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Für Akquisitionen wurde im Jahr 2006 ein Betrag von 15.357 MIO € ausgegeben. Die Kaufpreise der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäfte wurden durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Insgesamt entstand dabei ein Geschäfts- oder Firmenwert von 5.804 MIO €, der einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterliegt.
Im Juni 2006 wurde die Mehrheit der Aktien an der Schering AG von der zum Bayer-Konzern gehörenden Bayer Schering GmbH (damals noch firmierend als Dritte BV GmbH) übernommen und ab 23. Juni 2006 im Bayer-Konzern voll konsolidiert. Zu dem Zeitpunkt betrug der Anteil der Bayer Schering GmbH am stimmberechtigten Kapital der Schering AG 87,99 Prozent. Vorausgegangen war ein öffentliches Übernahmeangebot, das die Bayer Schering GmbH den Aktionären der Schering AG am 13. April 2006 unterbreitet hatte. Die Freigabe für die Übernahme wurde durch die Europäische Kommission am 24. Mai 2006 erteilt, die Kartellfreigabe in den USA erfolgte am 21. April 2006.
Am 31. Juli 2006 schlossen die Bayer Schering GmbH und die Schering AG als abhängiges Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Außerordentliche Hauptversammlung der Schering AG stimmte diesem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag am 13. September 2006 zu. Am 27. Oktober 2006 wurde der Vertrag mit Eintragung in das Handelsregister des Sitzes der Schering AG wirksam. Mit Wirkung zum 29. Dezember 2006 wurde die Schering AG in die Bayer Schering Pharma AG umbenannt.
Durch weitere Aktienzugänge hat sich die Beteiligung der Bayer Schering GmbH bis zum 31. Dezember 2006 auf 96,24 Prozent des stimmberechtigten Kapitals der Bayer Schering Pharma AG erhöht. Der Erwerb der Aktien der Bayer Schering Pharma AG erfolgte in Tranchen durch die Übertragung von Zahlungsmitteln in Höhe von 16.271 MIO €, reduziert um die mit der Akquisition verbundene Übernahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 1.025 MIO €. Die Anschaffungsnebenkosten belaufen sich auf rund 71 MIO €.
Die Außerordentliche Hauptversammlung der Bayer Schering Pharma AG hat am 17. Januar 2007 den Ausschluss der verbleibenden Minderheitsaktionäre beschlossen (Squeeze-out). Laut Beschluss sollen die Aktien der Minderheitsaktionäre gegen Zahlung einer Barabfindung von 98,98 € je Aktie auf den Hauptaktionär Bayer Schering GmbH übertragen werden. Aus der Berücksichtigung der zu erwartenden Barabfindung und der Garantiedividende für die Minderheitsaktionäre als Verbindlichkeit ergibt sich eine Erhöhung des Kaufpreises um 736 MIO € auf 17.007 MIO €.
Die Aktivitäten der Bayer Schering Pharma AG und ihrer Tochtergesellschaften konzentrierten sich zum Zeitpunkt der Akquisition im Wesentlichen auf die Bereiche Gynäkologie und Andrologie, Diagnostische Bildgebung, Spezial-Therapeutika, Onkologie sowie das von der Intendis-Gruppe geführte Dermatologie-Geschäft.
Am 30. November 2006 verkaufte Bayer seinen 49,9-Prozent-Anteil an dem Joint Venture GE Bayer Silicones an den Partner General Electric. Der Verkaufserlös des Bayer-Anteils beträgt 431 MIO €.
Am 29. Juni 2006 wurde zwischen der Bayer AG und der Siemens AG eine Vereinbarung zur Übernahme des Diagnostika-Geschäfts getroffen. Die Übertragung des Geschäfts auf den Erwerber wurde zum 2. Januar 2007 abgeschlossen.
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