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Statistisch signifikante Verbesserung der Sehschärfe über 24 Wochen / Ergebnisse werden auf dem Kongress "Angiogenesis 2010 - Clinical Trials" in Miami, Florida/USA vorgestellt
Leverkusen / Tarrytown, NY, USA, 18. Februar 2010 - Der von Bayer HealthCare
und Regeneron Pharmaceuticals gemeinsam zur Behandlung bestimmter
Augenerkrankungen entwickelte Wirkstoff VEGF Trap-Eye zeigt positive Ergebnisse
in einer Phase-II-Studie bei Patienten mit diabetischem Makula-Ödem (DME). Der
primäre Endpunkt der Studie konnte erreicht werden: eine statistisch
signifikante Verbesserung der Sehschärfe über einen Zeitraum von 24 Wochen im
Vergleich zur DME-Standardbehandlung, der Lasertherapie der Netzhautmitte. Die
Verbesserung der Sehschärfe wurde gemessen als Mittelwert der zusätzlich
erkannten Buchstaben über den Zeitraum der ersten 24 Behandlungswochen.
"Diese Ergebnisse bestätigen das Potenzial von VEGF Trap-Eye, die Sehschärfe
bei DME deutlich zu verbessern", sagte Dr. Kemal Malik, Mitglied des Executive
Committee von Bayer HealthCare und zuständig für die Produktentwicklung. "Bayer
und Regeneron werden jetzt gemeinsam die nächsten Schritte des
Entwicklungsprogramms für VEGF Trap-Eye in dieser Indikation planen."
"Das Ausmaß der Sehschärfenverbesserung, die wir in dieser Phase-II-Studie mit
VEGF Trap-Eye erreichen konnten, belegt die biologische Aktivität dieses
Wirkstoffs bei der Behandlung von DME. Der Wachstumsfaktor VEGF kommt bei
dieser Krankheit in hohem Maße vor", erklärte Dr. Diana Do, Hauptprüfärztin der
Studie. Dr. Do ist Assistenzprofessorin für Augenheilkunde und stellvertretende
Leiterin des 'Retina Fellowship'-Trainingsprogramms am Wilmer Eye Institute der
Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore, Maryland/USA.
Die Patienten, die mit VEGF Trap-Eye behandelt wurden, erzielten nach 24 Wochen
eine statistisch signifikante Sehschärfenverbesserung (um 8,5 bis 11,4
Buchstaben) gegenüber den Patienten, die mit einer Lasertherapie behandelt
wurden (2,5 Buchstaben zusätzlich erkannt). Dies galt für alle vier
Dosierungsgruppen von VEGF Trap-Eye (p< 0,01 für jede VEGF Trap-Eye-Gruppe im
Vergleich zum Laser). VEGF Trap-Eye erwies sich als allgemein gut verträglich,
es traten keine schwerwiegenden arzneimittelbedingten Nebenwirkungen auf.
Die vollständige Analyse der primären Wirksamkeitskriterien dieser
Phase-II-Studie wird auf dem Kongress "Angiogenesis 2010 - Clinical Trials" am
20. Februar 2010 in Miami, Florida/USA vorgestellt. Die Präsentation wird
danach auf der Webseite des Unternehmens Regeneron verfügbar sein
(www.regeneron.com, unter der Rubrik "Presentations" im Bereich Investor
Relations).
Über die Phase-II-Studie
In dieser doppelblinden, randomisierten und prospektiven Multicenterstudie der
Phase II mit dem Namen DA VINCI (DME And VEGF Trap-Eye: INvestigation of
Clinical Impact) wurden 219 Patienten mit klinisch relevanter DME mit
Beteiligung des zentralen Teils der Makula nach dem Zufallsprinzip in eine von
fünf Behandlungsgruppen eingeteilt.
Die Kontrollgruppe erhielt eine Lasertherapie der Makula in der ersten
Behandlungswoche. Weitere Lasertherapien wurden nach Bedarf angewendet, jedoch
nicht öfter als alle 16 Wochen. Zwei weitere Gruppen erhielten monatlich eine
Dosis von 0,5 bzw. 2,0 Milligramm VEGF-Trap-Eye über den gesamten
Behandlungszeitraum. Die beiden übrigen Gruppen erhielten drei initiale Dosen
von 2,0 mg VEGF Trap-Eye (zu Beginn sowie nach 4 und 8 Wochen), und danach
entweder weitere Dosen alle 8 Wochen oder nach Bedarf, bis Woche 24. Für die
Dosierung nach Bedarf wurden vorher spezifische Kriterien festgelegt.
