05. September 2005
"Analyst and Investor Days 2005" in Lyon:

Bayer CropScience: Umsatz mit neuen Wirkstoffen soll auf 2 Milliarden Euro steigen

Unternehmen setzt auf erstklassige Produktpipeline

Lyon (Frankreich) - Die Bayer CropScience AG hat ihre Prognose für den Umsatz mit neuen Pflanzenschutzwirkstoffen auf 2 Milliarden Euro deutlich angehoben. Seit 2000 hat Bayer CropScience 16 neue Wirkstoffe eingeführt, die im jetzt abgeschlossenen Halbjahr bereits einen Umsatz von 517 Millionen Euro erzielten. Zusammen mit weiteren 10 Substanzen, die bis 2011 auf den Markt gebracht werden sollen, sieht der Konzern nunmehr ein Spitzen-Umsatzpotenzial von rund 2 Milliarden Euro mit Produkten aus der Forschungspipeline.

Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, lobte die erfolgreiche CropScience-Forschung im Rahmen einer Investorenkonferenz des Unternehmens in Lyon: „Die Forschungspipeline von Bayer CropScience gehört zum Besten in der gesamten Crop-Science-Industrie. Die neue Prognose unterstreicht ganz klar unsere Innovationsführerschaft in der Branche."

Bisher hatte sich das Unternehmen für den Umsatz mit neuen Produkten ein Ziel von 1 Milliarde Euro gesetzt, das bis Ende 2006 erreicht werden sollte. Prof. Dr. Friedrich Berschauer, Vorstandsvorsitzender der Bayer CropScience AG, erläuterte: „Wir sind zuversichtlich, diese Umsatzschwelle im nächsten Jahr wie geplant zu erreichen. Wir gehen aber davon aus, dass damit das hervorragende Potenzial unserer Pipeline noch lange nicht ausgeschöpft ist und haben deshalb unsere Umsatzprognose entsprechend angehoben."

Stärkste Pipeline der Crop-Science-Industrie

Der neue Fungizid-Wirkstoff Fluopicolid soll im kommenden Jahr das Produktportfolio erweitern. Es ist geplant, den Wirkstoff unter dem Handelsnamen Infinito® im Anbau von Wein, Kartoffeln und Gemüse einzusetzen. Im Bereich der Insektizide will das Unternehmen im Jahr 2007 den Wirkstoff Flubendiamide auf den Markt bringen, den Bayer CropScience zur Zeit gemeinsam mit dem japanischen Unternehmen Nihon Nohyaku entwickelt. Diese chemische Substanzklasse bietet eine neuartige Lösung gegen Fraß-Raupen.

Ebenfalls zu den Insektiziden zählt das nach Spirodiclofen und Spiromesifen dritte so genannte Ketoenol von Bayer CropScience mit dem Substanz-Namen Spirotetramat. Der Wirkstoff unterbindet die Lipid-Synthese der Insekten und bietet somit eine völlig neue Wirkungsweise in der Schädlings-Kontrolle. Die Markteinführung ist für 2008 / 2009 vorgesehen. Bei den Herbiziden wurde mit Pyrasulfotole ein neuer Wirkstoff für den Einsatz im Getreide entwickelt, das in den nächsten Jahren zur Marktreife gelangen soll.

„Allein diese Beispiele zeigen, wie erfolgreich unsere Forschung ist. Und mit dem weltweit höchsten F+E-Budget im konventionellen Pflanzenschutz setzen wir auch in Zukunft klar auf Innovation", sagt Dr. Bernward Garthoff, verantwortlich für Forschung und Entwicklung im Vorstand von Bayer CropScience. „Wir wollen unseren Vorsprung als Innovationsführer in der Crop-Science-Industrie sichern und weiter ausbauen", so Garthoff weiter.

Bayer CropScience mit großem Vorsprung bei Patentanmeldungen

Dabei kann das Unternehmen auf eine Vielzahl von Produktinnovationen setzen, die die Basis für zukünftiges Wachstum schaffen. So steht Bayer CropScience mit 58 Patentanmeldungen auf neue Pflanzenschutzwirkstoffe im Jahr 2003 weltweit an der Spitze der innovativsten Unternehmen seiner Industrie - das sind knapp doppelt so viele Patentanmeldungen wie die der beiden nächstplatzierten Wettbewerber zusammen.

Auch im Bereich der Pflanzenbiotechnologie will Bayer CropScience seine Position durch die eigene Forschung stärken. Lykele van der Broek, Leiter des Geschäftsbereiches BioScience erläuterte im Rahmen der Konferenz neue Forschungsansätze, die von Pflanzen mit verbesserter Stresstoleranz z.B. in Hitzegebieten über die Entwicklung von gesundheitsfördernden Rapsölsorten bis hin zu biopharmazeutischen Produkten auf nachwachsender Basis reichen. Rund 80 Millionen Euro investiert Bayer CropScience pro Jahr in die BioScience-Forschung, aus der bereits so erfolgreiche Produkte wie die Hochertrags-Rapssorte InVigor® und das Baumwollsaatgut FiberMax® stammen, die in Kanada und den USA jeweils eine führende Marktposition in ihrem Segment einnehmen.

