Ausblick und Ziele

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Umsatz- und Ergebnisprognose

(veröffentlicht am 4. August 2020 im Halbjahresfinanzbericht 2020)

Konjunkturausblick

Unternehmensausblick

Die im Februar 2020 veröffentlichte Prognose wurde ohne Berücksichtigung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie erstellt. Die finanziellen Auswirkungen sind weiterhin nur schwer einzuschätzen. Wir passen die Prognose daher auf Basis der Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr und mit Unsicherheit behafteter Annahmen zum weiteren Jahresverlauf wie folgt an:

Wir erwarten für Pharmaceuticals und Consumer Health insgesamt eine Normalisierung des Geschäfts, bei Pharmaceuticals gehen wir jedoch nicht davon aus, dass das ursprünglich angenommene Wachstum erreicht wird. In der Division Crop Science rechnen wir mit einem verhaltenen Start in die neue Saison 2021 in Nordamerika, zum einen infolge der pandemiebedingten reduzierten Nachfrage nach Bioenergie, Futtermitteln und Fasern, welche zu einem Rückgang der erwarteten Anbauflächen führen dürfte, sowie zum anderen bedingt durch die anhaltende Wettbewerbsdynamik im Sojabohnenmarkt.

Für die finanziellen Kennzahlen des Bayer-Konzerns ergeben sich dadurch insgesamt folgende Änderungen. Der Umsatz soll sich nun währungsbereinigt auf 43 bis 44 Mrd. € erhöhen (bisher: 44 bis 45 Mrd. €). Dies entspricht jetzt währungs- und portfoliobereinigt einem Anstieg von 0 bis 1 % (bisher: Anstieg um etwa 3 bis 4 %). Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge soll weiterhin währungsbereinigt auf etwa 28 % steigen. Unter Zugrundelegung der genannten Umsätze entspricht dies nun einem währungsbereinigten EBITDA vor Sondereinflüssen von etwa 12,1 Mrd. € (bisher: 12,3 bis 12,6 Mrd. €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll jetzt währungsbereinigt auf 6,70 bis 6,90 € steigen (bisher: Anstieg auf 7,00 bis 7,20 €).

Die angepasste Prognose für die Divisionen sowie weitere Kennzahlen ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle:

Prognose 2020

Ursprüngliche Prognose für 2020 im GB 2019 Angepasste Prognose 2020
in Mrd. € wpb. Veränderung in % in Mrd. €

wpb. Veränderung in %

Umsatz 44 bis 45
+3 bis 4
43 bis 44
0 bis +1
Crop Science ~+4 ~+2

Pharmaceuticals

+3 bis 4 ~-1

Consumer Health

+2 bis 3 ~+4
Marge in % Marge in %
EBITDA vor Sondereinflüssen1
~28 ~28
Crop Science ~26 ~25

Pharmaceuticals

~33 34 bis 35

Consumer Health

22 bis 23 22 bis 23
Finanzergebnis („Core“)2 ~–1,5 ~–1,6
Steuerquote („Core“)3 ~23 % ~23 %
Free Cashflow1 ~5 -0,5 bis 0
Nettofinanzverschuldung1 ~27 ~33
Sondereinflüsse im EBITDA ~–0,9 ~–14
in € in €
Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“1 7,00 bis 7,20
6,70 bis 6,90

wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2019, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“
2 Finanzergebnis vor Sondereinflüssen
3 (Ertragsteuern + Sondereinflüsse Ertragsteuern + Steuereffekte auf Anpassungen) / (Core EBIT + Finanzergebnis + Sondereinflüsse Finanzergebnis)

 

Wir planen jetzt für das Jahr 2020 währungsbereinigte Sonderaufwendungen von insgesamt etwa 14 Mrd. € (bisher: etwa 0,9 Mrd. €), wovon voraussichtlich 11,5 Mrd. € auf die genannten Vereinbarungen im Zusammenhang mit den Monsanto-Verfahrenskomplexen entfallen und etwa 0,8 Mrd. € auf Restrukturierungsmaßnahmen.

Für den Free Cashflow erwarten wir nun eine Belastung aus Zahlungen für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 4,5 Mrd. €, die in unserer ursprünglichen Planung noch nicht enthalten war und die als außerplanmäßig und aperiodisch einzuschätzen ist. Wir rechnen damit, dass sich die Nettofinanzverschuldung durch die Finanzierung dieser Zahlungen nur auf etwa 33 Mrd. € reduziert (bisher: auf etwa 27 Mrd. €).

Unternehmensausblick
Die im Februar 2020 veröffentlichte Prognose wurde ohne Berücksichtigung der Auswirkungen aus der COVID-19-Pandemie erstellt und entspricht nach wie vor unseren Zielvorgaben.

Nach dem positiven Start gehen wir davon aus, dass das Geschäftsjahr 2020 auch im weiteren Verlauf durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst werden wird. Eine verlässliche Bewertung positiver wie auch negativer Effekte wird erst im weiteren Jahresverlauf möglich sein.