Die Verbesserung der Sehschärfe und die Zahl der in den ersten sechs
monatlichen Terminen erhaltenen Behandlungen ergab - aufgeschlüsselt nach
Behandlungsgruppen:
- Lasertherapie der Netzhautmitte (Standardbehandlung): (n=44; 1,7
Behandlungen): 2,5 Buchstaben zusätzlich erkannt
- VEGF Trap-Eye 0,5 mg monatlich (n=44; 5,6 Injektionen): 8,6 Buchstaben
zusätzlich erkannt
- VEGF Trap-Eye 2 mg monatlich (n=44; 5,5 Injektionen): 11,4 Buchstaben
zusätzlich erkannt
- VEGF Trap-Eye 2 mg alle 2 Monate nach drei monatlichen Injektionen (n=42; 3,8
Injektionen): 8,5 Buchstaben zusätzlich erkannt
- VEGF Trap-Eye 2 mg nach Bedarf, nach zunächst drei monatlichen Injektionen
(n=45; 4,4 Injektionen): 10,3 Buchstaben zusätzlich erkannt
Das Design der Studie war nicht darauf ausgelegt, statistische Unterschiede
zwischen den einzelnen VEGF Trap-Eye-Behandlungsgruppen zu untersuchen. Es
wurden hier auch keine statistisch signifikanten Unterschiede festgestellt. Zum
Zeitpunkt der Ermittlung des primären Endpunkts nach 6 Monaten Behandlung waren
noch mehr als 90% der Patienten sowohl bei den mit VEGF Trap-Eye behandelten
Patienten als auch in der Kontrollgruppe in der Studie verblieben.
VEGF Trap-Eye war allgemein gut verträglich. Es wurden während der Studie keine
schwerwiegenden arzneimittelbedingten Nebenwirkungen am Auge oder außerhalb des
Auges berichtet. Die gemeldeten Nebenwirkungen standen meist im Zusammenhang
mit der notwendigen Injektion in den Glaskörper des Auges, oder mit der
zugrundeliegenden Erkrankung. Die häufigsten Nebenwirkungen bei den Patienten,
die VEGF Trap-Eye erhielten, waren konjunktivale Blutungen, Schmerzen im Auge,
'mouches volantes' (Myodesopsie), Rötung des Auges sowie ein erhöhter
Augeninnendruck. Drei der 175 VEGF Trap-Eye-Patienten und keiner der 44
Laser-Patienten starben in den ersten 6 Monaten der Studie. Diese Fälle waren
jeweils nicht arzneimittelbedingt, sondern es lagen vorhandene Risikofaktoren
zugrunde.
Nach Ablauf der initialen 24 Behandlungswochen werden die Patienten mit den
gleichen Dosierungsschemata weiterbehandelt. Die ersten Ergebnisse zur
Wirksamkeit nach einem Jahr Behandlung werden im Laufe dieses Jahres verfügbar
sein. Die DA-VINCI-Studie wird gemeinsam von Bayer HealthCare und Regeneron
realisiert.
Über das diabetische Makula-Ödem (DME)
Das diabetische Makula-Ödem ist die häufigste Ursache eines mittelschweren
Sehkraftverlustes bei Diabetikern. DME ist eine bekannte Komplikation der
diabetischen Retinopathie, einer Erkrankung der Netzhautgefäße. Das klinisch
signifikante DME ist eine der häufigsten Ursachen der Erblindung bei jüngeren
Erwachsenen (unter 50 Jahre). Es entsteht, wenn im Zentrum der Makula
Flüssigkeit aus den geschädigten Gefäßen austritt. Da dieser Bereich (der
sogenannte gelbe Fleck) die Stelle des schärfsten Sehens ist, führt eine
Flüssigkeitsansammlung zum Verlust der Sehkraft oder zur Erblindung.
