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Ergebnisse aus Phase-II-Studie beim fortgeschrittenen Brustkarzinom:
Präsentation der Ergebnisse auf ECCO-ESMO-Kongress in Berlin
Berlin, 23. September 2009 - Eine Phase-II-Studie bei fortgeschrittenem
Brustkrebs zeigt, dass Nexavar® (Wirkstoff: Sorafenib) in Kombination mit dem
oral verfügbaren Chemotherapeutikum Capecitabin die progressionsfreie
Überlebenszeit signifikant um 74 Prozent verlängert. Die Daten wurden jetzt auf
dem gemeinsam ausgerichteten 15. Kongress der European CanCer Organisation
(ECCO) und der 34. Jahrestagung der European Society for Medical Oncology
(ESMO) in Berlin vorgestellt. Jose Baselga, M.D., Leiter und Medizinprofessor
am Vall d'Hebron Institut für Onkologie in Barcelona, wissenschaftlicher Leiter
der spanischen Krebs-Arbeitsgruppe SOLTI und Hauptprüfarzt dieser Studie,
präsentierte die Ergebnisse. Nexavar wird von Bayer HealthCare und Onyx
Pharmaceuticals gemeinsam entwickelt.
Den Daten zufolge erreichten Patientinnen, die Nexavar plus Capecitabin
einnahmen, eine um 74 Prozent verlängerte Überlebenszeit ohne Fortschreiten der
Erkrankung gegenüber Patientinnen, die nur die Chemotherapie erhielten. Der
Unterschied der mittleren progressionsfreien Überlebenszeit zwischen beiden
Behandlungsarmen war statistisch signifikant (6,4 Monate versus 4,1 Monate;
HR=0,576; p=0,0006).
"Diese neuen Daten bedeuten möglicherweise einen wichtigen Fortschritt bei der
Behandlung von Brustkrebs, der zweithäufigsten krebsbedingten Todesursache von
Frauen", sagte Dimitris Voliotis, zuständig für die globale klinische
Entwicklung von Nexavar bei Bayer HealthCare. "Aufbauend auf diesen positiven
Studien-Daten werden wir unser umfangreiches Entwicklungsprogramm für Nexavar
gegen Brustkrebs in einer Reihe verschiedener Behandlungsschemata fortsetzen."
Die Studie, an der Patientinnen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem
HER-2-negativen (ohne Überexpression des HER-2-Proteins) Brustkrebs teilnahmen,
untersuchte Nexavar in Kombination mit dem oral verfügbaren Chemotherapeutikum
Capecitabin. Insgesamt zeigte die Behandlung mit Nexavar und Capecitabin eine
akzeptable Verträglichkeit; die beobachteten Nebenwirkungen waren bereits
bekannt. Häufige behandlungsbezogene Nebenwirkungen des Grades 3 oder 4
beinhalteten Hand-Fuß-Hautreaktion, Diarrhö, Atemnot, Neutropenie sowie
Entzündung der Mundschleimhaut.
Über die Phase-II-Brustkrebs-Studie
Die randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Phase-II-Studie
untersuchte Nexavar in Kombination mit dem oral verfügbaren Chemotherapeutikum
Capecitabin bei 229 Patientinnen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem
HER-2-negativen (ohne Überexpression des HER-2-Proteins) Brustkrebs, die vorher
nicht mehr als eine Chemotherapie-Behandlung erhalten hatten. Der primäre
Endpunkt der Studie war die Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Erkrankung.
Sekundäre Endpunkte beinhalteten das Gesamtüberleben, die Zeit bis zum
Fortschreiten des Tumors sowie die Sicherheit. Die Patientinnen erhielten im
dreiwöchentlichen Zyklus randomisiert entweder oral zweimal täglich 400mg
Nexavar oder Plazebo und zusätzlich das Chemotherapeutikum Capecitabin in der
Dosierung 1000mg/m2 Körperoberfläche zweimal täglich über 14 Tage, gefolgt von
einer siebentägigen Einnahmepause von Capecitabin.
Über das Nexavar-Entwicklungsprogramm bei Brustkrebs
Nexavar wird in einem Programm namens TIES (Trials to Investigate the Effect of
Sorafenib in Breast Cancer) in Zusammenarbeit mit unabhängigen Institutionen
sowie einzelnen Wissenschaftlern in einer Reihe von verschiedenen
Behandlungsschemata bei Brustkrebs untersucht. Darunter sind drei laufende
randomisierte Phase-II-Studien: In einer wird Nexavar plus Paclitaxel in der
Erstlinienbehandlung untersucht, in einer weiteren Nexavar plus Gemcitabin oder
Capecitabin in der Erst- oder Zweitlinienbehandlung nach einer vorherigen
Bevacizumab-Therapie. In der dritten Studie werden Nexavar plus Docetaxel und /
oder Letrozol in der Erstlinienbehandlung eingesetzt.