Die wesentlichen Faktoren, deren Entwicklung für unser Geschäft entscheidend sein werden, können wir bereits heute nennen:

// Produktion und Lieferkette
   // Stabilität der gesamten Lieferkette
   // Vorräte/Sicherheitsbestand
   // Logistik, einschließlich Einfluss auf Kosten

// Nachfragedynamik
   // Nachfrageverhalten, z. B. Bevorratung
   // Einfluss auf elektive Behandlungen
   // Nachfrage nach Bioenergie und Saisonarbeit
   // Klinische Studien und regulatorische Prozesse

// Finanzmärkte
   // Zugang zu Fremdkapital/Zinssätze
   // Zahlungsverhalten von Kunden und Bonität von Lieferanten
   // Währungsschwankungen

// Trends/Chancen
   // Kostenmanagement
   // Beschleunigung der Digitalisierung
   // Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft

Unternehmensausblick

Auf Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung und unserer internen Planung ergeben sich die folgenden Prognosen. Dabei gehen wir davon aus, dass unser Animal-Health-Geschäft ab dem 1. Juli 2020 an den Erwerber übergeht und wir zu diesem Zeitpunkt den Kaufpreis wie vereinbart in bar und in Elanco-Aktien erhalten.

Zur besseren Vergleichbarkeit der operativen Performance haben wir die Prognosen währungsbereinigt dargestellt1. Eine Aufwertung (Abwertung) des Euro um 1 % gegenüber allen Währungen führt auf Jahresbasis zu einem Rückgang (Anstieg) des Umsatzes um etwa 350 Mio. € sowie zu einer Verringerung (Steigerung) des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA um etwa 100 Mio. €.

Zum 1. Januar 2020 haben wir unsere Werteflüsse angepasst (nähere Informationen dazu finden sich im Kapitel A 1.1.2 „Konzernstruktur“). Dies hat auch Auswirkungen auf das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA der Divisionen. Wären diese Werteflüsse bereits in 2019 gültig gewesen, hätte sich diese Kennzahl wie folgt dargestellt:

in Mio. €Crop SciencePharmaceuticalsConsumer Health
EBITDA vor Sondereinflüssen24.7965.9751.090
Werteflussänderungen–82–11451
Pro-forma-EBITDA vor Sondereinflüssen nach Werteflussänderungen4.7145.8611.141

1 Dabei werden die Monatsdurchschnittskurse aus 2019 verwendet (siehe Geschäftsbericht 2019, B 4/1).
2 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2019, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

 

Für das Geschäftsjahr 2020 erwarten wir für das fortzuführende Geschäft einen währungsbereinigten Umsatz von etwa 44 bis 45 Mrd. €. Dies entspricht einer währungs- und portfoliobereinigten Steigerung um etwa 3 bis 4 %. Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge wollen wir währungsbereinigt auf etwa 28 % steigern. Unter Zugrundelegung der genannten Umsätze entspricht dies einem währungsbereinigten EBITDA vor Sondereinflüssen von 12,3 bis 12,6 Mrd. €. Für das bereinigte Ergebnis je Aktie planen wir währungsbereinigt einen Anstieg auf 7,00 bis 7,20 €.

Prognose 2020

Ist 2019Prognose 2020
in Mrd. €wpb. Veränderung in %in Mrd. €

wpb. Veränderung in %

Umsatz43,5+3,544-45+3 bis +4
Crop Science19,8+1,4~+4

Pharmaceuticals

18,0+5,6+3 bis +4

Consumer Health

5,5+2,6+2 bis +3
Marge in %Marge in %
EBITDA vor Sondereinflüssen1 (pro forma)
11,526,4~28
Crop Science4,8 (4,7)24,2 (23,8)~26

Pharmaceuticals

6,0 (5,9)33,3 (32,6)~33

Consumer Health

1,1 (1,1)20,0 (20,9)22 bis 23
Finanzergebnis („Core“)2–1,6~–1,5
Steuerquote („Core“)322,5 %~23 %
Free Cashflow14,2~5
Nettofinanzverschuldung134,1~27
Sondereinflüsse im EBITDA–1,9~–0,9
in €in €
Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“16,407,00 – 7,20

wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2019, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“
2 Finanzergebnis vor Sondereinflüssen
3 (Ertragsteuern + Sondereinflüsse Ertragsteuern + Steuereffekte auf Anpassungen)/(Core EBIT + Finanzergebnis + Sondereinflüsse Finanzergebnis)

 

Wir planen für das Jahr 2020 Sonderaufwendungen in Höhe von insgesamt etwa 0,9 Mrd. € (währungsbereinigt), wovon voraussichtlich 0,7 Mrd. € auf Restrukturierungsmaßnahmen entfallen.

Zu möglichen Einschätzungsrisiken im Hinblick auf Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit Rechtsfällen verweisen wir auf Kapitel A 3.2 „Chancen- und Risikobericht“.

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