Etwa 370.000 Amerikaner leiden derzeit unter klinisch signifikanter DME; jedes
Jahr kommen 95.000 neue Fälle hinzu. Laut der American Diabetes Association
leben mehr als 18 Millionen Amerikaner mit Diabetes, und viele weitere tragen
ein hohes Risiko, Diabetes zu entwickeln. Die Inzidenz des Diabetes nimmt
ständig zu - etwa geschätzte 10% aller Diabetiker werden im Laufe ihres Lebens
ein diabetisches Makula-Ödem entwickeln.
Über VEGF Trap-Eye
VEGF Trap-Eye ist ein komplett humanes, lösliches Rezeptorbindungsprotein des
Wachstumsfaktors VEGF (vascular endothelial growth factor). Es bindet an
sämtliche Formen des VEGF-A sowie zusätzlich auch an den verwandten Placental
Growth Factor (PlGF). VEGF Trap-Eye ist ein spezifischer, hochwirksamer
Hemmstoff für diese Wachstumsfaktoren.
VEGF Trap-Eye befindet sich derzeit in der Phase III der klinischen Entwicklung
bei der Behandlung der feuchten (altersbedingten) Makula-Degeneration (AMD).
Die VIEW-1-Studie (VEGF Trap-Eye: Investigation of Efficacy and Safety in Wet
AMD) wird in den USA und Kanada von Regeneron durchgeführt, die VIEW-2-Studie
von Bayer HealthCare in Europa, dem asiatisch-pazifischen Raum, Japan und
Lateinamerika. In beiden Studien wird die Wirksamkeit von VEGF Trap-Eye bei der
Erhaltung und Verbesserung der Sehkraft beurteilt im Vergleich mit der
derzeitigen Standardbehandlung, dem Wirkstoff Ranibizumab. Die Studien sollen
belegen, dass VEGF Trap-Eye diesem nicht unterlegen ist. Die
Patientenrekrutierung für beide Studien ist abgeschlossen. Die ersten
Ergebnisse der Auswertung nach einem Jahr Behandlung werden in der zweiten
Jahreshälfte 2010 erwartet.
VEGF Trap-Eye befindet sich noch für eine weitere Indikation in der Phase III
der klinischen Entwicklung: die Behandlung des Zentralvenen-Verschlusses der
Netzhaut (CRVO) - auch dies eine häufige Erblindungsursache. Die
COPERNICUS-Studie (COntrolled Phase III Evaluation of Repeated iNtravitreal
administration of VEGF Trap-Eye In Central retinal vein occlusion: Utility and
Safety) wird von Regeneron verantwortet, die GALILEO-Studie (General Assessment
Limiting InfiLtration of Exudates in central retinal vein Occlusion with VEGF
Trap-Eye) von Bayer HealthCare. Das primäre Wirksamkeitskriterium der Studien
ist die Verbesserung der Sehschärfe nach sechs Monaten Behandlung im Vergleich
zum Ausgangswert. Die ersten Daten aus dem CRVO-Programm werden vermutlich
Anfang 2011 zur Verfügung stehen.
Über Bayer HealthCare
Die Bayer AG ist ein weltweit tätiges, forschungsbasiertes und
wachstumsorientiertes Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten
Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien. Bayer HealthCare ist eine
Tochtergesellschaft der Bayer AG und gehört zu den weltweit führenden
innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und
medizinischen Produkten. Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen
Animal Health, Bayer Schering Pharma, Consumer Care sowie Medical Care. Ziel
von Bayer HealthCare ist es, Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu
produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit
zu verbessern. Mehr Informationen finden Sie unter www.bayerhealthcare.com.
Über Bayer Schering Pharma
Bayer Schering Pharma ist ein weltweit führendes Spezialpharma-Unternehmen,
dessen Forschung und Geschäftsaktivitäten sich auf vier Bereiche konzentrieren:
Diagnostische Bildgebung, General Medicine, Specialty Medicine und Women's
Healthcare. Bayer Schering Pharma setzt auf Innovationen und will mit
neuartigen Produkten in speziellen Märkten weltweit führend sein. So leistet
Bayer Schering Pharma einen Beitrag zum medizinischen Fortschritt und will die
Lebensqualität der Menschen verbessern.
Mehr Informationen finden Sie unter www.bayerscheringpharma.de.
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