannien hat Bayer seine Pflanzenschutzaktivitäten durch den Erwerb des Saatgutbehandlungsgeschäfts von Zeneca verstärkt. Für die zum 13.5.1998 erfolgte Übernahme des Geschäfts sowie der Vermögensgegenstände und Schulden wurde ein Kaufpreis von 35 Mio DM gezahlt.
Mit der Übernahme des Foliengeschäfts von Elf Atochem zum 15.7.1998 konnte das Tochterunternehmen Wolff Walsrode AG seine Position auf dem Gebiet der Herstellung hochwertiger Polyurethan-Folien weiter ausbauen. Der Erwerbspreis beläuft sich auf 30 Mio DM.
Am 4.11.1998 wurde für 21 Mio DM das schweizerische Unternehmen Agevogel erworben, das bislang als Agent für die Bayer AG in der Schweiz tätig war. Die Gesellschaft, die auch Eigentümer des Bürogebäudes der Bayer (Schweiz) AG war, wurde unmittelbar nach dem Kauf mit dieser verschmolzen.
Zu Kaufpreisen von 21 bzw. 20 Mio DM hat Bayer sich an den beiden israelischen Unternehmen Polygal Plastics Industries Ltd. und Palthough Industries (1998) Ltd. beteiligt. Beide Gesellschaften sind auf die Herstellung von Polycarbonatplatten für Industrie und Landwirtschaft spezialisiert. Die 25prozentige Beteiligung an Polygal wurde am 14.9.1998, die 20prozentige Beteiligung an Palthough am 6.7.1998 erworben.
Bayer plc, die britische Tochtergesellschaft der Bayer AG, hat am 29.5.1998 100 % der Anteile an der W. Hawley & Son Ltd. zu einem Preis von 18 Mio DM gekauft. Mit Hawley erwirbt Bayer einen der bedeutendsten Produzenten und Vertriebshändler anorganischer Pigmentspezialitäten für Anwendungen im Bau-, Lack- und Kunststoffbereich in Großbritannien.
Zu einem Kaufpreis von 18 Mio DM konnte die der Haarmann & Reimer-Gruppe angehörende Tochtergesellschaft Frucade Essenzen GmbH am 31.3.1998 100 % der Anteile an der KAJO-Gruppe, Gröbenzell, erwerben und damit ihr Geschäft mit der Vergabe von Lizenzen für Erfrischungsgetränke ausweiten. KAJO wird im Jahr 1999 mit Frucade verschmolzen.
Am 1.7.1998 wurde der Erwerb von 100 % der Anteile am amerikanischen Unternehmen Monotype Typography Inc. durch die Agfa-Gevaert-Gruppe vollzogen. Monotype ist einer der weltweit renommiertesten Anbieter von Software für Schrifttypen. Der Kaufpreis belief sich auf 18 Mio DM.
Die wesentlichste Desinvestition des Jahres 1998 war die zur Jahresmitte erfolgte Veräußerung des Zitronensäure-Geschäfts an die britische Tate & Lyle-Gruppe für 400 Mio DM.
Ebenfalls verkauft wurde das Agfa-Geschäftsfeld Kopiersysteme an die Lanier Worldwide, USA, zu einem Kaufpreis von 295 Mio DM.
Darüber hinaus wurden im Laufe des Jahres 1998 die Aktivitäten bei den anorganischen Industrieprodukten neu geordnet. In diesem Zusammenhang wurde das Bayer-Titandioxid-Geschäft in ein Joint-venture mit der amerikanischen Kerr-McGee Chemical LLC eingebracht, an dem Bayer einen Kapitalanteil von 20 % hält. Ferner wurden die Silicone-Aktivitäten von Bayer mit denen von GE Plastics, USA, in einem Gemeinschaftsunternehmen gebündelt, an dem Bayer zu 49,9 % beteiligt ist. Das Zeolithe-Geschäft wurde an das deutsche Tochterunternehmen der amerikanischen UOP LLC zu einem Preis von 25 Mio DM veräußert.
Sie verlassen die Website der Bayer AG.
Die Bayer AG ist für den Inhalt der nachfolgenden Website nicht verantwortlich.