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Markteinführung bis Mitte 2010 geplant
Berlin, 1. Dezember 2009 - Die staatliche Arzneimittelzulassungsbehörde in
China (State Food and Drug Administration) hat Betaferon® (Wirkstoff:
Interferon beta-1b) für die Behandlung schubförmiger remittierender Multipler
Sklerose (MS) zugelassen. Bayer plant, Betaferon Mitte 2010 in China auf den
Markt zu bringen. Betaferon ist bereits in insgesamt mehr als 100 Ländern auf
der ganzen Welt erhältlich.
"Diese Zulassung ist eine gute Nachricht für viele MS-Patienten in China. Sie
erhalten Zugang zur Behandlung mit Betaferon, deren positiver Einfluss auf den
Verlauf von MS erwiesen ist", sagte Habib Dable, weltweit zuständig für
Neurologie/Ophthalmologie bei Bayer Schering Pharma. "Die Zulassung von
Betaferon in China unterstreicht das Engagement von Bayer, Therapien für
Krankheiten mit hohem medizinischem Bedarf auf der ganzen Welt anzubieten. Das
Unternehmen hat erst kürzlich sein Engagement in der Region mit der Ankündigung
verstärkt, 100 Millionen Euro in ein Zentrum für klinische Forschung in China
zu investieren."
Die Zulassung basiert auf den Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten der großen
internationalen Zulassungsstudien zu Betaferon sowie auf den Ergebnissen einer
einarmigen Studie zum Nachweis der Wirksamkeit und Sicherheit von Betaferon bei
chinesischen Patienten mit schubförmig remittierender oder sekundär
progredienter MS. Im Verlauf der sechsmonatigen multizentrischen Studie konnte
mithilfe einer magnet-resonanztomographischen Untersuchung gezeigt werden, dass
die Anzahl der neuen aktiven MS-Herde bei chinesischen Patienten, die mit
Betaferon behandelt wurden, signifikant sank. Die Daten der chinesischen
MS-Patienten stimmen mit denen aus Betaferon-Studien in anderen
Patientenpopulationen überein und entsprechen auch den
Postmarketing-Erfahrungen von Bayer.
Über Betaferon®/Betaseron®
Betaferon®, das in den USA und Kanada unter dem Handelsnamen Betaseron®
vermarktet wird, war das erste MS-Medikament mit nachgewiesener Wirksamkeit auf
den zugrunde liegenden Verlauf der Krankheit. Das Medikament hat sich weltweit
als wirksame MS-Behandlung etabliert. In den USA, Europa und Japan ist
Betaferon für alle Formen der schubförmigen MS zugelassen. Eine über 16 Jahre
erfolgte Nachbeobachtung von Patienten, die mit Betaferon behandelt wurden,
bestätigt das gute Verträglichkeitsprofil des Medikaments.
Über die Betaferon-Studie in China
In der einarmigen, multizentrischen Open-Label-Studie wurden 39 Patienten in
einer dreimonatigen Vorbehandlungsphase untersucht, der eine sechsmonatige
Behandlungsphase folgte. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die Anzahl neuer
aktiver MS-Herde (neue aktive Läsionen) im MRT während der sechsmonatigen
Therapiephase.
Neue aktive Läsionen wurden definiert als die Summe neu aufgetretener oder sich
vergrößernder kontrastmittelaufnehmender Läsionen in der T1-Gewichtung und
solchen Läsionen, die keine Kontrastmittelaufnahme in der T1-Gewichtung
zeigten, aber in den T2-gewichteten Scans Anzeichen kürzlicher neuer Aktivität
zeigten. Verglichen wurde die Summe neuer aktiver Läsionen während der
dreimonatigen Vorbehandlungsperiode mit der Anzahl neuer aktiver Läsionen im
dritten und sechsten Monat nach Behandlungsbeginn. Für die Dauer des
Behandlungszeitraums wurden signifikante Verminderungen für den primären
Endpunkt beobachtet. Die mittlere Anzahl neuer Läsionen in der
Vorbehandlungsgruppe betrug 4,77 gegenüber 1,55 in der Behandlungsgruppe
(p<0,0001).
In der Studie auftretende Nebenwirkungen waren im Allgemeinen begrenzt und
entsprachen dem bekannten Nebenwirkungsprofil. Die am häufigsten aufgetretenen
Nebenwirkungen waren grippeähnliche Symptome, Reaktionen an den
Injektionsstellen und abnormale Leberfunktion. Keiner der Patienten hat die
Behandlung wegen der Nebenwirkungen abgebrochen.
Über Multiple Sklerose
MS ist eine chronische, fortschreitende Krankheit des zentralen Nervensystems.
Mit zunehmender Dauer der Erkrankung steigt die Wahrscheinlichkeit von
Behinderungen. Die Symptome der MS sind bei den einzelnen Betroffenen
unterschiedlich; sicher vorhersagen lassen sie sich nicht. Vorkommen können
Erschöpfung oder Müdigkeit, Sehstörungen, Schwäche in den Beinen, Taubheit und
Kribbeln im Gesicht, in den Armen, Beinen oder Oberkörper, Krämpfe
(Muskelversteifung), Schwindel, verwaschene Sprache und Verlust der Kontrolle
über die Blasenfunktion.
Über Bayer HealthCare
Die Bayer AG ist ein weltweit tätiges, forschungsbasiertes und
wachstumsorientiertes Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten
Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien. Bayer HealthCare ist eine
Tochtergesellschaft der Bayer AG und gehört zu den weltweit führenden
innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und
medizinischen Produkten. Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen
Animal Health, Bayer Schering Pharma, Consumer Care sowie Medical Care. Ziel
von Bayer HealthCare ist es, Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu
produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit
zu verbessern. Mehr Informationen finden Sie unter www.bayerhealthcare.com.
Über Bayer Schering Pharma
Bayer Schering Pharma ist ein weltweit führendes Spezialpharma Unternehmen,
dessen Forschung und Geschäftsaktivitäten sich auf vier Bereiche konzentrieren:
Diagnostische Bildgebung, General Medicine, Specialty Medicine und Women's
Healthcare. Bayer Schering Pharma setzt auf Innovationen und will mit
neuartigen Produkten in speziellen Märkten weltweit führend sein. So leistet
Bayer Schering Pharma einen Beitrag zum medizinischen Fortschritt und will die
Lebensqualität der Menschen verbessern. Mehr Informationen finden Sie unter
www.bayerscheringpharma.de.
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