Die erfolgreiche Forschungsarbeit von Bayer CropScience fügt sich nahtlos in die F+E-Politik des Gesamt-Konzerns ein und unterstreicht das Selbstverständnis von Bayer als Erfinderunternehmen. Werner Wenning: „Wir sind überzeugt, dass Bayer CropScience über ein Geschäft verfügt, das langfristig wächst, in der Lage ist, eine attraktive Rendite zu erwirtschaften und sich über Innovationen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen kann". Bayer CropScience erfülle heute alle strategischen Erfolgsfaktoren, die einen Weltmarktführer in diesem Markt ausmachen - starke Stellung in allen Märkten, ein ausgezeichnetes Geschäftsportfolio, eine Best-in-class Pipeline und ein erstklassiges Managementteam.

Erfolgreiches Portfoliomanagement

In Zukunft will sich das Unternehmen noch stärker auf die Einführung neuer Wirkstoffe konzentrieren und den Fokus auf moderne, höherwertige Produkte legen, die überdurchschnittliche Beiträge zur Wertschöpfung liefern. Mit den Fungizidwirkstoffen Prothioconazol und Trifloxystrobin sowie den Herbiziden Iodosulfuron, Mesosulfuron und Foramsulfuron gehören bereits fünf neue Substanzen zu den 12 Top-Wirkstoffen von Bayer CropScience. Besonders erfolgreich verlief das Geschäft mit den neuen Wirkstoffen in Europa, wie Jacques du Puy, Leiter der Region Europa, darlegte. Im ersten Halbjahr stiegen hier die Umsätze mit neuen Produkten um rund 50 %.

„Neben der Konzentration auf das erfolgreiche Portfolio junger Produkte wollen wir zudem das Life-Cycle-Management unserer etablierten Wirkstoffe forcieren und damit einen wichtigen Beitrag für ein erfolgreiches Portfoliomanagement leisten", sagte Dr. Rüdiger Scheitza, Vorstandsmitglied von Bayer CropScience und verantwortlich für das Portfolio und Supply Chain Management. Zugleich wolle sich das Unternehmen von Wirkstoffen trennen, die nicht mehr zum Kernportfolio zählen, erläuterte Scheitza. Vom Jahr 2002 bis 2008 soll so die Anzahl der Wirkstoffe um 20 von 113 auf 93 reduziert werden.

Von der Einführung neuer Wirkstoffe im klassischen Pflanzenschutz profitiert auch der Geschäftsbereich Environmental Science, der Markenprodukte für nicht-landwirtschaftliche Anwendungen wie z.B. im Hobbygärtner- und Professional Pest Control-Markt bietet. Dieses Geschäft gewinne immer mehr an Bedeutung und soll bei Bayer CropScience in den nächsten Jahren im Schnitt um ca. drei Prozentpunkte über Markt wachsen, umriss Geschäftsbereichsleiter Pascal Housset die Aussichten für dieses Segment.

Ausblick auf das zweite Halbjahr 2005

Bayer CropScience hat sich zum Ziel gesetzt, die EBITDA-Marge als Relation des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Umsatz bis Ende 2006 auf 25 % zu steigern. An diesem Ziel halte das Unternehmen trotz des von schlechten Witterungsbedingungen geprägten ersten Halbjahrs 2005 weiter fest, bekräftige Friedrich Berschauer, der Vorstandsvorsitzende von Bayer CropScience, in Lyon. Bayer CropScience plane eine signifikante Verbesserung des operativen Ergebnisses vor Sonderposten für das Gesamtjahr 2005, sagte Berschauer.

Dazu solle auch eine konsequente Fortsetzung der Kosten- und Restrukturierungsprogramme beitragen, erklärte Dr. Dirk Suwelack, im Vorstand von Bayer CropScience zuständig für Business Planning & Administration. „Für die zweite Jahreshälfte rechnen wir mit einem stärkeren positiven Effekt dieser Programme als im ersten Halbjahr, was sich positiv auf unser EBIT auswirken wird", erläuterte Suwelack. In diesem Jahr will Bayer CropScience rund 500 Millionen Euro an Kosteneinsparungen aus den laufenden Programmen erzielen.

Die Bayer CropScience AG zählt als Teilkonzern der Bayer AG mit einem Umsatz von rund 6 Milliarden Euro zu den weltweit führenden, innovativen Crop-Science-Unternehmen mit den Tätigkeitsbereichen Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft sowie Saatgut und Pflanzen-Biotechnologie. Mit einer herausragenden Produktpalette bietet das Unternehmen umfassenden Kundenservice für die moderne nachhaltige Landwirtschaft sowie in nicht-landwirtschaftlichen Anwendungen. Bayer CropScience beschäftigt rund 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 120 Ländern vertreten. Diese sowie weitere Nachrichten sind ebenfalls verfügbar unter: www.newsroom.bayercropscience.com

Hinweis:
Die Präsentationscharts zu den „CropScience Analyst and Investor Days 2005" sind ab 10:30 Uhr in englischer Sprache im Internet abrufbar unter www.live.bayer.com. Die Investorenkonferenz wird am 5. September ab 12:30 Uhr sowie am 6. September ab 10:00 Uhr live im Internet ebenfalls unter www.live.bayer.com übertragen.

Zukunftsgerichtete Aussagen<br/>
Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Bayer CropScience AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Bayer CropScience AG oder unserer Dachgesellschaft Bayer AG wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die in Berichten der Bayer AG an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben worden sind. Weder die Bayer AG noch die Bayer CropScience AG übernehmen die Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.








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