Über Brustkrebs
Brustkrebs ist weltweit mit insgesamt ca. 1,3 Millionen Erkrankungen in den
Jahren 2007 und 2008 die am häufigsten diagnostizierte Krebsart bei Frauen
sowie die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen mit ca. 465.000
Fällen im gleichen Zeitraum. In der westlichen Welt wird jede vierte Frau, die
an Krebs erkrankt, mit Brustkrebs diagnostiziert. Jedes Jahr treten in den USA
ca. 200.000 und in Europa ca. 430.000 neue Fälle von Brustkrebs auf. Mehr als
40.000 Frauen in den USA und ca. 130.000 in Europa sterben jedes Jahr an
Brustkrebs.
Über Nexavar®
Nexavar® setzt sowohl bei der Tumorzelle als auch bei der Gefäßversorgung des
Tumors an. Wie präklinische Studien gezeigt haben, greift die Wirkung von
Nexavar bei Kinasen zweier Klassen an, von denen bekannt ist, dass sie sowohl
an der Zellproliferation (Wachstum) als auch an der Angiogenese
(Blutversorgung) beteiligt sind - zwei wichtigen Prozessen, die das
Krebswachstum ermöglichen. Zu diesen Kinasen gehören die Raf-Kinase, VEGFR-1,
VEGFR-2, VEGFR-3, PDGFR-B, KIT, FLT-3 und RET.
Nexavar ist bereits in mehr als 80 Ländern für die Behandlung von
Leberzellkrebs und in mehr als 90 Ländern für die Nierenzellkrebs-Therapie
zugelassen. Die europäische Zulassung von Nexavar umfasst die Therapie des
Leberzellkarzinoms sowie die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem
Nierenzellkarzinom, bei denen eine vorherige Interferon-alpha- oder
Interleukin-2-basierte Therapie versagt hat oder die für eine solche Therapie
nicht geeignet sind.
Nexavar wird von Bayer und Onyx, behördlichen Institutionen, onkologischen
Arbeitsgruppen oder einzelnen Wissenschaftlern als Mono- und
Kombinationstherapie bei vielen Krebsarten untersucht. Dazu zählt unter anderem
die Therapie von Lungenkrebs, Dickdarmkrebs und Ovarialkrebs sowie, als
adjuvante Therapie, bei Nieren- und Leberkrebs.
Über SOLTI
SOLTI (Spanish Collaborative Group for the Study, Treatment and Other
Experimental Strategies in Solid Tumors) ist eine unabhängige Arbeitsgruppe,
die 1995 in Spanien gegründet wurde und neue klinische Ansätze bei der Therapie
von Brustkrebs erforscht, um die Sterblichkeit bei dieser Erkrankung zu
verringern. Die Gruppe führt hierzu eigene klinische Studien mit neuen
Wirkstoffen und zielgerichteten Therapien in der Onkologie durch. Das Netzwerk
von SOLTI umfasst Brustkrebs-Experten aus Portugal und Spanien.
Über Onyx Pharmaceuticals, Inc.
Onyx Pharmaceuticals, Inc. ist eine Firma für Biopharmazeutika, die sich das
Ziel gesetzt hat, das Leben von Krebspatienten zu verbessern. In Zusammenarbeit
mit Bayer HealthCare Pharmaceuticals, Inc. entwickelt und vertreibt Onyx das
Krebsmedikament Nexavar®, das ein kleines Molekül als Wirkstoff enthält. Mehr
Informationen über Onyx finden Sie auf der Website unter: www.onyx-pharm.com.
Über Bayer HealthCare
Die Bayer AG ist ein weltweit tätiges, forschungsbasiertes und
wachstumsorientiertes Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten
Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien. Bayer HealthCare ist eine
Tochtergesellschaft der Bayer AG und gehört zu den weltweit führenden
innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und
medizinischen Produkten. Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen
Animal Health, Bayer Schering Pharma, Consumer Care sowie Medical Care. Ziel
von Bayer HealthCare ist es, Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu
produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit
zu verbessern. Mehr Informationen finden Sie unter www.bayerhealthcare.com.
Bayer Schering Pharma ist ein weltweit führendes Spezialpharma Unternehmen,
dessen Forschung und Geschäftsaktivitäten sich auf vier Bereiche konzentrieren:
Diagnostische Bildgebung, General Medicine, Specialty Medicine und Women's
Healthcare. Bayer Schering Pharma setzt auf Innovationen und will mit
neuartigen Produkten in speziellen Märkten weltweit führend sein. So leistet
Bayer Schering Pharma einen Beitrag zum medizinischen Fortschritt und will die
Lebensqualität der Menschen verbessern. Mehr Informationen finden Sie unter
www.bayerscheringpharma.de.
Einzelheiten zu der Studie und dem Abstract Nr. 3LBA finden Sie auf Website des
ECCO-ESMO-Kongresses unter:
http://www.ecco-org.eu/Conferences-and-Events/ECCO-15/page.aspx/216