03. Januar 2006
Strategische Stärkung für Bayers Pharmageschäft:

Bayer HealthCare erwirbt europäisches Pritor-Geschäft von GlaxoSmithKline

- Jahresumsatz von rund 65 Millionen Euro / - Innovatives Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck

Leverkusen - Bayer HealthCare (BHC) hat das europäische Geschäft für das Bluthochdruck-Präparat Telmisartan (Handelsname: Pritor® und PritorPlus®) von GlaxoSmithKline plc (GSK) erworben. Pritor wird von GSK als Co-Marketingpartner von Boehringer Ingelheim in zahlreichen europäischen Ländern vertrieben. Das erworbene Geschäft erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz von rund 65 Millionen Euro.

Telmisartan, ein Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker (ARB), ist ein lang wirksames Herzkreislauf-Medikament, das eine konstant anhaltende Blutdruckkontrolle über 24 Stunden bietet. Seine nachgewiesene Wirksamkeit und sein günstiges Sicherheitsprofil bieten auch in den kritischen frühen Morgenstunden, in denen das Myokardinfarkt- und Schlaganfallrisiko am höchsten ist, Schutz vor kardiovaskulären Ereignissen. ARBs stellen mit Wachstumsraten von 15 Prozent das am schnellsten wachsende und wettbewerbsfähigste Segment im europäischen Hypertonie-Markt dar. Daher wird Pritor® als ein lohnendes Investment betrachtet.

Mit diesem Zukauf erwirbt Bayer HealthCare das Recht, das Arzneimittel in Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland, Portugal und 22 kleineren europäischen Ländern zu vermarkten. Die Unternehmen haben vereinbart, über die finanziellen Konditionen der Transaktion keine Angaben zu machen.

„Der Erwerb von Pritor ist eine außerordentliche strategische Stärkung für das Pharmageschäft von Bayer HealthCare. Die Transaktion ermöglicht uns die Nutzung unserer exzellenten Marktkompetenz und -erfahrung, die wir in bereits bestehenden Telmisartan-Märkten mit dem Produkt gewonnen haben", sagte Wolfgang Plischke, Pharmaleiter von Bayer HealthCare.

Damit vergrößert BHC die Zahl der Märkte, in denen sie das Produkt verkauft. Bereits seit 2002 hat Bayer HealthCare ein Co-Marketing-Abkommen mit der Firma Boehringer Ingelheim. Im Rahmen dieser Vereinbarung vermarktet BHC Telmisartan unter dem Markennamen Kinzalmono®/Kinzalkomb® auf verschiedenen Märkten in Europa, einschließlich Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Schweiz und Finnland.

Telmisartan wurde von Boehringer Ingelheim entdeckt und entwickelt. Es wird unter dem Handelsnamen Micardis® in 84 Ländern weltweit - einschließlich den USA, Japan und verschiedenen europäischen Märkten - vertrieben. GSK wird Telmisartan unter dem Namen Pritor® weiter als Co-Marketingpartner von Boehringer Ingelheim in fünf Ländern vertreiben.

Bayer HealthCare
Bayer HealthCare ist eine Tochtergesellschaft der Bayer AG und gehört zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Der Teilkonzern Bayer HealthCare erzielte im Jahr 2004 einen Umsatz von rund 8,5 Milliarden Euro. Bayer HealthCare beschäftigt weltweit etwa 35.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Consumer Care, Diabetes Care, Diagnostika sowie Pharma, die zum 1. Januar 2006 aus den bisherigen Divisionen Pharma und Biologische Produkte als neue Geschäftseinheit entstanden ist. Die neue Division Pharma besteht aus den Geschäftseinheiten Hämatologie/ Kardiologie, Onkologie und Primary Care (Allgemeinarztgeschäft).

Ziel von Bayer HealthCare ist es, innovative Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung von Krankheiten und leisten einen Beitrag zu einer besseren Lebensqualität.

Boehringer Ingelheim
Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden Pharmakonzernen. Mit Hauptsitz in Ingelheim am Rhein ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 144 verbundenen Unternehmen in 45 Ländern tätig und beschäftigt insgesamt fast 36.000 Mitarbeiter. Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie dem Marketing neuer Produkte mit hohem therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.

Im Jahr 2004 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Gesamterlöse von 8,2 Milliarden Euro. Fast ein Fünftel der Einnahmen aus dem größten Bereich - verschreibungspflichtige Medikamente - investierte das Unternehmen in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente.


Zukunftsgerichtete Aussagen<br/>
Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.








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