09. Dezember 2003
Bayer HealthCare AG:

Faktor-Xa- Hemmer: Viel versprechende Ergebnisse in drei Phase-I-Studien

Erste Daten bei der 45. Jahrestagung der American Society of Hematology vorgestellt

Leverkusen - Sehr viel versprechende Ergebnisse zeigen drei Phase-I-Studien mit
einem neuen oralen Antikoagulans (Hemmstoff der Blutgerinnung), einem direkten
Faktor-Xa-Hemmer, der von der Division Pharma der Bayer HealthCare AG
entwickelt wurde. Diese Daten wurden auf der 45. Jahrestagung der American
Society of Hematology in San Diego/USA vorgestellt.

Die Daten von zwei Studien zeigen, dass der orale Faktor-Xa-Hemmer - interner
Projekt-Code BAY 59-7939 - eine abschätzbare koagulationshemmende Wirkung
bietet, gut verträglich ist und ein rasches Einsetzen der Wirkung aufweist. Der
Nachweis für diesen Wirkungsmechanismus wurde erstmals durch die Ergebnisse
einer Einzeldosis-Studie mit gesunden männlichen Probanden erbracht und von
einer Mehrfachdosis-Studie bestätigt, in der mit diesem Arzneimittel
dosisabhängige Wirkungen erzielt wurden, wobei eine starke Korrelation zwischen
den pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Parametern bestand.

Entsprechend den Ergebnissen dieser beiden Phase-I-Studien mit Mehrfachdosis
und Einzeldosis wurde nachgewiesen, dass das orale Präparat BAY 59-7939 weder
die Blutungszeiten verlängert noch sonstige Standard-Sicherheitsparameter
beeinflusst. BAY 59-7939 wurde an über 200 Testpersonen verabreicht und zeigte
sogar bei höchster Dosierung eine sehr gute Verträglichkeit und ein
hervorragendes Sicherheitsprofil.

Die dritte Studie unter der Leitung von Dr. Sebastian Harder (Institut für
klinische Pharmakologie, Universitätsklinik Frankfurt) zeigte, dass das orale
Präparat BAY 59-7939 den Faktor Xa direkt hemmt, ohne dass weitere Kofaktoren
erforderlich sind. Dies ist ein alternativer Wirkungsansatz für ein
Antikoagulans. Faktor Xa ist der zentrale Punkt in der Koagulationskaskade, an
dem der intrinsische und der extrinsische Koagulationsarm zusammenlaufen. Durch
eine Hemmung des Faktors Xa kann daher der finale „gemeinsame Pfad" der
Thrombinbildung direkt gesteuert werden.

Zurzeit sind keine oralen direkten Faktor-Xa-Hemmer kommerziell erhältlich.

Dr. Kemal Malik, weltweiter Leiter der medizinischen Entwicklung der Division
Pharma der Bayer HealthCare AG erklärte: "Wir sind sehr enthusiastisch
angesichts der Zukunftsaussichten für BAY 59-7939 - es sieht danach aus, dass
dieses Präparat in der Klinik eine vorhersagbare und sichere Antikoagulation
ermöglicht. Zurzeit untersuchen wir seinen potenziellen Einsatz in der
Prävention und Behandlung von thromboembolischen Erkrankungen, wo ein klarer
medizinischer Bedarf für verbesserte Behandlungsoptionen besteht. Als orales
Arzneimittel könnte BAY 59-7939 besonders für Patienten nützlich sein, die
sowohl innerhalb als auch außerhalb des Krankenhauses eine Antikoagulation
benötigen, einschließlich einer langfristigen Prophylaxe. Wir gehen davon aus,
nächstes Jahr über weitere Ergebnisse berichten zu können."

Die Bayer HealthCare AG, ein Teilkonzern der Bayer AG, gehört zu den weltweit
führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit
Arzneimitteln und medizinischen Produkten und erzielte im Jahr 2002 einen
Umsatz von etwa 9,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten
der Divisionen Animal Health, Biologische Produkte, Consumer Care, Diagnostika
und Pharma und beschäftigt weltweit mehr als 34.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Es ist unser Ziel, innovative Produkte zu erforschen und zu
produzieren, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern. Die
Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung von Krankheiten
und leisten einen Beitrag zu einer besseren Lebensqualität.


Zukunftsgerichtete Aussagen<br/>
Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen,
die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des
Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken,
Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen
Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der
Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese
Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter
Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form
20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung,
solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige
Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
















Service

Download