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Für Akquisitionen wurde im Jahr 2005 ein Betrag von 2.406 Mio €, umgerechnet mit Kursen zum Erwerbszeitpunkt, ausgegeben.
Seit Januar 2005 ist das weltweite Roche-Consumer-Health-Geschäft mit verschreibungsfreien Arzneimitteln und Vitaminen Teil der Division Consumer Care des Bayer-Teilkonzerns HealthCare. Die Transaktion umfasst das weltweite Geschäft von Roche Consumer Health, mit Ausnahme von Japan, einschließlich der fünf Produktionsstandorte in Grenzach (Deutschland), Gaillard (Frankreich), Pilar (Argentinien), Casablanca (Marokko) und Jakarta (Indonesien). Erworben wurden dabei Marken wie Aleve®, Bepanthen®, Redoxon®, Rennie® und Supradyn®. Mit dem Zusammenschluss gehört Bayer weltweit zu den größten Anbietern von rezeptfreien Medikamenten. Das erworbene Geschäft trug mit 1.061 Mio € zum Umsatz des Konzerns bei. Die Anschaffungskosten für den Erwerb des weltweiten Consumer-Health-Geschäfts von Roche betragen einschließlich der Übernahme der Netto-Finanzschulden rund 2.338 Mio €. Hiervon entfielen rund 208 Mio € auf den Erwerb der restlichen 50-Prozent-Beteiligung an unserem US-Joint-Venture mit Roche, der bereits im Jahr 2004 in einer wirtschaftlich und rechtlich gesonderten Transaktion vollzogen wurde.
In Verbindung mit der Akquisition der Aventis CropScience Holding, S.A., Frankreich, im Geschäftsjahr 2002 wurde Bayer kartellrechtlich verpflichtet, einen Teil des von Aventis erworbenen Geschäftes zu veräußern. In diesem Zusammenhang wurde der Wirkstoff Fipronil im Geschäftsjahr 2003 an die BASF AG, Ludwigshafen, verkauft. Am 31. Januar 2005 unterzeichneten die Bayer CropScience AG, Monheim, und BASF einen Vertrag zur Rücklizenzierung von Fipronil für die landwirtschaftliche Nutzung in bestimmten Ländern außerhalb Europas und der USA in Höhe von 125 Mio €.
Am 10. Februar 2005 haben die Bayer CropScience GmbH, Frankfurt sowie die Bayer CropScience LP, North Carolina, verschiedene immaterielle Vermögenswerte sowie die notwendigen Sachanlagen zur Herstellung von Baumwollsamen von Associated Farmers Delinting, Inc., einem regionalen Baumwollsamenproduzenten mit Sitz in Littlefield, Texas, in Höhe von 9 Mio € übernommen.
Die Bayer South East Asia Pte Ltd., Singapur, hat am 8. Juli 2005 das Vermarktungsrecht des Herz-Kreislauf-Medikaments Zetia® von Schering-Plough im Rahmen eines Co-Marketing- und Distributionsabkommens zu einem Wert von 100 Mio € erhalten.
Am 31. August 2005 hat die Bayer MaterialScience LLC, Pittsburgh, USA, die Polythane Systems, Inc., (PSI) Spring, Texas, für 20 Mio € übernommen. PSI gehört zu den führenden amerikanischen Anbietern von Polyurethan-Sprühschaum-Anwendungen für die Versiegelung von Dächern.
Der Teilkonzern Bayer CropScience hat sich im Rahmen der Fokussierung auf das Kerngeschäft im Geschäftsjahr 2005 von verschiedenen Geschäftsaktivitäten getrennt. Dazu gehören unter anderem die Philagro Holding S.A., Frankreich, sowie die EqSeeds Comercia de Sementes Ltda, Brasilien. Darüber hinaus veräußerte Bayer CropScience verschiedene Wirkstoffe bzw. die damit verbundenen Rechte, darunter Amitraz, ein Akarizid und Insektizid, das unter dem Markennamen Mitac® vertrieben wurde. Ferner trennte sich CropScience im Dezember 2005 von seinem Standort in Hauxton, Großbritannien. Außerdem veräußerte die BCS S.A., Frankreich, ihre Anteile an der Holdisa S.r.l. in Italien. Insgesamt belief sich der Veräußerungspreis der seitens Bayer CropScience im Geschäftsjahr 2005 durchgeführten Desinvestitionen auf 80 Mio €.
Im November 2003 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat der Bayer AG, sich von den zwischenzeitlich im Teilkonzern LANXESS zusammengefassten wesentlichen Teilen der Chemie- und rund einem Drittel der Polymer-Aktivitäten des Bayer-Konzerns zu trennen. Die Umsetzung dieser Trennung erfolgte im Wege der Abspaltung nach dem Umwandlungsgesetz. Zu diesem Zweck wurde im September 2004 zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG ein Abspaltungs- und Übernahmevertrag abgeschlossen, dem im Rahmen der außerordentlichen Hauptversammlung der Bayer AG am 17. November 2004 in Essen zugestimmt wurde. Der gemeinsame Spaltungsbericht der Vorstände der Bayer AG und der LANXESS AG enthält eine detaillierte Beschreibung der Abspaltung sowie eine detaillierte Erläuterung der Gründe für die Abspaltung.
Am 28. Januar 2005 wurde die Abspaltung von LANXESS ins Handelsregister der Bayer AG eingetragen. Die rechtswirksame Übertragung der Anteile der LANXESS AG erfolgte zum Zeitpunkt der Eintragung in das Handelsregister, da zu diesem Zeitpunkt die Anteile der LANXESS AG an die Aktionäre der Bayer AG ausgegeben wurden. Seit dem 31. Januar 2005 wird die LANXESS-Aktie im Prime Standard am Amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Entsprechend erfolgt die Entkonsoliderung des Teilkonzerns LANXESS im Bayer-Konzern-Abschluss zum 31. Januar 2005.
Darüber hinaus wurde im Oktober 2003 beschlossen, das Plasma-Geschäft der Division Biologische Produkte des Teilkonzerns HealthCare zu veräußern. Diese Aktivitäten werden ebenfalls als Discontinued Operations ausgewiesen. Das Kogenate®-Geschäft ist von dieser Entscheidung nicht betroffen. Im Dezember 2004 wurde mit der Talecris BioTherapeutics, Inc., einer neu gegründeten Gesellschaft, die von Töchtern der US-Finanzinvestoren Cerberus Capital Management L.P., New York, und Ampersand Ventures, Wellesley, Massachusetts, kontrolliert wird, ein Vertrag über den Verkauf des Plasma-Geschäfts in den USA abgeschlossen. Zum 31. März 2005 wurde das Geschäft verkauft.
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