27. März 2019

Abschluss der zweiten Phase in US-Glyphosatprozess

Leverkusen / Whippany, 27. März 2019 - Im Fall Hardeman vs. Monsanto, einem Prozess im Rahmen der Multi-District Litigation im Zusammenhang mit Glyphosat vor dem Federal Court of the Northern District of California, ist das Urteil zugunsten des Klägers ausgefallen.

Bayer ist über das Urteil der Jury enttäuscht. Dennoch ändert dieses Urteil nichts am Gewicht von über vier Jahrzehnten umfangreicher wissenschaftlicher Arbeit und den Schlussfolgerungen von Regulierungsbehörden weltweit, welche die Sicherheit unserer glyphosatbasierten Herbizide und die Schlussfolgerung stützen, dass diese nicht krebserregend sind. Das Urteil in diesem Verfahren hat keinen Einfluss auf zukünftige Fälle - jedes zukünftige Verfahren ist gesondert zu betrachten auf der Basis der jeweiligen Umstände und rechtlichen Bedingungen. Bayer wird gegen dieses Urteil Rechtsmittel einlegen.

Die Geschworenen haben in diesem Fall mehr als vier Tage lang beraten, bevor sie in der ersten Prozessphase zu einem Urteil zur Frage der Kausalität kamen. Dies deutet darauf hin, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit unterschiedlicher Auffassung über die wissenschaftliche Beweislage waren. Die Entscheidungen, mit denen das Gericht wissenschaftliche Sachverständigengutachten der Klägerseite zugelassen hat, die es zuvor als "wackelig" bezeichnet hatte, ist einer von mehreren entscheidenden Punkten, die Bayer im Rahmen einer Anfechtung dieses Urteils geltend machen kann. Monsanto hatte beantragt, diese Beweismittel vom Prozess auszuschließen.

Wir haben großes Mitgefühl mit Herrn Hardeman und seiner Familie. Bayer steht hinter diesen Produkten und wird sie entschieden verteidigen.

Roundup™-Produkte und ihr Wirkstoff Glyphosat werden seit über vier Jahrzehnten weltweit sicher und erfolgreich eingesetzt. Für Landwirte stellen sie ein wichtiges Instrument dar, mit dessen Hilfe die Versorgung mit Agrarprodukten sichergestellt werden kann. Gleichzeitig tragen sie zu einer nachhaltigen Landwirtschaft bei, indem sie eine Reduzierung der Bodenbearbeitung, Bodenerosion und CO2-Emissionen ermöglichen. Regulierungsbehörden weltweit beurteilen glyphosatbasierte Herbizide bei sachgemäßer Verwendung als sicher. Es gibt umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen über Glyphosat und Herbizide auf Glyphosatbasis. Darunter sind mehr als 800 Studien, die im Zusammenhang mit den Zulassungsverfahren bei der EPA in den USA, den europäischen und anderen Regulierungsbehörden eingereicht wurden und die bestätigen, dass diese Produkte bei sachgemäßer Verwendung sicher sind. Insbesondere die größte und aktuellste epidemiologische Studie - eine vom unabhängigen National Cancer Institute unterstützte und 2018 veröffentlichte Langzeitstudie, die über 50.000 Anwender von Pflanzenschutzmitteln mehr als 20 Jahre lang begleitete und nach der IARC-Monographie veröffentlicht wurde - fand keinen Zusammenhang zwischen glyphosat-basierten Herbiziden und Krebs. Darüber hinaus prüfte die EPA nach der IARC-Bewertung mehr als 100 als relevant eingeschätzte Studien und stufte Glyphosat in die bestmögliche Bewertungskategorie als "wahrscheinlich nicht krebserregend für Menschen" ein. Auch das kanadische Gesundheitsministerium stellte in einem kürzlich veröffentlichten Bericht fest: "Ausgehend von den Mengen Glyphosat, mit denen Menschen in Berührung kommen, sieht derzeit keine Zulassungsbehörde weltweit ein Krebsrisiko für den Menschen."


Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und steht mit seiner Marke weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Konzern mit rund 117.000 Beschäftigten einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 5,2 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de.

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