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Akquisitionen und Desinvestitionen im Jahr 2001

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Für Akquisitionen wurde im Jahr 2001 ein Betrag von 514 Mio €, umgerechnet mit Kursen zum Erwerbszeitpunkt, ausgegeben.

Wesentliche Akquisitionen

Im Juni 2001 hat die Bayer Corporation, USA, für 116 Mio € Entwicklungs-, Herstellungs- und Vertriebsrechte für Produkte zum Nachweis von Antikörpern des Hepatitis-CVirus (HCV) und HI-Virus von der strategischen Kooperation der Ortho-Clinical Diagnostics Inc., Raritan, New Jersey, und der Chiron Corporation, Emeryville, Kalifornien, erworben. Dadurch stärkt der Geschäftsbereich Diagnostika sein Segment „Laboratory Testing“, indem das Angebot an Immundiagnostika erweitert wird.


Am 1.2.2001 hat Bayer sein Pflanzenschutzgeschäft in Europa durch den Erwerb von MIKADO®, einem führenden Maisherbizid von der Syngenta AG, Basel, für 115 Mio € erweitert. Der Erwerb umfasst das Geschäft in der Europäischen Union und der EFTA (European Free Trade Association) sowie Patente, Registrierungen, Markenrechte, Produktions- und Formulierungs-Know-how.


Die Bayer AG beteiligte sich in Form eines Aktienerwerbs in Höhe von 93 Mio € an der CuraGen Corporation, New Haven, Connecticut, einem führenden Biotechnologie-Unternehmen. Ziel der Mitte Januar 2001 mit CuraGen abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung ist die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung neuartiger Medikamente zur Behandlung von Fettsucht und Zuckerkrankheit. Außerdem sollen Substanzen der frühen Pharma-Forschungspipeline von Bayer mit speziellen Genomforschungs-Technologien für klinische Weiterentwicklungen bewertet werden.


Am 1.5.2001 hat die Bayer Corporation, USA, für den Geschäftsbereich Diagnostika ihre Aktienbeteiligung an der PharmaNetics Inc., Raleigh, North Carolina, um weitere 25 Mio € aufgestockt. Die bestehende Vertriebsvereinbarung mit PharmaNetics wurde für die Theranostic-Tests (therapiebegleitende Diagnostik), einem Kerngebiet der technologischen Plattform der PharmaNetics Inc., erweitert. Die Vereinbarung beinhaltet exklusive, globale Vertriebsrechte (außer USA) für den Geschäftsbereich Diagnostika beim Vertrieb der vereinbarten Produktlinien von PharmaNetics.


Im Februar 2001 hat Bayer 17 Mio € in eine Beteiligung an der PPL Therapeutics plc, Edinburgh, Großbritannien, investiert. PPL Therapeutics ist ein Biotechnologie-Unternehmen, das an der Entdeckung, Entwicklung, Produktion und Vermarktung von genveränderten Proteinen für therapeutische Zwecke und Nahrungsmittel arbeitet. Für das wichtigste Produkt rAAT (recombinant alpha-1-antitrypsin) sind der Geschäftsbereich Pharma und PPL Therapeutics eine Vereinbarung eingegangen, die Bayer die klinische Entwicklung und die globalen, exklusiven Vermarktungrechte des Produkts überträgt. Die Produktion wird PPL Therapeutics in einer neu zu errichtenden Produktionsanlage vornehmen.


Der Geschäftsbereich Pharma hat am 12.2.2001 für einen Betrag von 16 Mio € Anteile an der Avigen Inc., Alameda, Kalifornien, einem führenden Biotechnologie-Unternehmen, erworben. Dafür erhält Bayer weltweit die exklusiven Vermarktungs- und Vertriebsrechte für die Gentherapie Coagulin-B™ von Avigen Inc. zur Behandlung der Bluterkrankheit Hämophilie B mittels Gentransfer. Avigen Inc. wird die weltweite Herstellung von Coagulin-B™ in einer neu zu errichtenden Produktionsanlage übernehmen.


Am 15.3.2001 hat die Bayer Corporation für den Geschäftsbereich Diagnostika mit dem belgischen Biotechnologie-Unternehmen Innogenetics N.V., Gent, ein Abkommen über HIV- und Hepatitis-C-Virustests (HCV) geschlossen. Bayer erwarb für 12 Mio € weltweit die exklusiven Verkaufs- und Vermarktungsrechte samt ihrer zukünftigen Weiterentwicklung für die HIV- und HCV-Produktlinien von Innogenetics.


Zum 1.1.2001 hat die H. C. Starck GmbH, Goslar, eine Tochtergesellschaft der Bayer AG, zur Ergänzung ihrer Aktivitäten Oberflächentechnik und Keramik die TeCe Technical Ceramics GmbH & Co. KG, Selb, für 9 Mio € von der Deutschen Shell GmbH übernommen. Die sehr guten Produktions- und Standortbedingungen unterstützen das Ziel des Geschäftsbereichs, seine Position am US-amerikanischen Markt auszubauen.


Der Geschäftsbereich Consumer Care der mexikanischen Bayer-Tochter Bayer de México, S.A. de C.V., erwarb im Dezember 2001 die Vertriebsrechte der OTC-Marken Cevalin®, ein führendes Vitamin-C-Produkt, und Merthiolate®, ein marktbekanntes Desinfektionsmittel, von Eli Lilly.


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Wesentliche Desinvestitionen

Mit Wirkung zum 1.5.2001 – nach erfolgter Zustimmung der EU-Kommission – hat Bayer seine 50-prozentige Beteiligung an der EC Erdölchemie GmbH, Köln, an den bisherigen Partner Deutsche BP AG, Hamburg, verkauft. Der Verkaufslös betrug 476 Mio €. Die künftigen Rohstofflieferungen der EC an Bayer wurden vertraglich sichergestellt. Gleiches gilt für den Bezug von Bayer-Dienstleistungen durch das Kölner Petrochemie-Unternehmen.


Die zum Bayer-Konzern gehörende Wolff Walsrode AG veräußerte ihre Tochtergesellschaft Covexx Films Walsrode, ein Spezialunternehmen für hochwertige Folien, zum 1.6.2001 an die zum finnischen Wihuri-Konzern gehörende Wipak.


Die Bayer AG verkaufte mit Wirkung zum 1.4.2001 ihre Anlagen zur H-Säure-Produktion im Brunsbütteler Werk an die Rütgers Elbechemie GmbH, eine Tochtergesellschaft der Rütgers VFT AG.


Zum 30.11.2001 hat Bayer seine Beteiligung an der ChemDesign Corporation, Fitchburg, Massachusetts, an die Chestnut Acquisition Corporation, Mendham, New Jersey, eine Tochtergesellschaft der Chestnut Investments LLC, Mendham, New Jersey, verkauft. Die ChemDesign produziert organische Chemikalien insbesondere für die Pflanzenschutz und Fotoindustrie.


Im Zuge der angestrebten Veräußerung der Faseraktivitäten wurde am Anfang des Jahres das Dralon®-Geschäft an die Fraver-Gruppe, Biella, Italien, veräußert.


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