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Für Akquisitionen wurde im Jahr 2003 ein Betrag von 72 Mio €, umgerechnet mit Kursen zum Erwerbszeitpunkt, ausgegeben.
Anfang Juli 2003 hat Bayer für 59 Mio € die restlichen Anteile an der Bayer Polymers Sheet Europe Gruppe (ehemals Makroform) mit Hauptsitz in Darmstadt übernommen. Bayer hielt zuvor 54,5 Prozent an diesem Mitte 2000 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen, die Röhm GmbH 45,5 Prozent. Zur ehemaligen Makroform-Gruppe gehören neben der Bayer Polymers Sheet GmbH in Darmstadt die Bayer Polymers Sheet N.V., Tielt, Belgien, sowie die Bayer Polymers Sheet S.p.A.,Mailand, Italien.
Die im Zusammenhang mit dem zum 1. Juni 2002 erfolgten Erwerb der Aventis Crop-Science Holding S.A., Frankreich, stehenden Auflagen der europäischen, der US-amerikanischen und der kanadischen Kartellbehörden wurden im Geschäftsjahr 2003 mit Ausnahme des Produkts Propoxycarbazone vollständig erfüllt. Die Bayer CropScience AG verkaufte aufgrund der behördlichen Auflagen u. a. für 1.330 Mio € die Produkte und entsprechenden Rechte für die beiden insektiziden Wirkstoffe Fipronil (weltweit, außer China) und Ethiprole sowie eine Reihe von fungiziden Wirkstoffen (vornehmlich in Europa sowie auf Basis einer nicht-exklusiven Lizenz für Saatgutbehandlung außerhalb Europas) an die BASF AG, Ludwigshafen. Neben Vorräten sind auch Produktionsanlagen in Elbeuf, Frankreich, Bestandteile der Veräußerung gewesen. Unter Berücksichtigung der Rücklizenzierungen im Rahmen der EU- und FTC-Auflagen, die Bayer CropScience Zugang zu bestimmten nicht-landwirtschaftlichen Märkten ermöglichen, beträgt der Verkaufspreis 1.185 Mio €. Auch wurde aufgrund der entsprechenden kartellrechtlichen Auflagen eine weitere Vielzahl von kleineren Produkten und Vorräten des Teilkonzerns Bayer CropScience in einem Gesamtwert von 118 Mio € verkauft.
Im Zusammenhang mit der bereits im Geschäftsjahr 2002 begonnenen Portfoliobereinigung bei Bayer HealthCare hat der Bayer-Konzern im Geschäftsjahr 2003 den noch verbleibenden Teil – nach der erforderlichen Zustimmung der jeweiligen lokal zuständigen Kartellbehörden – seines weltweiten Haushaltsinsektizidgeschäfts des Geschäftsbereichs Consumer Care für 339 Mio € an das US-amerikanische Unternehmen SC Johnson & Son Inc., USA, verkauft. SC Johnson erhielt neben Vorräten auch das Recht, Produkte wie Baygon®, Autan®, Bayclin® und Bayfresh® zu vermarkten. Die betroffenen Wirkstoffe werden weiterhin von Bayer produziert und an SC Johnson sowie an weitere Abnehmer geliefert. Der Veräußerungserlös des Haushaltsinsektizidgeschäfts im Geschäftsjahr 2002 betrug 386 Mio €.
Im 4. Quartal 2003 wurde die erfolgreiche fünfjährige Forschungskooperation zwischen der Bayer HealthCare AG und Millennium Pharmaceuticals Inc., USA, beendet. Mit Ablauf der Zusammenarbeit hat die Bayer AG die im Zuge der Kooperationsvereinbarung erworbenen Anteile an der Millennium Pharmaceuticals in Höhe von 6,6 Prozent an die Investmentbank CSFB für 272 Mio € verkauft.
Der Bayer-Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2003 im Rahmen der Fortführung der angestrebten Portfoliobereinigung von weiterem Immobilienbesitz in den Ländern Deutschland, Belgien und Spanien für 122 Mio € getrennt. Im Geschäftsjahr 2002 wurden in diesem Zusammenhang bereits Anteile sowie Grundstücke und Gebäude der Baywoge GmbH für 528 Mio € verkauft.
Mit Wirkung zum 1.4.2003 hat Bayer für 118 Mio € seine 50-prozentige Beteiligung an der PolymerLatex-Gruppe mit Sitz in Marl an den Finanzinvestor Soros Private Equity Partners verkauft. Das PolymerLatex-Joint-Venture – bestehend aus sieben Gesellschaften – ist ein führender Anbieter von Latexprodukten für die Bereiche Papier, Teppich/ Formschaum sowie für Spezialanwendungen.
Ende Januar 2003 hat der Bayer-Konzern sein Geschäft mit Organischen Pigmenten für 46 Mio € an die Sun Chemicals Group, USA, veräußert.
Ferner wurden im Dezember 2003 die Produktrechte der Marken Bayovac® (IBR-Marker Vakzine) und Baypamun® (Immunmodulator) von der Bayer HealthCare AG an Pfizer für insgesamt 32 Mio € verkauft. In diesem Zusammenhang wurde zwischen den Parteien ein Lohnverarbeitungsvertrag abgeschlossen, sodass die Produktion während einer Übergangsfrist von geplanten drei Jahren bei Bayer verbleibt. Der Verkauf betrifft nicht die Produktlinie MKS-Vakzine, die weiterhin von Bayer HealthCare produziert und vermarktet wird.
Im 4. Quartal 2003 hat die Bayer AG das Tochterunternehmen Walothen GmbH, Walsrode, für 9 Mio € an die finnische Wihuri-Gruppe verkauft. Walothen, ein Produzent hochwertiger Polypropylenfolien für die Marktsegmente Tabakindustrie, Papierveredelung, Einschlagfolien und Standardfolien, gehörte zum Teilkonzern Bayer Chemicals.
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